ÖPNV ist kein Nebenjob
SebastianÖPNV ist kein Nebenjob

[1] Leserbriefe und Zeitung gehören zusammen wie Spätzle und Soß. Fehlt was, schmeckts fad. Jüngst flatterte ein solcher auf unseren Schreibtisch, er war -  um im Bild zu bleiben - gut gewürzt. Sein Thema Buskonzept. Nach unserem Titelthema zum Auftakt der neuen Nahverkehrszeitrechnung in Reutlingen bemängelte  Peter Hörz unter anderem die anfängliche Begeisterung des Autors. Wir sprachen wie Männer darüber, es war ein großartiges inhaltsschweres Gespräch, das der  ehemalige Stadtrat  anschließend in Worte fasste. Allerdings: Für einen Leserbrief war das zu lang. So haben wir uns jetzt zum Gespräch verabredet, das wir hier druckreif, druckfrisch den Lesern und Nutzern präsentieren. 

 
Es geht um die Zukunft der Zukunft
SebastianEs geht um die Zukunft der Zukunft

»Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut.« So hallte es am vergangenen Freitag durch die verschlafenen Gassen von Reutlingen.

 
»So schlimm wie momentan war es noch nie«
Sebastian»So schlimm wie momentan war es noch nie«

Es ist der blanke Horror: Vor rund drei Wochen entdeckte ein Bewohner in der Friedrich-Naumann-Straße in Reutlingen eine Ratte

 
Vielfalt statt Einfalt
SebastianVielfalt statt Einfalt

Er hat sich Zeit gelassen. Sie haben gehandelt. Seine Wut steigert sich von Tag zu Tag. Sie öffnen die Arme und laden ein.

 
9.05 Uhr,  Gartenstraße – Der erste RSV Bus rollt die neue Hauptschlagader entlang
Sebastian9.05 Uhr, Gartenstraße – Der erste RSV Bus rollt die neue Hauptschlagader entlang

Es hagelt Lob von allen Seiten. Für ein Konzept. Das am 9. September auf die Wirklichkeit trifft. Dann startet der neue Reutlinger Busverkehr.

 
»A Bleile, a Blöggle und ganz viel Stolz«
Der Erste Schultag ist etwas ganz besonderes im Leben jeden Bürgers – wir sind auf der Suche nach netten Geschichten   »A Bleile, a Blöggle und ganz viel Stolz«

Dieser Tag markiert einen Wendepunkt. Jetzt beginnt das Leben richtig. Junge Menschen treten in die zivile Welt ein. Sie lernen lesen, schreiben, rechnen, erkennen Zusammenhänge, bilden Urteile. Und weil das alles so aufregend ist,  birgt der Erste Schultag viele Geschichten – mitreißende, fröhliche, freundliche, liebenswürdige Anekdoten. Jeder erlebt etwas Besonderes. 

 
Nur an den Symptomen herumdoktern
SebastianNur an den Symptomen herumdoktern

»Herr, schmeiß Hirn ra.« Muss einem angesichts der Situation in der Lederstraße nicht genau dieser Satz einfallen?

 
Title
SebastianTitle

Es reicht, denken sich die »Omas gegen rechts«. Sie wollen nicht weiter tatenlos zusehen, wie menschenverachtende Haltungen auch in Deutschland immer stärker werden. »Wenn im Bundestag, bei einer wenig bedeutenden Debatte, ein AfD-Vertreter von »der Machtergreifung Merkels» gesprochen wird und niemand sich beschwert, dann läuft grundsätzlich was falsch in diesem Land«, sagt Beate Müller-Gemmeke. Die Bundestagsabgeordnete der Grünen hatte vor Kurzem den Kontakt zu den »Omas gegen rechts« gesucht und sich nun mit ihnen getroffen.

 
»Freiwillig würden wir uns nicht in dieses Chaos begeben«
Sebastian»Freiwillig würden wir uns nicht in dieses Chaos begeben«

Schon mal eine Flex im Dauereinsatz gehört? Nein. Glück gehabt. Denn die letzten Tage in der Beutterstraße respektive am Burgplatz waren echt der Horror. Seit einiger Zeit wurden im Eilverfahren Steine für den neuen Fußweg aufs richtige Maß gebracht. Vorab wälzten sich riesige Asphaltmaschinen die Straßen entlang, gefolgt von lautstarken Rüttlern. Für Zaumgäste mag’s interessant gewesen sein, für die Anlieger wenig. 

 
Immer noch ein Knaller
Sebastian Immer noch ein Knaller

Sommerzeit, Eiszeit. Ganz klar. Im Ländle wird heuer eine ganz besondere Eiskreation gefeiert: 50 Jahre Spaghettieises! Ein runder Geburtstag: Gratulation! Doch wer hat's eigentlich erfunden? 

 
Finales Aus für den Radschnellweg?
SebastianFinales Aus für den Radschnellweg?

Es bleibt zu hoffen, dass das letzte Wort in Sachen Radschnellweg auf der alten Bahntrasse durch die nördliche Reutlinger Oststadt noch nicht gesprochen ist.

 
Es ist Zeit, Flagge zu zeigen
SebastianEs ist Zeit, Flagge zu zeigen

Unsäglich. Erschreckend und menschenverachtend: Eine Mitorganisatorin des »Respekt«-Fußballturniers wurde in einem Facebook-Eintrag heftig beleidigt. Zuvor hatte der feige anonyme Schreiber in seinem Post drei Straftaten angeführt, die von Geflüchteten begangen wurden

 
Da muss die Politik ran
SebastianDa muss die Politik ran

Ja. Klar. Pflege ist kein Thema, mit dem man sich gerne beschäftigt. Weil es nun mal alles andere als sexy ist, sich mit der eigenen Gebrechlichkeit, dem eigenen Altern zu beschäftigen. Oder mit dem von Eltern, Angehörigen, Verwandten. Das will eigentlich alles niemand wissen. Aber: Die deutsche Gesellschaft wird immer älter. Also auch wir. Das ist so.

 
Weit entfernt von radfahrfreundlich
SebastianWeit entfernt von radfahrfreundlich

Ach ja. Die Radwege in Reutlingen. Oder oft auch das Nichtvorhandensein selbiger. Viel ist schon darüber geschrieben worden. Auch über die eingeführten Fahrradstraßen in der Charlotten- und in der Bellinostraße. Doch wie sind die Wege tatsächlich? Ich fuhr los und unterzog mich einem Selbstversuch. Ich war ehrlich gesagt, ein wenig aufgeregt, denn: Sind die Wege wirklich so lebensgefährlich, wie manche behaupten?

 
Leerstände auf den Tisch
SebastianLeerstände auf den Tisch

»Im Kreis Reutlingen stehen 1 700 Wohnungen leer.« Das behauptet zumindest »Die Crew«, also jene Gruppierung unbekannter Mitglieder, die seit mittlerweile mehr als zwei Wochen ein Haus in der Kaiserstraße 39 besetzt hat. Nun könnte man es als Skandal ansehen, dass maskierte Menschen in ein fremdes Gebäude eindringen. Noch viel skandalöser ist jedoch die Tatsache der seit Jahren leer stehenden Wohnungen – und im speziellen Fall, dass das Haus auch noch der GWG gehört. Die Wohnungsgesellschaft der Stadt hat erstmal Anzeige erstattet, denn: Wo kämen wir denn da hin, wenn Hausbesetzungen wieder in Mode kommen würden? 

 
Demut, Demontage und Glück
SebastianDemut, Demontage und Glück

Stimmenkönig bei der Wahl zum Reutlinger Gemeinderat am 26. Mai 2019 war Dr. Karsten Amann. Amann? War das nicht der, der bei der CDU war, vor wenigen Wochen zu den Grünen gewechselt war und sogar kurzzeitig als grüner OB-Kandidat gehandelt wurde?

 
Metaller-Azubis auf der Alb haben schlechte Karten
SebastianMetaller-Azubis auf der Alb haben schlechte Karten

Die gute Nachricht zuerst: Vergangene Woche hat der Kreistag in seiner letzten Sitzung beschlossen, dass alle vier Standorte der Beruflichen Schulen im Landkreis (Reutlingen, Münsingen, Bad Urach und Metzingen) erhalten bleiben. Die letzte Kreistags-Sitzung war es nicht, weil das Gremium künftig nicht mehr existieren wird.

 
Stimmenfang auf dem Marktplatz
SebastianStimmenfang auf dem Marktplatz

»Grün ärgern – Blau wählen – AfD«, ist auf einem Plakat der »Alternative für Deutschland« in Reutlingen zu lesen. Das klingt irgendwie nach Kindergarten. Nach ätsch-bätsch-langer Nase - aber eben alles andere als nach konstruktiven Vorschlägen für eine bessere Kommunalpolitik. Naja. Die Reutlinger Christdemokraten haben sich vor allem darüber geärgert, dass einige ihrer Wahlplakate abgerissen und durch Plakate von anderen Parteien ersetzt wurden.

 
Plakativ werben - gar nicht so leicht
SebastianPlakativ werben - gar nicht so leicht

Was? Schon wieder wählen? Da war doch gerade eben erst was. OB-Wahl, oder? Und jetzt schon wieder? Und dann gleich drei oder vielleicht sogar viermal an einem Tag? Gemeinderat und Kreistag. Und wohnen Sie in einer Reutlinger Teilgemeinde oder in einem anderen Ort, der zu mehreren zusammengefasst wurde, sollen Sie dann auch noch den neuen Ortschaftsrat küren.

 
Erstaunliche Ergebnisse
SebastianErstaunliche Ergebnisse

»Die Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und vor allem die Kundenfreundlichkeit müssen erheblich verbessert werden«, hatte jemand geschrieben. Ansonsten werde es nicht klappen, mehr Menschen zum Umsteigen auf den öffentlichen Nahverkehr zu bewegen. Das war allerdings nur einer von unglaublich vielen Kommentaren, die der Reutlinger VCD (ökologische Verkehrsclub Deutschland) bei seiner Umfrage erhalten hatte. Innerhalb von nur drei Wochen haben sich insgesamt 1008 Menschen an der Befragung beteiligt - ein geradezu berauschender Wert. Kein Wunder also, dass sich Peter Stary, Susanne Eckstein und Hans Georg Weiß bei der Vorstellung der Umfrageergebnisse sehr erfreut zeigten.