TÜBINGEN. Mit großen Schritten kommt die Erschließung mit Glasfaser in den Gewerbegebieten des Tübinger Teilorts Hirschau voran. Die Stadtwerke Tübingen (swt) beginnen noch im Frühjahr mit Tiefbauarbeiten am Rittweg, um das Gewerbegebiet an das Glasfasernetz anzuschließen. Bereits 2019 waren die swt im Bereich Dischingerweg/ Heerweg gestartet. Am Rittweg gewannen die swt zu Jahresbeginn die öffentliche Ausschreibung – und setzen nun am Rittweg das erste vom Bund geförderte Glasfaser-Ausbauprojekt im Landkreis Tübingen um. In 12 Monaten soll das Gewerbegebiet, so die Planungen, erschlossen sein – mit 1.400 Metern langer Haupttrasse und weiteren 520 Metern Glasfaserleitungen für die Hausanschlüsse. Für die ansässigen Betriebe bieten sich dann neue Möglichkeiten.

Bis zu 25 Glasfaseranschlüsse könnten realisiert werden. Mit hohen Bandbreiten und der Möglichkeit, symmetrische Glasfaseranschlüsse – das heißt mit gleich schneller Datengeschwindigkeit im Up- und Download – einzurichten, können zukünftige Anschlussnehmer die Potenziale der schnellsten Internettechnik voll ausschöpfen. Das sorgt für Wettbewerbsfähigkeit in Zeiten rasant fortschreitender Digitalisierung und Industrie 4.0. Perspektivisch hängen Unternehmen und ganze Wirtschaftsstandorte immer stärker von einer stabilen, schnellen und ausfallsicheren Datenleitung ab. Für Landrat Joachim Walter stellt der Glasfaser-Anschluss einen „wesentlichen Standortvorteil für unsere Betriebe“ dar. Die Breitbandversorgung spiele im Bereich der infrastrukturellen Versorgung eine zentrale Rolle für den Erfolg der Betriebe – und damit auch für die Zukunftsfähigkeit unserer wirtschaftsstarken Region. „Der Anschluss an das Glasfasernetz leistet deshalb auch einen wichtigen Beitrag dazu, unsere Betriebe am Standort halten zu können." -rw