Aus dem Leben eines Balles: Verfängt er sich im Netz, dann jubeln ihm die Hälfte der Sportler zu, andere treten nach und schießen ihn auf den Mond. Das Leben eines Balles könnte rund und schön sein, wären da nicht die vielen Hände oder Füße, die treten, werfen, schlagen, pritschen, klatschen oder gar schießen. Wer einmal fühlen will, wie es sich anfühlt so ein rundes Ding zu sein, der sollte am 18. Juni nach Dapfen gehen. Dort ist am Sonntag Familientag und der SV feiert wie jedes Jahr mit seinen Mitgliedern und Freunden eine fröhliche Zeit. Dazu gehören auch immer Spiele, denn nur schwätzen ist ja auch nicht so schön, irgendwann fällt einem nichts mehr ein. Seit Jahren schon lockt der Verein mit einem Elfmeterturnier die Menschen auf den idyllischen Sportplatz oberhalb des Lautertals und bis vor zwei Jahren gab es auch noch einen Mountainbike-Sprint. Doch dafür interessierten sich immer weniger Menschen, der Zulauf ließ zu wünschen übrig, also hirnten die Verantwortlichen, was man besser oder besser gesagt neu machen kann. 
Oliver Stoß erzählte dann begeistert von seiner Erfahrung als Ball, und wie man damit kicken kann und vor allem einen Riesenspaß dabei hat.
Das Ausschussmitglied war nämlich schon einmal in einen großen Ball geschlüpft, und hat in Mehrstetten damit eine glückliche Zeit gehabt. 
Loopy-Ball nennt sich das Spiel, bei dem vier Menschen in Bällen gegen vier Menschen in Bällen kicken oder es versuchen. Kollisionen sind dabei unvermeidlich und auch gewollt, aber es passiert ja nichts, denn man trägt ja einen riesigen Airbag rundum mit sich herum. 
Ob dann ein Tor fällt oder keines, das ist nicht die Frage, »es geht vor allem um den Spaß«, sagt Heiko Glasbrenner, der im Verein die Sache organisiert und schon von Beginn seiner Tätigkeit als Verantwortlicher für die Loopy-Ball-Geschichte begeistert ist. Der Dapfener verspricht, jeder der mitmachen will, der kommt auch dran, vorausgesetzt er ist mindestens acht Jahre alt und wiegt nicht mehr als 130 Kilogramm. Nach den eingelaufenen Anmeldungen werden dann die gemischten Teams zusammengestellt. »Die Resonanz auf die Idee war bisher sehr gut«, so Glasbrenner. »Die Leute freuen sich darauf«. Da hören wir unseren Freund, den Dichter Friedrich Schiller (1759 - 1805) an die Türe klopfen, der uns einen Ratschlag mit auf den Weg gibt. »Nehmt mit was kommt, die Zeiten sind jetzt schwer. Drum muss der Mensch die Freude leicht ergreifen.«     –diet