Die Volksbank Reutlingen eG schaut mit zufriedenem Blick zurück auf das Geschäftsjahr 2019. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit konnte von 6,6 Millionen Euro auf 9 Millionen Euro gesteigert werden. Dies teilten die Vorsitzenden Siegfried Arnold und Thomas Krätschmer auf der Jahrespressekonferenz der Volksbank Reutlingen eG mit. 

Ausschlaggebend: gutes Kunden- und Kreditgeschäft
Grund für das positive  Abschneiden war das gute Kundengeschäft. Bei den bilanziellen Kundeneinlagen konnte im vergangenen Geschäftsjahr eine immense Steigerung um 80 Millionen Euro auf rund 1,22 Milliarden Euro verzeichnet werden. Die außerbilanziellen Kundeneinlagen, wie etwa Fonds und Aktien erhöhten sich auf 887 Millionen Euro – im Vorjahr waren es noch 791 Millionen Euro. Auch die Entwicklung des Kreditgeschäfts verlief besser als im Jahr zuvor. Die bilanzwirksamen Kredite erhöhten sich um 37 Millionen auf 1,062 Milliarden Euro. Für das Jahr 2019 weist die Volksbank Reutlingen einen Jahresüberschuss von rund 1,6 Millionen Euro aus. Im Vorjahr waren es 1,7 Millionen. Die Bilanzsumme hat sich von 1,377 Milliarden Euro auf 1,456 Milliarden Euro erhöht.
Anspruchsvolles Jahr
Die Genossenschaftsbank bezeichnete das vergangene Geschäftsjahr unter anderem wegen der anhaltenden Niedrigzinsphase, der fortschreitenden Digitalisierung und dem hohen Wettbewerbsdruck als »wiederum anspruchsvolles Jahr« und zeigte sich dementsprechend mit dem erzielten Ergebnis zufrieden. »Wir haben unsere gesteckten Ziele erreicht – und dies mit deutlich weniger Mitarbeitern im Vertrieb als geplant, da offene Stellen nicht mit qualifiziertem Personal nachbesetzt werden konnten«, teilte die Volksbank mit. Die Zahl der Beschäftigten ging von 276 auf 263 zurück. Der Personalaufwand sank von 16,4 Millionen Euro auf 15,9 Millionen Euro. 
Der Verwaltungsaufwand betrug im Vorjahr noch 24,9 Millionen Euro, 2019 belief er sich auf 24,5 Millionen Euro.
Für die Zukunft sehe man sich nach wie vor gut aufgestellt, so der Ausblick der Volksbank. 
Mit diesen Zahlen im Rücken geht man nun am 25. Mai in die Abstimmung der Genossenschaftsvertreter über die Fusion mit der Vereinigten Volksbank eG Sindelfingen. Durch den Zusammenschluss möchte man als Genossenschaftsbank auf Dauer wettbewerbsfähig bleiben. Ob die Fusion seitens der Reutlinger zustande kommt, liegt nun an deren Vertretern.                -rw