METZINGEN. Am Samstag, 7. März, einem Tag vor dem Internationalen Frauentag, hat in Metzingen eine ganz besondere Veranstaltung Premiere: Der  »1. Frauen-Dialog« ist am Start. In der Musikschule Metzingen, Nürtinger Straße 45 bietet sich den ganzen Tag über die Möglichkeit für Frauen mit und ohne Migrationshintergrund untereinander ins Gespräch zu kommen. Der ganze Tag steht unter dem Motto »Meine Geschichte, Meine Erfahrung, Meine Träume«. Es gibt viele Vorträge und Workshops. Eine Filmdoku, gedreht mit Schülerinnen der beiden Metzinger Schulen, ein »Markt der Möglichkeiten«, bei dem sich Firmen, Dienstleister, Läden und Organisationen aus der Region präsentieren, Musik und gutes Essen runden das Ganze ab. Für die Kinder gibt's eine extra Betreuung. runden die Veranstaltung ab. Der Eintritt ist frei.

Den Frauen mehr Mut machen 
»Natürlich sind wir gespannt, wie viele Frauen das Angebot annehmen«, sagt Karina Montes. Die 46-Jährige stammt aus Venezuela und lebt seit 22 Jahren in Deutschland. Ihr Wohnsitz ist in Tübingen. 2019 wurde sie zur Integrationsbeauftragten der Stadt Metzingen. Die Idee für solch eine Veranstaltung kam ihr bei einem Besuch in Reutlingen. Dort lernte sie Arek Warstand kennen. Die aus dem Irak stammende Frau wohnt seit 20 Jahren in Deutschland und engagiert sich sehr für ein respektvolles Miteinander. Dazu gehört es eben auch, gut miteinander »vernetzt« zu sein. 


Aktive Frauen publik machen
Offene Ohren fand Montes sofort bei Bettina Scharping. Für Scharping, die in Metzingen zuhause ist, sei es eine Herzensangelegenheit, dass »wir in unserer Stadt gut zusammenleben«. Beide wollen einen Grundstein legen, um allen Frauen aller Generationen mehr Mut zu machen, aufeinanderzuzugehen, gemeinsame Stärken zu finden und diese auch einzusetzen. »Den Hin- und her-Austausch wollen wir fördern«, sagt Scharping. Seit geraumer Zeit wird an dem Programm beziehungsweise an dem »Besonderen ersten Frauen Dialog-Tag« gefeilt. Unterstützung bekommen die beiden Organisatorinnen von vielen Metzinger Einrichtungen wie zum Beispiel der Polizei, einer Buchhandlung, einem Friseur und der Diakonie. Sie alle sind mit einem kleinen Stand in den Fluren der Musikschule vertreten und bilden so eine Art «Mini-Messe».
Film gucken in der Musikschule
Um auf die Vielfalt der Kulturen einzugehen und diese auch transparent zu machen, wurden acht Mädchen im Alter von 14 bis 16 Jahren von der Realschule und dem Gymnasium mit und ohne Migrationshintergrund porträtiert.  Die Tübinger Filmemacherin Angelika Reicherter bietet darin den Menschen in dieser Dokumentation eine Plattform für ihre Geschichte, Erfahrungen und Träume. Auch die jungen Frauen, die beim Entstehen des Filmes mitgewirkt haben, kommen zu Wort und sprechen über ihre Gedanken zu diesem Projekt. Gedreht wurde Anfang des Jahres. Der Trailer läuft seit Februar im Metzinger Kino. Am 7. März wird die Filmdoku »Vielfalt in Metzingen« um 16.30 Uhr gezeigt, vorab gibt es eine kurze Einführung.  Beginnen wird der Tag um 9.30 Uhr. Eine Viertelstunde später, um 9.45 Uhr, berichtet Kook-Nam Cho-Ruwwe, Vorstandsvorsitzende DaMigra über »Gleichberechtigte Teilhabe von Migrantinnen«. Oberbürgermeister Ulrich Fiedler und der international forschende Migrationsanthropologe Tilman Lanz werden ebenfalls erwartet.                 -pi

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