»Lass dich nicht verbittern«
Sebastian»Lass dich nicht verbittern«

Schon im April dieses Jahres wurde bekannt, dass zum Ende 2018 die Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlingen (Bamf) in Eningen geschlossen werden soll.

 
Brechstangen statt Engelszungen
SebastianBrechstangen statt Engelszungen

[2] Auch wenn in Stuttgart betont wird, dass der Landtag noch bis Ende des Jahres darüber befinden wolle, ob Reutlingen ein Stadtkreis werden darf, hat die Stadt jetzt die lange Warterei satt: Zweigleisig soll nun geklagt werden. In Vorbereitung ist eine Klage der Stadt beim Staatsgerichtshof, um gegen die Untätigkeit des Landes vorzugehen. Vor knapp dreieinhalb Jahren hatte Reutlingen beantragt, ein Stadtkreis zu werden, sich so vom Landkreis zu lösen.

 
Wider den Verkehrslärm
SebastianWider den Verkehrslärm

[1] »Jetzt stellen Sie doch einfach die Tempo-30-Schilder auf, da brauchen Sie doch keinen Lärmschutzplan dafür«, polterte Hans Knecht vergangene Woche während der Sitzung des Mittelstädter Bezirksgemeinderats. Angesprochen hatte Knecht damit Gerhard Lude als Zuständigen für Straßen und Verkehr beim städtischen Tiefbauamt. Ein neuer Lärmschutzplan der Stadt soll entwickelt werden, an Ortsdurchgangsstraßen war die Kommune bislang allerdings zumeist ziemlich machtlos, denn: Die Durchgangsstraßen durch Gemeinden und Städte hindurch sind zumeist Landesstraßen – weil sie eben die Kommunen miteinander verbinden.

 
Kreuz und quer über die Fahrradpisten
SebastianKreuz und quer über die Fahrradpisten

Die Reutlinger Bevölkerung fremdelt noch sehr mit den neuen Fahrradstraßen. Jedenfalls sind Schüler, Eltern und Anwohner mehr als nur verwirrt. Sie wollen endlich wissen, welche Verkehrsregelungen seit Kurzem in der Bellino- und in der Moltkestraße denn nun gelten. Hinzu kommt der Vorwurf, dass die Stadt das Projekt nur unvollständig umgesetzt habe. Das sagt jedenfalls eine Gruppe, die sich den Namen »Eltern für radelnde Schüler« (Efrs) gegeben hat.

 
Achtung – erfreulich viel Geld vorhanden
SebastianAchtung – erfreulich viel Geld vorhanden

Ein »Hochkaräter« sei der neue Haushalt für die beiden kommenden Jahre 2019 und 2020, betonte Reutlingens Oberbürgermeisterin Barbara Bosch vergangene Woche. Der Doppelhaushalt für die Stadt steht zum einen im Zeichen der extrem guten Einnahmezahlen – die Steuern sprudeln momentan so gut wie selten zuvor. Hinzu kommen Fördermittel von Bund und Land für Busnetz, Regionalstadtbahn und mehr. Die Stadt selbst sieht allein für den Radverkehr in den kommenden beiden Jahren 4,1 Millionen Euro vor, für das Stadtbusnetz 4,8 Millionen. »In den kommenden zehn Jahren wird die Stadt rund 100 Millionen Euro allein in das Busnetz investieren«, sagte Bosch beim Pressegespräch.

 
Die Bürgermeister-Macher
SebastianDie Bürgermeister-Macher

Wer sich als Erster aus der Deckung wagt – hat am Ende oft das Nachsehen. So ähnlich lauten Sprüche und Weisheiten, wenn es um Personalien geht. Und so köchelt die Gerüchteküche in Sachen Oberbürgermeisterwahl in Reutlingen noch auf kleiner Flamme. Die Gemeinderats-Fraktionen sind längst auf der Suche nach geeignetem Personal, halten sich aber zumeist noch bedeckt. Wobei nicht vergessen werden darf, dass Bewerber natürlich auch von sich aus initiativ werden können. Bekanntlich tritt Amtsinhaberin Barbara Bosch nicht mehr an, ihre Amtszeit endet am 2. April 2019. Im Februar 2019 bereits werden rund 90 000 Reutlinger zu den Wahlurnen gerufen. Sie sollen einen der attraktivsten Posten in Baden-Württemberg vergeben. Doch wer könnte das sein, wer traut sich?

 
Nichts tun ist grottenfalsch
SebastianNichts tun ist grottenfalsch

Soll man da lachen oder heulen? Oder könnte einem denn doch der Hut hochgehen, wenn Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) per Video verbreiten lässt, dass er »die Diesel-Debatte als viel zu emotional« betrachtet? Der hat leicht reden, fährt sicherlich keinen älteren Diesel der Euro-Norm 4 oder 5. Insgesamt 1,3 Millionen Fahrzeuge bundesweit könnten von dem Verbot betroffen sein, verkündete die Nachrichtenagentur dpa. Nicht mitgerechnet wären dabei allerdings die Einpendler, die tagtäglich in die jeweiligen Städte reinfahren. So auch in Reutlingen. 

 
Und wer hat’s erfunden? Die Reutlinger
SebastianUnd wer hat’s erfunden? Die Reutlinger

Pfiffig, wegweisend, ausdrucksstark und pädagogisch wertvoll: Dieses Lob erhielten in den Medien Unbekannte, die vor dem Reutlinger Friedrich-List-Gymnasium ein Verkehrsschild aufstellten, das es laut Straßenverkehrsordnung überhaupt nicht geben darf: den Warnhinweis auf »Smombies«. 
Zu sehen sind die Umrisse eines Mannes und einer Frau, die gesenkten Hauptes auf ihre Handys starren – und dabei ruck-zuck überfahren werden könnten.

 
Aus war’s mit dem Ferienhaus
SebastianAus war’s mit dem Ferienhaus

Gauner, Betrüger und gut organisierte Berufskriminelle machen zehntausenden Menschen regelmäßig die schönste Zeit des Jahres kaputt, ihren Urlaub. Die Banden bieten im Internet Ferienwohnungen oder -Häuser an - und holen sich das Geld per Vorkasse. Gelockt wird mit »zwei Prozent Skonto«. Die Immobilien gibt es zwar, denn die Schurken haben sie vorher abfotografiert, aber deren Besitzer wissen von nichts. Das Geld ist futsch. Wenn jemand eine Reise tut kann er also leider auch sein blaues Wunder erleben.