Hier entsteht ein zugeschüttetes Loch
SebastianHier entsteht ein zugeschüttetes Loch

Autofahrer bewegen sich im Slalom durch Baustellen. Und sie müssen, für Auswärtige nicht sofort nachvollziehbare, Umwege fahren. Dabei wird es für Radfahrer leider oft auch bedenklich eng. Der Zielkonflikt ist programmiert - jedes Jahr aufs Neue. Zwischen Mai und Oktober wird feste gebuddelt, werden Strom,- Glasfaser und Wasserleitungen verlegt. Und am Ende kommt immerhin auch ein neuer Fahrbahnbelag drauf.

 
Geld aus Berlin für Reutlinger Busverkehr
SebastianGeld aus Berlin für Reutlinger Busverkehr

Mehr auf einmal geht nicht: Statt noch mehr giftigen Stickoxiden bekommt Reutlingen nun eine große Portion Sauerstoff, in Form einer Finanzspritze aus Berlin – für die Luftreinhaltung, für eine intelligente Mobilität – und für den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV). In der Achalmstadt sollen nicht nur 100 neue Bushaltestellen her, zehn neue Linien und 20 neue Busse. Auch sind bessere und neue Querverbindungen im RSV-Netz geplant - samt »Quartierbussen« in den Stadtbezirken.

 
Wer schürt hier welche Ängste?
SebastianWer schürt hier welche Ängste?

[1] Das war schon ein dicker Hund, den Pascal Kober vergangene Woche per »Pressemitteilung« vom Stapel gelassen hatte. Die Überschrift lautete: »Wohlfahrtsverband beklagt Ängste, die er selbst geschürt hat.« Damit reagierte der Reutlinger FDP-Bundestagsabgeordnete auf das Jahresgutachten des Paritätischen Wohlfahrtsverbands und bemängelte, dass der Verband »trotz der guten wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in Deutschland jedes Jahr aufs Neue Alarm schlägt«.

 
Üben Lebensretter bald auf dem Trockenen?
SebastianÜben Lebensretter bald auf dem Trockenen?

Sommer und sengende Hitze: Die Freibäder und Badeseen sind voll. Doch die DLRG, die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft schlägt Alarm: Bis Anfang August sind schon 300 Erholungssuchende ums Leben gekommen. 2017 ertranken im ganzen Jahr 404 Menschen. Und wie lässt sich das verhindern? Auch durch gut ausgebildete Rettungsschwimmer, die »Baywatch«-Leute zwischen Usedom und Bodensee, die zumeist in örtlichen Vereinen groß wurden.

 
OB Barbara Bosch kandidiert nicht mehr
SebastianOB Barbara Bosch kandidiert nicht mehr

Überrascht waren wohl alle, als Reutlingens Rathauschefin am vergangene Woche verkündete: Sie werde im kommenden Jahr keine dritte Amtszeit anstreben. Von Bestürzung im Gemeinderat wurde berichtet, dass die Stadträte schockiert waren, manche sogar sprachlos, wie im Reutlinger General-Anzeiger zu lesen war. Dennoch sei Beifall in der Gemeinderatssitzung aufgebrandet. »Wohl mehr als Respekt für Boschs Entscheidung zu werten, denn als Ausdruck der Zustimmung« zum Rücktritt, stand am Mittwoch vergangene Woche im GEA. Allerdings waren nicht alle Äußerungen von Respekt und Bedauern geprägt. Die CDU-Fraktion etwa ließ es sich nicht nehmen, der OB noch einmal kräftig gegen das Schienbein zu treten: »Die Entscheidung von Frau Bosch, nicht erneut zu kandidieren, ist gut für Reutlingen«, schrieb die CDU.

 
Das Schaufenster RT dekorieren
SebastianDas Schaufenster RT dekorieren

Die gute Nachricht zuerst: Mit 9 488 Umfrage-Teilnehmern, davon 2 206 von außerhalb der Stadt, haben die Reutlinger die Experten echt überrascht. Und bald jede/r Zehnte von ihnen war am 19. Juli in die Stadthalle gekommen, um zu erfahren, wie man »die Marke Reutlingen« am besten vermarkten könne. Diese Beteiligung sei bundesweit »absolut Champions League«, sagte der von der Stadt beauftragte Experte Peter Pirck von der Firma Markenberatung Brandmeyer aus Hamburg. 

 
Schleichendes Gift für die Demokratie
SebastianSchleichendes Gift für die Demokratie

[3] Im Moment wird oftmals der Verlust der eigentlich bei uns doch so hochgehaltenen Werte beklagt. Solidarität, Mitgefühl, Toleranz, Mitmenschlichkeit. In den eigenen vier Wänden gelten die Werte vielleicht noch. Aber vor der Haustür? Da ist kein Platz mehr dafür. So verhalten sich momentan US-Präsident Trump, Türkeis Erdogan, Ungarns Orban und noch einige andere Länder. Und mittendrin: Deutschland. Auch bei uns sind die Töne in den vergangenen Monaten schärfer, rauer, unmenschlicher geworden. 

 
Wo Träume Wirklichkeit wurden
SebastianWo Träume Wirklichkeit wurden

»Das selbstverwaltete Jugendzentrum ‚Kulturschock Zelle’ lebt und feiert sich selbst.« Das war vergangenen Samstag in den Reutlinger Nachrichten zu lesen und es stimmt beides: Die Aktiven in der Zelle haben sich von Anfang als genau das gesehen, was sie auch heute noch sind - anders. Weit weg von Spießigkeit oder »Kleinbürgerlichkeit«, wie auf ihrer Homepage heute noch zu lesen ist: »Zwischen Industrie, Kleinbürgerlichkeit und kommerzieller Pseudokultur erwachte vor 50 Jahren die Zelle.«

 
Hotel-Profis warnen vor dem neuen Turmbau
SebastianHotel-Profis warnen vor dem neuen Turmbau

[4] »Das gibt einen Verteilungskampf Kampf auf Biegen und Brechen!« Hans-Joachim Neveling, der Pionier und Grandseigneur der Hotellerie nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um das nun beschlossene »Parkhotel« gegenüber der Reutlinger Stadthalle geht. 32 Stadträte stimmten für einen Erbbaurechtvertrags mit dem Pforzheimer Investor Wolfgang Scheidtweiler, vier votierten dagegen.