Ein Gefühl der Unsicherheit
SebastianEin Gefühl der Unsicherheit

[1] Reutlingen ist eine der sichersten Städte in ganz Deutschland. Die Kriminalitätsstatistik 2017 zeigt das auf und beweise, dass die Achalmstadt damit »deutlich unter dem Landesdurchschnitt« liege, wie Polizeipräsident Prof. Alexander Pick vor kurzem bei einer Veranstaltung zum Thema Sicherheit betonte.

 
Sondergelände »Wappentier Reutlingen?«
SebastianSondergelände »Wappentier Reutlingen?«

Es waren einmal vier Lamas auf einer wunderbar grünen Wiese. Die Tiere standen da vor sich hin, grasten, spuckten nicht mal, erfreuten zahlreiche Kinder und ihre Eltern, die dort spazierengingen. Weil aber auf dieser herrlich grünen Wiese auch eine Tanne stand, die sich auf das Grundstück der Nachbarin neigte, ersann sich die Frau eine kleine Gemeinheit.

 
Einfach noch mal in sich gehen
SebastianEinfach noch mal in sich gehen

[2] Es kommt einem fast so vor, als stünden sich zwei Stiere in einer Arena gegenüber. Wutschnaubend, mit den Hufen scharrend, verärgert über die Anwesenheit des Anderen. Die beiden Stiere - beziehungsweise das selbstverwaltete Jugendzentrum »Kulturschock Zelle« und die Reutlinger Stadtverwaltung – scheinen sich dabei vom ersten Tag an unversöhnlich gegenüberzustehen. Vor ein paar Jahren ging das sogar bis vor den Verwaltungsgerichtshof in Mannheim.

 
Der Plan wirkt
TüpischDer Plan wirkt

[1] Was den Reutlingern die Pförtnerampeln, sind den Tübingern die Langzeit-Baustellen: Sie verursachen Stau. 

 
Es fehlt an Respekt
SebastianEs fehlt an Respekt

[1] »Ich war sehr verärgert«, sagt Bettina Noack über die Äußerung des CDU-Politikers Jens Spahn. Der hatte vor kurzem behauptet, wer Hartz IV beziehe, sei nicht arm. Ein regelrechter Shitstorm prasselte daraufhin auf den Bundestagsabgeordneten ein, Ex-Arbeitsminister Norbert Blüm nannte den Nachwuchspolitiker »eiskalt, herzlos und ohne Empathie«. Eine Hartz-IV-Bezieherin forderte Spahn auf, er solle doch mal einen Monat von dem Regelsatz leben. 

 
Die Sonne dreimal dadurch scheint
SebastianDie Sonne dreimal dadurch scheint

Wird die Laugenbrezel bald aussterben? Zu teuer und zu aufwändig sei sie in der Herstellung, lässt sich neuerdings vernehmen.

 
Behördlich verordnetes Verkehrs-Chaos
SebastianSebastian: Behördlich verordnetes Verkehrs-Chaos

[6] Tatort Reutlingen, Samstag, 15. 45 Uhr - mit Sicherheit keine Stoßzeit. Der Verkehr staut sich auf den 1,9 Kilometern zwischen der Ortseinfahrt am Hohbuchknoten – bis hin zur AOK. Vor der Panikreaktion der Behörden – »bitte keine Fahrverbote für Diesel-Autos« – bewältigten wir diese Strecke in zwei Minuten – nun brauchen wir mindestens eine Viertelstunde. 

 
So schön und so verlogen
Sebastian"So schön und so verlogen"

[4] »Ehe und Familie sind die Keimzelle des menschlichen Zusammenhalts«, sagte Asylpfarrerin Ines Fischer vergangene Woche in der Reutlinger Marienkirche. »Der Zusammenhalt in den Familien ist die wichtigste Grundlage einer menschlichen und zukunftsfähigen Gesellschaft«, zitierte Fischer weiter aus dem Grundsatzprogramm der CSU vom September 2007. »Der Familiennachzug bleibt ausgesetzt«, ruft daraufhin ein Chor von Mitarbeitern der Flüchtlingsarbeit und Pfarrern, die das »Politische Nachtgebet« am Dienstagabend vorbereitet hatten – diese Form des Protests soll künftig wieder ihren festen Platz in Reutlingen finden. »Familien sind das Fundament unserer Gesellschaft«, liest Fischer weiter vor. »Familie ist der Ort, an dem Partnerschaft und Solidarität gelebt wir«, heißt es im CDU-Grundsatzprogramm. »Der Familiennachzug bleibt ausgesetzt«, erwidert der Chor mehrfach, immer lauter, eindringlicher. »Eine erfolgreiche Kinder- und Familienpolitik gehört zu den Schlüsselfragen für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes«, ruft Fischer verzweifelt. So steht es im SPD-Programm geschrieben. »So schön und so verlogen«, zieht Jörg Mutschler in seiner Ansprache ein eindeutig negatives Fazit der politischen Verweigerungshaltung der Regierung gegenüber dem Familiennachzug von Kriegsflüchtlingen. »Kinder- und Familienschutz sind wohlfeile Lippenbekenntnisse der Regierungsparteien, Muster ohne Wert«, so der Pfarrer im Ruhestand.

 
Heute schon gut getafelt?
SebastianSebastian: Heute schon gut getafelt?

Die Meldungen über die Zustände der Tafel in Essen schlugen hohe Wellen. Die Betreiber nahmen seit Mitte Januar keine Ausländer mehr als »Neukunden« an. Sie begründeten den Schritt damit, dass sich ältere Menschen und alleinerziehende Mütter von den vielen fremdsprachigen jungen Männern, zumeist aus Nordafrika, abgeschreckt und bedrängt fühlen.