SebastianWeit entfernt von radfahrfreundlich
Weit entfernt von radfahrfreundlich

Ach ja. Die Radwege in Reutlingen. Oder oft auch das Nichtvorhandensein selbiger. Viel ist schon darüber geschrieben worden. Auch über die eingeführten Fahrradstraßen in der Charlotten- und in der Bellinostraße. Doch wie sind die Wege tatsächlich? Ich fuhr los und unterzog mich einem Selbstversuch. Ich war ehrlich gesagt, ein wenig aufgeregt, denn: Sind die Wege wirklich so lebensgefährlich, wie manche behaupten?

 
Leerstände auf den Tisch
SebastianLeerstände auf den Tisch

»Im Kreis Reutlingen stehen 1 700 Wohnungen leer.« Das behauptet zumindest »Die Crew«, also jene Gruppierung unbekannter Mitglieder, die seit mittlerweile mehr als zwei Wochen ein Haus in der Kaiserstraße 39 besetzt hat. Nun könnte man es als Skandal ansehen, dass maskierte Menschen in ein fremdes Gebäude eindringen. Noch viel skandalöser ist jedoch die Tatsache der seit Jahren leer stehenden Wohnungen – und im speziellen Fall, dass das Haus auch noch der GWG gehört. Die Wohnungsgesellschaft der Stadt hat erstmal Anzeige erstattet, denn: Wo kämen wir denn da hin, wenn Hausbesetzungen wieder in Mode kommen würden? 

 
Demut, Demontage und Glück
SebastianDemut, Demontage und Glück

Stimmenkönig bei der Wahl zum Reutlinger Gemeinderat am 26. Mai 2019 war Dr. Karsten Amann. Amann? War das nicht der, der bei der CDU war, vor wenigen Wochen zu den Grünen gewechselt war und sogar kurzzeitig als grüner OB-Kandidat gehandelt wurde?

 
Metaller-Azubis auf der Alb haben schlechte Karten
SebastianMetaller-Azubis auf der Alb haben schlechte Karten

Die gute Nachricht zuerst: Vergangene Woche hat der Kreistag in seiner letzten Sitzung beschlossen, dass alle vier Standorte der Beruflichen Schulen im Landkreis (Reutlingen, Münsingen, Bad Urach und Metzingen) erhalten bleiben. Die letzte Kreistags-Sitzung war es nicht, weil das Gremium künftig nicht mehr existieren wird.

 
Stimmenfang auf dem Marktplatz
SebastianStimmenfang auf dem Marktplatz

»Grün ärgern – Blau wählen – AfD«, ist auf einem Plakat der »Alternative für Deutschland« in Reutlingen zu lesen. Das klingt irgendwie nach Kindergarten. Nach ätsch-bätsch-langer Nase - aber eben alles andere als nach konstruktiven Vorschlägen für eine bessere Kommunalpolitik. Naja. Die Reutlinger Christdemokraten haben sich vor allem darüber geärgert, dass einige ihrer Wahlplakate abgerissen und durch Plakate von anderen Parteien ersetzt wurden.

 
Plakativ werben - gar nicht so leicht
SebastianPlakativ werben - gar nicht so leicht

Was? Schon wieder wählen? Da war doch gerade eben erst was. OB-Wahl, oder? Und jetzt schon wieder? Und dann gleich drei oder vielleicht sogar viermal an einem Tag? Gemeinderat und Kreistag. Und wohnen Sie in einer Reutlinger Teilgemeinde oder in einem anderen Ort, der zu mehreren zusammengefasst wurde, sollen Sie dann auch noch den neuen Ortschaftsrat küren.

 
Erstaunliche Ergebnisse
SebastianErstaunliche Ergebnisse

»Die Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und vor allem die Kundenfreundlichkeit müssen erheblich verbessert werden«, hatte jemand geschrieben. Ansonsten werde es nicht klappen, mehr Menschen zum Umsteigen auf den öffentlichen Nahverkehr zu bewegen. Das war allerdings nur einer von unglaublich vielen Kommentaren, die der Reutlinger VCD (ökologische Verkehrsclub Deutschland) bei seiner Umfrage erhalten hatte. Innerhalb von nur drei Wochen haben sich insgesamt 1008 Menschen an der Befragung beteiligt - ein geradezu berauschender Wert. Kein Wunder also, dass sich Peter Stary, Susanne Eckstein und Hans Georg Weiß bei der Vorstellung der Umfrageergebnisse sehr erfreut zeigten.

 
Tanzen oder nicht – das ist die Frage
SebastianTanzen oder nicht – das ist die Frage

Nein, soweit ich weiß, ist der 3. Mai kein Feiertag. Und trotzdem wollen die Aktiven von Kulturschock Zelle und ROSA (Reutlingen for Organisation, Solidarity and Actions) eine »Nachttanzdemo« um 19 Uhr am Hauptbahnhof durchführen. Wie schon am Karfreitag auf dem Marktplatz mit nicht mehr als 50 Teilnehmern wollen sie damit auf die Trennung von Staat und Kirche hinweisen. Beziehungsweise auf das Tanzverbot an kirchlichen Feiertagen. 

 
Kliniken bloß nicht privatisieren
SebastianKliniken bloß nicht privatisieren

[1] Nein, wir fangen heute nicht mit den Folgen des Dieselskandals an. Es gibt auch noch andere Dinge, denen die volle Aufmerkskamkeit gewidmet sein sollte: Unsere Kliniken im Lankreis beispielsweise. Es ist mit Sicherheit keine leichte Entscheidung, wie die Kreiskliniken künftig geführt werden sollen. Wenn Norbert Finke und Friedemann Salzer als Direktoren-Duo im Frühjahr 2020 ausscheiden, dann muss ein neues Modell her.

 
Plädoyer für mehr Menschlichkeit
SebastianPlädoyer für mehr Menschlichkeit

Sie haben mich sehr nachdenklich gemacht, Herr … Ach so, ich soll Ihren Namen ja hier nicht nennen. Weil Sie Angst davor haben, dass die »Antifa mit Drohungen« dann bei Ihnen anrufen könnte. »So weit sind wir schon gekommen«, schreiben Sie in Ihrem ausführlichen »Beschwerdebrief« ans WOCHENBLATT. »Was nicht links ist, wird bekämpft«, behaupten Sie.

 
Die demokratischen Kräfte stärken
SebastianDie demokratischen Kräfte stärken

[1] »Im Namen der Stadt und auch ganz persönlich« wünschte Reutlingens Erste Bürgermeisterin Ulrike Hotz am vergangenen Freitagabend dem neuen Oberbürgermeister Thomas Keck »die für das Amt notwendige Ruhe und Gelassenheit«. Ja. Ruhe und Gelassenheit wird er wahrlich brauchen. Denn es warten jede Menge Aufgaben und Herausforderungen auf ihn.

 
Spezialisten am Werk
SebastianSpezialisten am Werk

[1] Ja, da könnte einem tatsächlich der Hut hochgehen. Wenn man sich früh morgens ins Auto setzt, um zur Arbeit zu fahren. Und man dann mal wieder gefühlte Stunden an einer der noch offenen Steigen im Kreis Reutlingen im Stau steht. Und die Aussicht, abends auf dem Heimweg genau das Gleiche wieder zu erleben - das ist nicht lustig. Das ist ärgerlich. Und obendrein auch noch frustrierend. 

 
Endlich Verantwortung einfordern
SebastianEndlich Verantwortung einfordern

So. Jetzt hat uns die böse, böse Deutsche Umwelthilfe (DUH) schon wieder eine vor den Latz geknallt: Vor dem Verwaltungsgerichtshof in Mannheim klagte die DUH - und hat jetzt schon wieder recht bekommen. Was für eine Frechheit … aber egal: Das Gericht hat entschieden. Und dann müssen wir als Bürgerinnen und Bürger davon ausgehen, dass die Klage berechtigt war - und die ergriffenen Maßnahmen in Reutlingen tatsächlich nicht ausreichen, um den Stickstoffdioxid-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter im Jahresdurchschnitt endlich zu unterschreiten.

 
Was Neues, Innovatives auf dem Kasernengelände?
SebastianWas Neues, Innovatives auf dem Kasernengelände?

Es gibt eine ganze Menge an neuen Wohngebieten, die in Reutlingen momentan gebaut oder noch entwickelt werden. Das »Blue Village« gegenüber vom Bauhaus-Baumarkt gehört dazu, das Bihler-Areal im Rin-gelbachgebiet und nun kommt aich noch die Ypernkaserne im selben Gebiet hinzu. Ausgangspunkt für die aufgenommenen Planungen war nach den Wor-ten von Reutlingens oberstem Stadtplaner Stefan Dvorak der Wunsch des benachbarten Aldi-Markts, die Grundfläche zu vergrößern – von jetzt 800 Quad-ratmetern auf 1 200 bis 1 400 Quadratmeter.

 
Platz für rasende Radler?
SebastianPlatz für rasende Radler?

[1] Oha, da gehen sie aber hoch, die Emotionen. Und das bei einem Thema, das doch eigentlich Frohlocken bei allen Freundinnen und Freunden alternativer Verkehrskonzepte auslösen müsste. Aber: Egal, was man sich ausdenkt, was konzipiert wird und wofür es sogar richtig viel an Fördergeldern geben soll – immer und überall finden sich Bedenkenträger. Besserwisser. Gegner. So nun auch beim Vorschlag der Stadt, auf der alten Honauer Bahntrassse in Reutlingen zwischen Eninger Weg und Hauptbahnhof einen Radschnellweg zu installieren.

 
Lasst den Wind in Räder wehen
SebastianLasst den Wind in Räder wehen

Kommen sie jetzt, die Windräder auf dem Hügel bei Undingen? Oder kommen sie nicht? Das Urteil des Verwaltungsgerichts Sigmaringen vor knapp drei Wochen hat zumindest die Bedenken des Denkmalschutzes aus dem Weg geräumt – oder anders ausgedrückt: Die 9. Kammer des Gerichts hat mit ihrer Entscheidung die vom Landratsamt Reutlingen verweigerte Baugenehmigung für die Firma Sowitec aus Gründen des Denkmalschutzes verworfen. Dabei hatten Vertreter des Landesamtes für Denkmalschutz einen Tag zuvor sehr eindrücklich darzulegen versucht, dass das Schloss Lichtenstein zusammen mit der Umgebung ein erhaltenswertes Denkmal und sozusagen ein Gesamtkunstwerk darstelle.

 
Keck knapp vor Schneider
SebastianKeck knapp vor Schneider

Bei der finalen Entscheidung, wer neuer Oberbürgermeister von Reutlingen wird, von einem Wahl-Krimi zu sprechen, wäre gnadenlos untertrieben. Wer sich nämlich am vergangenen Sonntagabend ins Rathausfoyer begeben hatte und in der Menschenmenge von rund 500 Interessierten mitfieberte, der fühlte sich zeitweise eher wie in einer Handballarena. Die Stimmung wogte bei extremer Anspannung hin und her, auf und ab. Während jedoch sowohl Dr. Carl-Gustav Kalbfell und Dr. Christian Schneider in Erwartung des Endergebnisses weiterhin ihr Wahlkampflächeln präsentierten, wirkte Thomas Keck extrem angespannt nach dem offensichtlich anstrengenden Wahlkampf – und damit wirkte Keck auch sehr authentisch.

 
Reutlinger Wähler im Faschingsstress?
SebastianReutlinger Wähler im Faschingsstress?

Jetzt also auf in die zweite Runde: Am kommenden Sonntag wird erneut gewählt, dann entscheidet sich’s, wer ins Reutlinger Rathaus als neuer Chef einzieht. Vier Kandidaten sind’s noch. Ein einziger weiterer wollte zudem noch mitmischen – nein, nicht Dr. Karsten Amann. Der hatte zwar rund 600 Stimmen im ersten Wahlgang errungen, obwohl er gar nicht kandidiert hatte. Amann dementierte aber schnell eine Kandidatur im zweiten Anlauf. Stattdessen klopfte Andreas Wallenwein nochmals an die Rathaustür – allerdings erneut vergebens.

 
Aktiver Mord im Mittelmeer
SebastianAktiver Mord im Mittelmeer

Die »Seawatch 3« ist zurzeit nahezu jeden Tag in den Medien. Das Rettungsboot sucht im Mittelmeer ununterbrochen nach Flüchtlingen, um sie aus zumeist lebensbedrohlicher und aussichtsloser Situation zu retten.

 
Eins gilt: Gehen Sie wählen
SebastianEins gilt: Gehen Sie wählen

[1] Haben Sie sich schon entschieden, wem Sie bei der Oberbürgermeister/in-Wahl am kommenden Sonntag ihr Kreuzchen schenken? Ja? Tatsächlich? Dann haben Sie vielen Wählern Einiges voraus. Denn: Viele wissen wirklich nicht, wen sie wählen sollen. Ich auch nicht. Oder obwohl … Ich könnte Ihnen hier ja mal einen (alles andere als ernst gemeinten) Wahl-Check präsentieren und die fünf Kandidaten mal etwas anders vorstellen als bei den mittlerweile doch recht zahlreichen Podien – bei denen keine gravierenden Unterschiede festzustellen waren. Also bleibt es jetzt an mir hängen, etwas genauer hinzuschauen. 

 
Klar ist, dass nichts klar ist
SebastianKlar ist, dass nichts klar ist

Kein »Quantum Trost«, wie bei James Bond, sondern als »Ein Quantum Frust« müsste aktuell der Titel heißen. Was derzeit im Britischen Parlament abgeht ist schlicht und ergreifend filmreif. Allerdings wird dort kein Film gedreht, sondern es geht schlicht um die Zukunft Großbritanniens (GB). Dabei können viele von uns das Gezerre um den Brexit schon lange nicht mehr hören. Die »Never Ending Story« hat mittlerweile ein Niveau erreicht, welches einer Provinzposse gleich kommt.