SebastianKliniken bloß nicht privatisieren
Kliniken bloß nicht privatisieren

Nein, wir fangen heute nicht mit den Folgen des Dieselskandals an. Es gibt auch noch andere Dinge, denen die volle Aufmerkskamkeit gewidmet sein sollte: Unsere Kliniken im Lankreis beispielsweise. Es ist mit Sicherheit keine leichte Entscheidung, wie die Kreiskliniken künftig geführt werden sollen. Wenn Norbert Finke und Friedemann Salzer als Direktoren-Duo im Frühjahr 2020 ausscheiden, dann muss ein neues Modell her.

 
Plädoyer für mehr Menschlichkeit
SebastianPlädoyer für mehr Menschlichkeit

Sie haben mich sehr nachdenklich gemacht, Herr … Ach so, ich soll Ihren Namen ja hier nicht nennen. Weil Sie Angst davor haben, dass die »Antifa mit Drohungen« dann bei Ihnen anrufen könnte. »So weit sind wir schon gekommen«, schreiben Sie in Ihrem ausführlichen »Beschwerdebrief« ans WOCHENBLATT. »Was nicht links ist, wird bekämpft«, behaupten Sie.

 
Die demokratischen Kräfte stärken
SebastianDie demokratischen Kräfte stärken

»Im Namen der Stadt und auch ganz persönlich« wünschte Reutlingens Erste Bürgermeisterin Ulrike Hotz am vergangenen Freitagabend dem neuen Oberbürgermeister Thomas Keck »die für das Amt notwendige Ruhe und Gelassenheit«. Ja. Ruhe und Gelassenheit wird er wahrlich brauchen. Denn es warten jede Menge Aufgaben und Herausforderungen auf ihn.

 
Spezialisten am Werk
SebastianSpezialisten am Werk

Ja, da könnte einem tatsächlich der Hut hochgehen. Wenn man sich früh morgens ins Auto setzt, um zur Arbeit zu fahren. Und man dann mal wieder gefühlte Stunden an einer der noch offenen Steigen im Kreis Reutlingen im Stau steht. Und die Aussicht, abends auf dem Heimweg genau das Gleiche wieder zu erleben - das ist nicht lustig. Das ist ärgerlich. Und obendrein auch noch frustrierend. 

 
Endlich Verantwortung einfordern
SebastianEndlich Verantwortung einfordern

So. Jetzt hat uns die böse, böse Deutsche Umwelthilfe (DUH) schon wieder eine vor den Latz geknallt: Vor dem Verwaltungsgerichtshof in Mannheim klagte die DUH - und hat jetzt schon wieder recht bekommen. Was für eine Frechheit … aber egal: Das Gericht hat entschieden. Und dann müssen wir als Bürgerinnen und Bürger davon ausgehen, dass die Klage berechtigt war - und die ergriffenen Maßnahmen in Reutlingen tatsächlich nicht ausreichen, um den Stickstoffdioxid-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter im Jahresdurchschnitt endlich zu unterschreiten.

 
Was Neues, Innovatives auf dem Kasernengelände?
SebastianWas Neues, Innovatives auf dem Kasernengelände?

Es gibt eine ganze Menge an neuen Wohngebieten, die in Reutlingen momentan gebaut oder noch entwickelt werden. Das »Blue Village« gegenüber vom Bauhaus-Baumarkt gehört dazu, das Bihler-Areal im Rin-gelbachgebiet und nun kommt aich noch die Ypernkaserne im selben Gebiet hinzu. Ausgangspunkt für die aufgenommenen Planungen war nach den Wor-ten von Reutlingens oberstem Stadtplaner Stefan Dvorak der Wunsch des benachbarten Aldi-Markts, die Grundfläche zu vergrößern – von jetzt 800 Quad-ratmetern auf 1 200 bis 1 400 Quadratmeter.

 
Platz für rasende Radler?
SebastianPlatz für rasende Radler?

[1] Oha, da gehen sie aber hoch, die Emotionen. Und das bei einem Thema, das doch eigentlich Frohlocken bei allen Freundinnen und Freunden alternativer Verkehrskonzepte auslösen müsste. Aber: Egal, was man sich ausdenkt, was konzipiert wird und wofür es sogar richtig viel an Fördergeldern geben soll – immer und überall finden sich Bedenkenträger. Besserwisser. Gegner. So nun auch beim Vorschlag der Stadt, auf der alten Honauer Bahntrassse in Reutlingen zwischen Eninger Weg und Hauptbahnhof einen Radschnellweg zu installieren.

 
Lasst den Wind in Räder wehen
SebastianLasst den Wind in Räder wehen

Kommen sie jetzt, die Windräder auf dem Hügel bei Undingen? Oder kommen sie nicht? Das Urteil des Verwaltungsgerichts Sigmaringen vor knapp drei Wochen hat zumindest die Bedenken des Denkmalschutzes aus dem Weg geräumt – oder anders ausgedrückt: Die 9. Kammer des Gerichts hat mit ihrer Entscheidung die vom Landratsamt Reutlingen verweigerte Baugenehmigung für die Firma Sowitec aus Gründen des Denkmalschutzes verworfen. Dabei hatten Vertreter des Landesamtes für Denkmalschutz einen Tag zuvor sehr eindrücklich darzulegen versucht, dass das Schloss Lichtenstein zusammen mit der Umgebung ein erhaltenswertes Denkmal und sozusagen ein Gesamtkunstwerk darstelle.

 
Keck knapp vor Schneider
SebastianKeck knapp vor Schneider

Bei der finalen Entscheidung, wer neuer Oberbürgermeister von Reutlingen wird, von einem Wahl-Krimi zu sprechen, wäre gnadenlos untertrieben. Wer sich nämlich am vergangenen Sonntagabend ins Rathausfoyer begeben hatte und in der Menschenmenge von rund 500 Interessierten mitfieberte, der fühlte sich zeitweise eher wie in einer Handballarena. Die Stimmung wogte bei extremer Anspannung hin und her, auf und ab. Während jedoch sowohl Dr. Carl-Gustav Kalbfell und Dr. Christian Schneider in Erwartung des Endergebnisses weiterhin ihr Wahlkampflächeln präsentierten, wirkte Thomas Keck extrem angespannt nach dem offensichtlich anstrengenden Wahlkampf – und damit wirkte Keck auch sehr authentisch.

 
Reutlinger Wähler im Faschingsstress?
SebastianReutlinger Wähler im Faschingsstress?

Jetzt also auf in die zweite Runde: Am kommenden Sonntag wird erneut gewählt, dann entscheidet sich’s, wer ins Reutlinger Rathaus als neuer Chef einzieht. Vier Kandidaten sind’s noch. Ein einziger weiterer wollte zudem noch mitmischen – nein, nicht Dr. Karsten Amann. Der hatte zwar rund 600 Stimmen im ersten Wahlgang errungen, obwohl er gar nicht kandidiert hatte. Amann dementierte aber schnell eine Kandidatur im zweiten Anlauf. Stattdessen klopfte Andreas Wallenwein nochmals an die Rathaustür – allerdings erneut vergebens.

 
Aktiver Mord im Mittelmeer
SebastianAktiver Mord im Mittelmeer

Die »Seawatch 3« ist zurzeit nahezu jeden Tag in den Medien. Das Rettungsboot sucht im Mittelmeer ununterbrochen nach Flüchtlingen, um sie aus zumeist lebensbedrohlicher und aussichtsloser Situation zu retten.

 
Eins gilt: Gehen Sie wählen
SebastianEins gilt: Gehen Sie wählen

[1] Haben Sie sich schon entschieden, wem Sie bei der Oberbürgermeister/in-Wahl am kommenden Sonntag ihr Kreuzchen schenken? Ja? Tatsächlich? Dann haben Sie vielen Wählern Einiges voraus. Denn: Viele wissen wirklich nicht, wen sie wählen sollen. Ich auch nicht. Oder obwohl … Ich könnte Ihnen hier ja mal einen (alles andere als ernst gemeinten) Wahl-Check präsentieren und die fünf Kandidaten mal etwas anders vorstellen als bei den mittlerweile doch recht zahlreichen Podien – bei denen keine gravierenden Unterschiede festzustellen waren. Also bleibt es jetzt an mir hängen, etwas genauer hinzuschauen. 

 
Klar ist, dass nichts klar ist
SebastianKlar ist, dass nichts klar ist

Kein »Quantum Trost«, wie bei James Bond, sondern als »Ein Quantum Frust« müsste aktuell der Titel heißen. Was derzeit im Britischen Parlament abgeht ist schlicht und ergreifend filmreif. Allerdings wird dort kein Film gedreht, sondern es geht schlicht um die Zukunft Großbritanniens (GB). Dabei können viele von uns das Gezerre um den Brexit schon lange nicht mehr hören. Die »Never Ending Story« hat mittlerweile ein Niveau erreicht, welches einer Provinzposse gleich kommt.

 
Was für eine Schande
SebastianWas für eine Schande

»Die Reutlinger Vesperkirche ist ein Denkmal der Schande«, hatte Vesperkirchenpfarrer Jörg Mutschler beim Umbau der Citykirche zu »dem besonderen Gasthaus auf Zeit« vor wenigen Tagen betont. Eine Schande ist tatsächlich, dass die Situation der ärmeren Menschen in der Stadt während 21 Jahren Vesperkirche sich nicht verbessert hat, sondern noch weiter verschlechtert. »Die Zahl der Armen ist gestiegen«, so Mutschler. Und das bildet sich auch in der Vesperkirche ab – immer mehr Menschen strömen dorthin, immer mehr Menschen suchen einen warmen Platz zum Bleiben, einen Ort, an dem sie mit einem guten Mittagessen, mit Kaffee und Kuchen, einem Vesper und auch mit freundlichen Worten sowie offenen Ohren bedient werden.

 
Unvorstellbares Leid lindern
SebastianUnvorstellbares Leid lindern

Nein, mit Pferd und Degen ziehen die Reutlinger Hilfsinitiative »Drei Musketiere« nicht umher, um für Gerechtigkeit zu kämpfen. Markus Brandstetter und seine Mitstreiter – darunter Betül Tomak und Claudia Richter als Mitgründerinnen der Initiative - fliegen in die Türkei, nach Athen oder Serbien. Also dorthin, wo Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak, Afghanistan und anderen Ländern in oftmals menschenunwürdigen Lagern stranden.

 
 Das Wochenblatt in Nepal
Sebastian Das Wochenblatt in Nepal

Wie kommt das Reutlinger WOCHENBLATT nach Kathmandu im fernen Nepal? Die Antwort ist relativ einfach: Über eine Freundin von Annegret und Rainer Claußnitzer, über deren letzte Reise wir im Februar berichtet hatten. In den zurückliegenden zehn Jahren hat das Ehepaar 15mal jeweils vier bis sechs Wochen den Himalaya-Staat besucht, um in entlegenen Ge-birgstälern den Menschen in den Dörfern ein Minimum an gesundheitlicher Versorgung zukommen zu lassen.

 
Eiertanz um den höchsten Rathausposten
SebastianEiertanz um den höchsten Rathausposten

Ist das Chaos bei der Kandidatenfindung für den Oberbürgermeister-Posten in Reutlingen nun ein schlechtes Vorzeichen für die Wahl am 3. Februar kommenden Jahres? Der Einzige, der sich des Stempels des Chaotischen bislang entzog, war der Kandidat der CDU, Dr. Christian Schneider. Der 54-jährige Jurist hatte frühzeitig seine Wahlunterlagen eingeworfen und präsentierte sich bei seinen bisherigen Auftritten (wie etwa im Reutlinger Stadtteil Altenburg) laut GEA mit »New-Balance-Laufschuhen«. Tätig ist er momentan als Geschäftsstellenleiter der CDU-Landtagsfraktion in Stuttgart. Und er ist aktiver Feuerwehrmann. 

 
Was tun mit Stammtischparolen?
SebastianWas tun mit Stammtischparolen?

Wer kennt sie nicht, die Stammtischparolen. Dass »die da oben doch eh machen, was sie wollen«. Oder dass »Flüchtlinge alle Terroristen sind«. Was entgegnet man auf solche Bemerkungen? Die uns meist sprachlos machen oder wir schnell merken, dass der Adrenalinspiegel steigt und »wir in den Grizzlymodus kommen«, wie Dr. Christian Boeser-Schnebel am vergangenen Freitag erläuterte. Und das heißt? Der Adrenalinspiegel steigt auf beiden Seiten, die Emotionen gehen hoch – in solch einem Zustand seien Diskussionen für die Katz.

 
Endspurt bei der Suche nach Ärzten
SebastianEndspurt bei der Suche nach Ärzten

Als am Ende Pressekonferenz die Hebamme Antje Buck Landrat Thomas Reumann umarmte, stand fest: Hier ziehen trotz aller Widrigkeiten alle an einem Strang. Und Dr. Eberhard Rapp von der Bürgerinitiative für den Erhalt des Krankenhauses in Münsingen angemahnt, »bitte noch mehr Einsatz zu zeigen«. Zuvor hatten alle Teilnehmer ihren Willen bekundet, alles dafür zu tun, dass die Geburtshilfe der Albklinik in Münsingen Anfang April 2019 wieder eröffnet werden kann. Doch die Sache hat einen Haken: Zwar arbeiten Reutlingen und Münsingen in enger Kooperation.

 
Rebellion gegen Kaminkehrer
SebastianRebellion gegen Kaminkehrer

[1] Haben Sie sich schon mal Gedanken über Ihren Schornsteinfeger gemacht? »Warum, ich hab doch meinen Bezirksschornsteinfeger«, lautet dann zumeist die Antwort. Und eigentlich ist das ja auch gut so. Eigentlich. Weil – wer will schon durch einen brennenden Ofen oder Schornstein sein Haus verlieren? Andererseits hört sich das doch irgendwie nach Monopol an, oder? Und das gab es ja tatsächlich, bis zum 1. Januar 2013.

 
Kungeln auf Teufel komm raus
SebastianKungeln auf Teufel komm raus

[2] Die Welt geht vor die Hunde. Das spüren nun auch wir, mit nicht endend wollender Trockenheit und Temperaturen im November, die um mindestens 10 Grad höher sind als in den zurückliegenden Jahren. Jeder Einzelne müsste angesichts der offensichtlich nahenden Katastrophen des Klimawandels mit steigendem Meeresspiegel, mit Überschwemmungen, mit Bränden und immer stärker wütenden Stürmen in allen Weltregionen Verantwortung übernehmen.