SebastianMedizinische Hilfe in Nepal
Medizinische Hilfe in Nepal

Warum nimmt jemand wie Dr. Rainer Claußnitzer zusammen mit seiner Frau Anne immer wieder die Strapazen auf sich, Tausende Höhenmeter in dünner Luft aufwärts zu steigen, um in entlegenen Tälern in Nepal Menschen zu helfen? Ihnen die Grundlagen von Hygiene und Erster Hilfe beizubringen? Um vielleicht auch mal selbst zu operieren? »Als wir in der nepalesischen Hauptstadt Katmandu in ein 60 Jahre altes, kleines Flugzeug gestiegen sind und mittenrein in ein Gewitter flogen, da fragte ich mich schon, was wir hier überhaupt machen«, erinnert sich Anne Claußnitzer, die aus einer Künstler- und Musikerfamilie stammt, in der ehemaligen DDR aber leitende OP-Schwester wurde. 

 
Tatort Lederstraße-Ost
SebastianTatort Lederstraße-Ost

»Reutlingen hat sich in der Bundesliga den vierten Tabellenplatz erkämpft«. Das hört sich gut an, hat aber leider nichts mit den SSV-Kickern zu tun. Vielmehr geht es um das giftige Stickstoffdioxid in der Luft, das in der »Lederstraße-Ost« tagtäglich aufs Mikrogramm genau registriert wird. Die Champions-League Plätze nehmen München und Stuttgart ein. Der bislang schmutzigste Schadstoff-Produzent am Stuttgarter Neckartor gab die Führung in Sachen Stickstoffdioxidbelastung an die Landshuter Allee in München ab.  Aufatmen indes kann man wegen einer neuen Teilentwarnung kaum.

 
Ach, die Neujahrsempfänge
SebastianAch, die Neujahrsempfänge

So. Haben wir es doch wieder mal geschafft - die Neujahrsempfänge sind allesamt fast vorbei. Die CDU fehlt noch, die lädt am kommenden Sonntag noch ein. Nur die SPD hat sich dem Ganzen entzogen und im vergangenen Jahr einen Jahresempfang angeboten. Ende April. Ansonsten hatten sich im gerade beendeten Januar alle möglichen wichtigen Gruppierungen zum Beginn des Jahres schon die Ehre gegeben - und nahezu immer die gleichen Honoratioren empfangen. Dazu zählen Jahr für Jahr Bundes- und Landtagsabgeordnete, Stadträte, Kreistagsmitglieder und sonstige immens wichtige Menschen aus der Reutlinger Gesellschaft - und eigentlich sind es eh immer die gleichen, die man bei solchen Veranstaltungen trifft. Mit leichten Variationen.

 
Ein Schultes gegen den Rest der Welt
SebastianEin Schultes gegen den Rest der Welt

[2] Seit bald drei Monaten ist Pfullingens Bürgermeister Michael Schrenk im Krankenstand, genauer: Er ist »arbeitsunfähig« geschrieben. Derzeit führt sein Vize, der UWV-Stadtrat Martin Fink, die Geschäfte im Rathaus, engagiert und für 50 Euro am Tag. Das fordert ihn sehr, denn der Mann steht ja mitten im Berufsleben. Was Fink jedoch - er gilt als überaus treuer Weggefährte Schrenks – befremdlich findet: Der 47-jährige Rathauschef habe sich bis heute noch nicht mit ihm in Verbindung gesetzt, kein Gruß, kein Wort.

 
Alles völlig undramatisch?
SebastianAlles völlig undramatisch?

Grundsätzlich Erfreuliches gab es in der letzten Sitzung des Reutlinger Kreistages im Dezember zu vernehmen: »Eine stetig bessere Einnahmesituation verschafft Handlungsspielräume«, sagte etwa Dr. Ulrich Fiedler als FWV-Kreistagsmitglied. Dennoch mahnte Metzingens Oberbürgermeister zu »strukturellen Verbesserungen im Bereich der Sozialausgaben«, aufgrund der von Jahr zu Jahr steigenden Ausgaben. »Personal- und Betreuungsschlüssel« seien zu überprüfen, so die Forderung von FWV und CDU. Dabei gehe es laut Florian Weller (CDU) nicht darum, »jemandem irgendetwas wegzunehmen«. 

 
Tod auf Knopfdruck
SebastianTod auf Knopfdruck

Von wegen »gutes neues Jahr«: Als Petra S. aus Reutlingen am 2. Januar zu ihrer Bank ging, stellte sie fest, dass die Deutsche Rentenversicherung ihr Konto offenbar leergeräumt hatte. Die Frau war von der Behörde für tot erklärt worden. »Das war ein brutaler Schock«, so Petra S. Die Frau erhält eine Erwerbsminderungsrente – und die Miete wird jeden Monat von der Rentenversicherung direkt an die GWG überwiesen. Auch das wäre um ein Haar schiefgegangen, denn sie war ja offiziell nicht mehr am Leben.

 
 
Neujahrsgruß
Sebastian Neujahrsgruß

Ein neues Jahr, ein neues Glück ...

 
»Süßer die Gläser nie klingen...«
Sebastian»Süßer die Gläser nie klingen...«

Sehr passgenau für die Geschäfte in der City und deren Publikum endet in diesem Jahr der Reutlinger Weihnachtsmarkt bereits am Donnerstagabend. Jetzt noch zwei Tage gezielt einkaufen gehen – und sich dann in Ruhe auf das Fest freuen: Denn der Heiligabend ist heuer für die vielen Beschäftigten im Einzelhandel ein Segen, da es ein Sonntag ist. Lediglich zwei große Bäckereibetriebe scheren aus.

 
Mit oder ohne Plan?
Sebastian Mit oder ohne Plan?

Es gab eine gute Nachricht, vor kurzem im Betzinger Bezirksgemeinderat: Bei einer »Schadenskartierung« sind deutlich weniger Schäden als befürchtet in und an der Wernerschen Mühle in Betzingen gefunden worden. »Diese Schäden sind in einem Gebäude dieses Alters nichts Ungewöhnliches«, betonte Thomas Schmidt von der Werkstatt für Bau- und Denkmalpfle-ge vor kurzem im Bezirksgemeinderat der Reutlinger Teilgemeinde.

 
Volle Parkhäuser und Einkaufstüten
SebastianVolle Parkhäuser und Einkaufstüten

»Tübinger Tor und P-Rathaus: Acht Plätze frei, Null Plätze frei«: Die Anzeigetafeln des Parkleitsystems signalisierten am Wochenende: Der Reutlinger Weihnachtsmarkt hat begonnen. Der endet in diesem Jahr bereits am 21. Dezember, was gut ist für die Marktbeschicker, den Einzelhandel vor Ort – und auch für das Publikum. So wird es am Freitag und am Samstag vor Heiligabend für alle Leute, die noch auf den letzten Drücker Geschenke einkaufen wollen, etwas weniger hektisch zugehen.

 
Wenn das Bundeskartellamt in den Wald hineinregiert
SebastianWenn das Bundeskartellamt in den Wald hineinregiert

40 Prozent der Fläche in Baden-Württemberg sind von Wald bedeckt. Damit ist der Wald im Ländle nicht nur der ideale Naherholungsort für die Städter, sondern auch ein Ort, wo das Land Geld verdient mit dem Holz, das in dem Wald wächst. Doch seit 2015 ist diese Einnahmenquelle in Gefahr. Da fällte das Oberlandesgericht Düsseldorf eine Entscheidung im Kartellrechtsverfahren zur gemeinsamen Holzvermarktung durch das Land Baden-Württemberg. In diesem Urteil wurde die Untersagungsverfügung des Bundeskartellamtes gegen das Land Baden-Württemberg vollumfänglich bestätigt. Auf gut Deutsch heißt dies nichts anderes, als dass für die unteren Forstbehörden der Landkreise sowie den Fachbereich Holzvermarktung am Regierungspräsidium Tübingen kein gemeinsamer Verkauf von Holz aus dem Staatswald, Kommunalwald und Privatwald für Waldbesitzer mit einer forstlichen Betriebsfläche über hundert Hektar mehr erlaubt ist.

 
Gewalt muss raus aus der Privatsphäre
SebastianGewalt muss raus aus der Privatsphäre

[1] Zuschlagen. Draufhauen. Aggressionen rauslassen. Die Frau, die ja zumeist die Schwächere ist, gnadenlos vermöbeln. Und das womöglich noch vor den ei-genen Kindern. In viel zu vielen Haushalten ist das gang und gäbe. Weil die Täter, die ja zumeist Männer sind, Konflikte nicht anders lösen können als durch Gewalt. Dabei dürfte auch ihnen bewusst sein, dass draufhauen nie eine Lösung ist. »Viele Frauen erdulden das über lange Zeiträume hinweg, manche sogar bis zu 20 oder 30 Jahre«, sagt Florence Wetzel vom Diakonieverband von einer der beiden Erstberatungsstellen für häusliche Gewalt im Landkreis. Das Paar war doch mal ineinander verliebt, ist doch aus Liebe zusammengezogen, hat aus Liebe Kinder bekommen. Die Hoffnung stirbt vor allem bei den Frauen offensichtlich zuletzt, dass diese Liebe doch stärker sein möge als die Gewalt.

 
ABBA, der City Garden und das Chaos
SebastianABBA, der City Garden und das Chaos

[1] Was da derzeit unter dem Reutlinger Georgenberg geschieht, ist in vielerlei Hinsicht beispielhaft – auch in schlechter. Es geht um das Areal der früheren Gärtnerei Bihler zwischen der Peter-Rossegger- und der Hans-Reyhing-Sraße. Nette gewachsene Gegend, vielleicht sogar etwas feiner. Bessere Hälfte vom Ringelbach-Kiez. Recht ruhig jedenfalls. Als sich noch nicht abzeichnete, dass vor allem erschwinglicher, billiger Wohnraum dringend nottut, hat die Stadt Reutlingen einen privaten Investor gefunden, der auf dem doch recht innerstädtischen Gelände attraktive Wohnungen erstellen will, und zwar ziemlich viele.

 
Baustelle Kanzleistraße macht Juwelier mürbe
SebastianBaustelle Kanzleistraße macht Juwelier mürbe

[1] Innenstädte brauchen auch eine ansprechende Bodenmöblierung. Das Auge kauft mit, ebenso die Füße, die in manchen Städten über Holperpisten von Geschäft zu Geschäft stolpern. Reutlingen hat da in der Wilhelmstraße schon gehandelt – schön ist der Belag geworden. Und die Neugestaltung des Weibermarkts wird ebenso gelobt.
Nur auf dem nur 80 Meter langen Abschnitt auf der Kanzleistraße – zwischen Rathauseck und Oberamteistraße – haklte es gewaltig, vor allem zeitlich. Den Geschäftsleuten dort sind die Gründe für die Verzögerungen im Sommer 2017 sehr wohl mitgeteilt worden. Doch schon seit 2015 haben sie es mit Baggern und Presslufthämmern zu tun.

 
 Jahrhundertwerk eröffnet
Sebastian Jahrhundertwerk eröffnet

Von der neuen Röhre ins Nadelöhr Unterhausen: 20 Ampeln weniger und drei Kilometer – statt fünf durch die Stadt – bis in den Reutlinger Nordosten: »Reutlingen atmet auf« titelten Medien zur Eröffnung des Scheibengipgfeltunnels. Was zu beweisen sein wird. Die von Feinstaub und anderem Verkehrsdreck geplagten Achalmstädter haben nun ihre vor 50 Jahren schon ins Auge gefasste – und in acht Jahren für 135 Millionen Euro gebaute Röhre.

 
Wenn der Wolf wieder aus dem Wald heult
SebastianWenn der Wolf wieder aus dem Wald heult

[3] Noch ist weder ein Einzelner gesichtet worden, geschweige denn ein ganzes Rudel, dennoch beschäftigt der Wolf bereits jetzt die Schäfer.

 
Kritik und Lob für Tonne-Neubaukosten
SebastianKritik und Lob für Tonne-Neubaukosten

Die international und überaus praxisnah ausgerichtete Hochschule Reutlingen schneidet in den Rankings, also den diversen Experten-Hitparaden, nicht nur bundesweit überaus gut ab, sondern landet oft unter den ersten fünf Forschungseinrichtungen in Deutschland – und in Europa.

 
Mit etwas mehr Gelassenheit
SebastianMit etwas mehr Gelassenheit

[3] »Vielfalt verbindet« – so hieß das Motto der 27. Interkulturellen Woche in Reutlingen. Mit einer unglaublichen Vielfalt an unterschiedlichen Veranstaltungen wartete diese Woche auf, vom Internationalen Brunch über Tänze, Varieté, zahlreiche Vorträge und noch viel, viel mehr. Eine riesige Vielfalt an Aktionen, Aktivitäten und Informationen war geboten, die allesamt aber eines voraussetzten: Offenheit. Offenheit gegenüber dem Thema der Zuwanderung. Und auch Offenheit gegenüber Geflüchteten. Gegenüber uns fremden Menschen.

 
Auf dem Weg zu Tante Erika
SebastianAuf dem Weg zu Tante Erika

Es stinkt den Einwohnern im Storlach. Und zwar gewaltig. Seit 15 Jahren seien die Anwohner mit der Stadt im Gespräch, die letzte Verkehrszählung gehe auf das Jahr 2003 zurück. Seitdem habe die Zahl der Fahrzeuge massiv zugenommen, aus unterschiedlichen Gründen, wie Ute Steiner-Munz als Anwohnerin in ihrer Präsentation vor kurzem bei einem Treffen der Storlach-Bewohner in der katholischen Kirche St. Peter und Paul vor mehr als 100 Interessierten aufführte: 

 
Mit einem Achter auf den Platz der Republik
HermesMit einem Achter auf den Platz der Republik

Punkt 18 Uhr schneite der bisherige Militärpfarrer im afrikanischen Mali, Pascal Kober (46) in die Wahlparty seiner FDP in Reutlingen herein. Ein kurzes Händeschütteln, ein Blick auf den Fernseher – über zehn Prozent, passt schon: Überschwänglich war das Jubeln des Liberalen nicht, denn auf Platz vier der Landesliste gerückt, wusste Kober schon vorher, dass er bald wieder sein Abgeordnetenbüro in Berlin einrichten würde. Kober war 2013 nach dem FDP-Wahldebakel aus dem Parlament geflogen, ging für vier Jahre zurück in seinen Beruf als Geistlicher. Acht Volksvertreter aus den Wahlkreisen Tübingen und Reutlingen bekommen nun Sitzplätze im Reichstagsgebäude.