SebastianReutlinger Wähler im Faschingsstress?
Reutlinger Wähler im Faschingsstress?

Jetzt also auf in die zweite Runde: Am kommenden Sonntag wird erneut gewählt, dann entscheidet sich’s, wer ins Reutlinger Rathaus als neuer Chef einzieht. Vier Kandidaten sind’s noch. Ein einziger weiterer wollte zudem noch mitmischen – nein, nicht Dr. Karsten Amann. Der hatte zwar rund 600 Stimmen im ersten Wahlgang errungen, obwohl er gar nicht kandidiert hatte. Amann dementierte aber schnell eine Kandidatur im zweiten Anlauf. Stattdessen klopfte Andreas Wallenwein nochmals an die Rathaustür – allerdings erneut vergebens.

 
Aktiver Mord im Mittelmeer
SebastianAktiver Mord im Mittelmeer

Die »Seawatch 3« ist zurzeit nahezu jeden Tag in den Medien. Das Rettungsboot sucht im Mittelmeer ununterbrochen nach Flüchtlingen, um sie aus zumeist lebensbedrohlicher und aussichtsloser Situation zu retten.

 
Eins gilt: Gehen Sie wählen
SebastianEins gilt: Gehen Sie wählen

[1] Haben Sie sich schon entschieden, wem Sie bei der Oberbürgermeister/in-Wahl am kommenden Sonntag ihr Kreuzchen schenken? Ja? Tatsächlich? Dann haben Sie vielen Wählern Einiges voraus. Denn: Viele wissen wirklich nicht, wen sie wählen sollen. Ich auch nicht. Oder obwohl … Ich könnte Ihnen hier ja mal einen (alles andere als ernst gemeinten) Wahl-Check präsentieren und die fünf Kandidaten mal etwas anders vorstellen als bei den mittlerweile doch recht zahlreichen Podien – bei denen keine gravierenden Unterschiede festzustellen waren. Also bleibt es jetzt an mir hängen, etwas genauer hinzuschauen. 

 
Klar ist, dass nichts klar ist
SebastianKlar ist, dass nichts klar ist

Kein »Quantum Trost«, wie bei James Bond, sondern als »Ein Quantum Frust« müsste aktuell der Titel heißen. Was derzeit im Britischen Parlament abgeht ist schlicht und ergreifend filmreif. Allerdings wird dort kein Film gedreht, sondern es geht schlicht um die Zukunft Großbritanniens (GB). Dabei können viele von uns das Gezerre um den Brexit schon lange nicht mehr hören. Die »Never Ending Story« hat mittlerweile ein Niveau erreicht, welches einer Provinzposse gleich kommt.

 
Was für eine Schande
SebastianWas für eine Schande

»Die Reutlinger Vesperkirche ist ein Denkmal der Schande«, hatte Vesperkirchenpfarrer Jörg Mutschler beim Umbau der Citykirche zu »dem besonderen Gasthaus auf Zeit« vor wenigen Tagen betont. Eine Schande ist tatsächlich, dass die Situation der ärmeren Menschen in der Stadt während 21 Jahren Vesperkirche sich nicht verbessert hat, sondern noch weiter verschlechtert. »Die Zahl der Armen ist gestiegen«, so Mutschler. Und das bildet sich auch in der Vesperkirche ab – immer mehr Menschen strömen dorthin, immer mehr Menschen suchen einen warmen Platz zum Bleiben, einen Ort, an dem sie mit einem guten Mittagessen, mit Kaffee und Kuchen, einem Vesper und auch mit freundlichen Worten sowie offenen Ohren bedient werden.

 
Unvorstellbares Leid lindern
SebastianUnvorstellbares Leid lindern

Nein, mit Pferd und Degen ziehen die Reutlinger Hilfsinitiative »Drei Musketiere« nicht umher, um für Gerechtigkeit zu kämpfen. Markus Brandstetter und seine Mitstreiter – darunter Betül Tomak und Claudia Richter als Mitgründerinnen der Initiative - fliegen in die Türkei, nach Athen oder Serbien. Also dorthin, wo Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak, Afghanistan und anderen Ländern in oftmals menschenunwürdigen Lagern stranden.

 
 Das Wochenblatt in Nepal
Sebastian Das Wochenblatt in Nepal

Wie kommt das Reutlinger WOCHENBLATT nach Kathmandu im fernen Nepal? Die Antwort ist relativ einfach: Über eine Freundin von Annegret und Rainer Claußnitzer, über deren letzte Reise wir im Februar berichtet hatten. In den zurückliegenden zehn Jahren hat das Ehepaar 15mal jeweils vier bis sechs Wochen den Himalaya-Staat besucht, um in entlegenen Ge-birgstälern den Menschen in den Dörfern ein Minimum an gesundheitlicher Versorgung zukommen zu lassen.

 
Eiertanz um den höchsten Rathausposten
SebastianEiertanz um den höchsten Rathausposten

Ist das Chaos bei der Kandidatenfindung für den Oberbürgermeister-Posten in Reutlingen nun ein schlechtes Vorzeichen für die Wahl am 3. Februar kommenden Jahres? Der Einzige, der sich des Stempels des Chaotischen bislang entzog, war der Kandidat der CDU, Dr. Christian Schneider. Der 54-jährige Jurist hatte frühzeitig seine Wahlunterlagen eingeworfen und präsentierte sich bei seinen bisherigen Auftritten (wie etwa im Reutlinger Stadtteil Altenburg) laut GEA mit »New-Balance-Laufschuhen«. Tätig ist er momentan als Geschäftsstellenleiter der CDU-Landtagsfraktion in Stuttgart. Und er ist aktiver Feuerwehrmann. 

 
Was tun mit Stammtischparolen?
SebastianWas tun mit Stammtischparolen?

Wer kennt sie nicht, die Stammtischparolen. Dass »die da oben doch eh machen, was sie wollen«. Oder dass »Flüchtlinge alle Terroristen sind«. Was entgegnet man auf solche Bemerkungen? Die uns meist sprachlos machen oder wir schnell merken, dass der Adrenalinspiegel steigt und »wir in den Grizzlymodus kommen«, wie Dr. Christian Boeser-Schnebel am vergangenen Freitag erläuterte. Und das heißt? Der Adrenalinspiegel steigt auf beiden Seiten, die Emotionen gehen hoch – in solch einem Zustand seien Diskussionen für die Katz.

 
Endspurt bei der Suche nach Ärzten
SebastianEndspurt bei der Suche nach Ärzten

Als am Ende Pressekonferenz die Hebamme Antje Buck Landrat Thomas Reumann umarmte, stand fest: Hier ziehen trotz aller Widrigkeiten alle an einem Strang. Und Dr. Eberhard Rapp von der Bürgerinitiative für den Erhalt des Krankenhauses in Münsingen angemahnt, »bitte noch mehr Einsatz zu zeigen«. Zuvor hatten alle Teilnehmer ihren Willen bekundet, alles dafür zu tun, dass die Geburtshilfe der Albklinik in Münsingen Anfang April 2019 wieder eröffnet werden kann. Doch die Sache hat einen Haken: Zwar arbeiten Reutlingen und Münsingen in enger Kooperation.

 
Rebellion gegen Kaminkehrer
SebastianRebellion gegen Kaminkehrer

[1] Haben Sie sich schon mal Gedanken über Ihren Schornsteinfeger gemacht? »Warum, ich hab doch meinen Bezirksschornsteinfeger«, lautet dann zumeist die Antwort. Und eigentlich ist das ja auch gut so. Eigentlich. Weil – wer will schon durch einen brennenden Ofen oder Schornstein sein Haus verlieren? Andererseits hört sich das doch irgendwie nach Monopol an, oder? Und das gab es ja tatsächlich, bis zum 1. Januar 2013.

 
Kungeln auf Teufel komm raus
SebastianKungeln auf Teufel komm raus

[2] Die Welt geht vor die Hunde. Das spüren nun auch wir, mit nicht endend wollender Trockenheit und Temperaturen im November, die um mindestens 10 Grad höher sind als in den zurückliegenden Jahren. Jeder Einzelne müsste angesichts der offensichtlich nahenden Katastrophen des Klimawandels mit steigendem Meeresspiegel, mit Überschwemmungen, mit Bränden und immer stärker wütenden Stürmen in allen Weltregionen Verantwortung übernehmen. 

 
Wo der Verkehr sich verknotet und ballt
SebastianWo der Verkehr sich verknotet und ballt

Es kann so spannend und überaus erkenntnisreich sein, zu beobachten, wie Menschen sich im Straßenverkehr verhalten, wenn sie eine Umleitung vorgesetzt bekommen, auf der einfach nur die Regel »rechts vor links« gilt. Doch das gehört zu den nicht sofort verständlichen Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung, was aktuell im Reutlinger Südwesten erlebt werden kann.

 
»Lass dich nicht verbittern«
Sebastian»Lass dich nicht verbittern«

Schon im April dieses Jahres wurde bekannt, dass zum Ende 2018 die Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlingen (Bamf) in Eningen geschlossen werden soll.

 
Brechstangen statt Engelszungen
SebastianBrechstangen statt Engelszungen

[2] Auch wenn in Stuttgart betont wird, dass der Landtag noch bis Ende des Jahres darüber befinden wolle, ob Reutlingen ein Stadtkreis werden darf, hat die Stadt jetzt die lange Warterei satt: Zweigleisig soll nun geklagt werden. In Vorbereitung ist eine Klage der Stadt beim Staatsgerichtshof, um gegen die Untätigkeit des Landes vorzugehen. Vor knapp dreieinhalb Jahren hatte Reutlingen beantragt, ein Stadtkreis zu werden, sich so vom Landkreis zu lösen.

 
Wider den Verkehrslärm
SebastianWider den Verkehrslärm

[1] »Jetzt stellen Sie doch einfach die Tempo-30-Schilder auf, da brauchen Sie doch keinen Lärmschutzplan dafür«, polterte Hans Knecht vergangene Woche während der Sitzung des Mittelstädter Bezirksgemeinderats. Angesprochen hatte Knecht damit Gerhard Lude als Zuständigen für Straßen und Verkehr beim städtischen Tiefbauamt. Ein neuer Lärmschutzplan der Stadt soll entwickelt werden, an Ortsdurchgangsstraßen war die Kommune bislang allerdings zumeist ziemlich machtlos, denn: Die Durchgangsstraßen durch Gemeinden und Städte hindurch sind zumeist Landesstraßen – weil sie eben die Kommunen miteinander verbinden.

 
Kreuz und quer über die Fahrradpisten
SebastianKreuz und quer über die Fahrradpisten

Die Reutlinger Bevölkerung fremdelt noch sehr mit den neuen Fahrradstraßen. Jedenfalls sind Schüler, Eltern und Anwohner mehr als nur verwirrt. Sie wollen endlich wissen, welche Verkehrsregelungen seit Kurzem in der Bellino- und in der Moltkestraße denn nun gelten. Hinzu kommt der Vorwurf, dass die Stadt das Projekt nur unvollständig umgesetzt habe. Das sagt jedenfalls eine Gruppe, die sich den Namen »Eltern für radelnde Schüler« (Efrs) gegeben hat.

 
Achtung – erfreulich viel Geld vorhanden
SebastianAchtung – erfreulich viel Geld vorhanden

Ein »Hochkaräter« sei der neue Haushalt für die beiden kommenden Jahre 2019 und 2020, betonte Reutlingens Oberbürgermeisterin Barbara Bosch vergangene Woche. Der Doppelhaushalt für die Stadt steht zum einen im Zeichen der extrem guten Einnahmezahlen – die Steuern sprudeln momentan so gut wie selten zuvor. Hinzu kommen Fördermittel von Bund und Land für Busnetz, Regionalstadtbahn und mehr. Die Stadt selbst sieht allein für den Radverkehr in den kommenden beiden Jahren 4,1 Millionen Euro vor, für das Stadtbusnetz 4,8 Millionen. »In den kommenden zehn Jahren wird die Stadt rund 100 Millionen Euro allein in das Busnetz investieren«, sagte Bosch beim Pressegespräch.

 
Die Bürgermeister-Macher
SebastianDie Bürgermeister-Macher

Wer sich als Erster aus der Deckung wagt – hat am Ende oft das Nachsehen. So ähnlich lauten Sprüche und Weisheiten, wenn es um Personalien geht. Und so köchelt die Gerüchteküche in Sachen Oberbürgermeisterwahl in Reutlingen noch auf kleiner Flamme. Die Gemeinderats-Fraktionen sind längst auf der Suche nach geeignetem Personal, halten sich aber zumeist noch bedeckt. Wobei nicht vergessen werden darf, dass Bewerber natürlich auch von sich aus initiativ werden können. Bekanntlich tritt Amtsinhaberin Barbara Bosch nicht mehr an, ihre Amtszeit endet am 2. April 2019. Im Februar 2019 bereits werden rund 90 000 Reutlinger zu den Wahlurnen gerufen. Sie sollen einen der attraktivsten Posten in Baden-Württemberg vergeben. Doch wer könnte das sein, wer traut sich?

 
Nichts tun ist grottenfalsch
SebastianNichts tun ist grottenfalsch

Soll man da lachen oder heulen? Oder könnte einem denn doch der Hut hochgehen, wenn Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) per Video verbreiten lässt, dass er »die Diesel-Debatte als viel zu emotional« betrachtet? Der hat leicht reden, fährt sicherlich keinen älteren Diesel der Euro-Norm 4 oder 5. Insgesamt 1,3 Millionen Fahrzeuge bundesweit könnten von dem Verbot betroffen sein, verkündete die Nachrichtenagentur dpa. Nicht mitgerechnet wären dabei allerdings die Einpendler, die tagtäglich in die jeweiligen Städte reinfahren. So auch in Reutlingen. 

 
Und wer hat’s erfunden? Die Reutlinger
SebastianUnd wer hat’s erfunden? Die Reutlinger

Pfiffig, wegweisend, ausdrucksstark und pädagogisch wertvoll: Dieses Lob erhielten in den Medien Unbekannte, die vor dem Reutlinger Friedrich-List-Gymnasium ein Verkehrsschild aufstellten, das es laut Straßenverkehrsordnung überhaupt nicht geben darf: den Warnhinweis auf »Smombies«. 
Zu sehen sind die Umrisse eines Mannes und einer Frau, die gesenkten Hauptes auf ihre Handys starren – und dabei ruck-zuck überfahren werden könnten.