4. OKTOBER 2012
REUTLINGEN. Am vergangenen Samstag ging es in der Metzgerstraße zünftig bayerisch zu. Die Einzelhändler hatten zum 11. Metzgerstraßenfest mit Oktoberfest geladen. Und so dominierten den ganzen Tag über die Farben weiß und blau in der Einkaufsstraße. Dazu gab es ein buntes Programm aus Information, Unterhaltung und Kulinarischem. Gesucht wurde die erste Dirndlkönigin Reutlingens.
Und diesen Titel wollten wohl einige Frauen für sich in Anspruch nehmen. Ab 11 Uhr wurde fotografiert, was die Outfits der Damen so hergaben. Insgesamt ließen sich 64 Damen und Herren ablichten. Gut 1 000 Passanten gaben im Laufe des Tages für ihren jeweiligen Favoriten ihre Stimme ab. Den meisten Zuspruch bekam schließlich Susanne Hamm aus St. Johann. Sie trägt jetzt den Titel Erste Dirndlkönigen von Reutlingen. "Sie war mehr oder weniger sprachlos und konnte es in ihrer ersten Reaktion gar nicht fassen", fasst Claus Hamann, zweiter Vorsitzender des Vereins Metzgerstraße die Eindrücke der jungen Frau zusammen.
Das war aber längst nicht alles, was die Besucher zu sehen bekamen. Darüber hinaus gab es jede Menge weiterer Darbietungen für Augen, Ohren und Gaumen. Während HWP Diedenhofen aus einem Holzstück einen Telefanten entstehen ließ, sorgte ein paar Meter weiter das Bierkrugschieben für mächtig viel Gaudi bei Teilnehmern und Zuschauern. Sportlich ging es am Weibermarkt zu. Hier traten die Tigers-Spieler Mahir Agva, Josh Young und Robert Oehle gegen Metzgerstraßen-Besucher zu einem Schauduell an. Die Zuschauer sahen dabei den einen oder anderen tollen Zweikampf. Und ganz nebenbei erfüllten die Spieler gerne die Autogrammwünsche der Fans.
Obwohl sich das Wetter am Nachmittag nicht gerade von seiner besten Seite zeigte, tat das der Stimmung in der Straße keinen Abbruch. Der eine oder andere Besucher zog das Oktoberfest anderen Aktivitäten vor. "Die machen sich so viel Mühe, das muss man unterstützen", so eine Passantin. Normalerweile ginge sie mit ihrem Mann samstags golfen. Und so konnten sich die Veranstalter über mangelndes Interesse seitens der Besucher nicht beklagen. "Es sind noch mehr Leute als letztes Jahr da gewesen", freute sich Claus Hamann.
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