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Kalbsvögele in Riesling-Sahne-Soße mit Buabaspitzla

Saftig, zart und fast vergessen: Die Kalbsvögele gehörten früher zu den besonderen Essen der Schwaben.
Foto: Reisner

29. September 2011
 

Kalbsvögele in Riesling-Sahne-Soße mit Buabaspitzla und glasierten Möhrchen

Zutaten:
4 Kalbsschnitzel
4 Sch gekochter Schinken
4 hart gekochte Eier
4 Essiggurken
Salz, Pfeffer, Senf
Röstgemüse bzw. Suppengrün
1 Zwiebel
Öl zum Braten
¼ l Riesling
¼ l Kalbsfond
1/8 l Sahne

Kalbsschnitzel dünn plattieren, salzen und pfeffern und mit Senf bestreichen. Gurke in Streifen schneiden, gekochte Eier pellen. Die Roulade mit dem gekochten Schinken, den Gurkenstreifen und dem Ei belegen, einrollen und mit Garn zusammenbinden. Das Öl im Bräter erhitzen und die Rouladen von allen Seiten anbraten. Danach die Rouladen herausnehmen und die Zwiebel und das Röstgemüse in den Bräter geben und anbraten. Mit dem Wein und dem Fond ablöschen und die Rouladen darin 45 Min. schmoren lassen. Anschließend die Rouladen herausnehmen und warm stellen. Das Gemüse aus dem Fond herausnehmen, die Sahne einrühren und nach Geschmack abschmecken.

Buabaspitzla
Zutaten:
500 g gekochte Kartoffeln vom Vortag
500 g Mehl
2 Eier
Salz, Pfeffer, Muskat
Schmalz
Kartoffeln durch die Kartoffelpresse drücken und mit dem Mehl und den Eiern zu einem Teig verkneten. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Den Teig in fingerdicke spitz zulaufende Röllchen formen und in Salzwasser ca. 15 Min. ziehen lassen. Vor dem Servieren in Schmalz goldbraun anbraten.

Glasierte Möhrchen
Zutaten:
1 Bund Möhren
200 ml Gemüsebrühe
30 g Butter
30 g Zucker
1 Prise Salz
Möhren waschen und schälen. In der heißen Butter anschwenken, Salz und Pfeffer zufügen und hellbraun karamellisieren lassen. Gemüsebrühe zugeben und die Möhren darin 10 Min. bissfest dünsten.

DER SONNTAGSBRATEN
Der Name ist Symbol. Früher stand der Sonntagsbraten auf fast jedem Tisch. Die Familie versammelte sich zum Essen, das sich vom Rest der Woche unterschied. Die Zeiten ändern sich. Heute soll der Sonntagsbraten für das Besondere im Alltäglichen stehen. Und muss nicht zwingend am siebten Tag der Woche serviert werden. Der WOCHENBLATT-Sonntagsbraten will Anregungen geben, sich selbst an den Herd zu stellen oder das Angebot der hervorragenden Küche aus der Region zu testen. Dazu geben Küchenmeister Einblick in ihre Kunst und stellen immer am Anfang des Monats einen »Sonntagsbraten« vor.

Ambitionierter Koch
In unserer heutigen Ausgabe präsentieren wir ein Gericht eines Kochs und Metzgermeisters mit großen Ambitionen.

Vom Metzgermeister zum Küchenchef
Ihr Einstieg kam eher zufällig zustande. Als die Brauerei für das Restauran Sportpark einen neuen Pächter gesucht hat, fragte sie zuerst bei Daniel Seywald und Elke Stautner nach. Beide bewirteten in ihrer Freizeit das Sportheim in Degerschlacht und hatten guten Erfolg. Aber das Paar ging trotzdem noch ihren Berufen nach. Stautner als Lehrkraft an der Reutlinger Eduard Spranger Schule. Daniel Seywald als Filialleiter bei einer Reutlinger Metzgerei.
Den Sportpark allerdings konnten sie nicht mehr so nebenher machen. »Es war eine wichtige Entscheidung. Das hat unser Leben verändert«, sagt der 42-Jährige. Aber der Metzgermeister bereut den Schritt bislang nicht. »Man braucht immer neue Herausforderungen. Dann entwickelt man sich auch weiter.« Und so packen die beiden ihre neue Aufgabe an. Seit 2. April sind sie für die Gäste an der Kreuzeiche da. Seit Anfang April rödeln sie und engagieren sich für die Gäste. Dabei setzt der Koch voll auf die gute alte schwäbische Küche, die er mit Pfiff und Kreativität würzt. Oder wer hat schon mal Zwetschenmaultaschen gegessen?

Mit seinen Ideen will er das Restaurant weiter bringen. Seywald war noch keinen Monat Chef, da bewarb sich der Sportpark-Wirt um die Zertifizierung als »Schmeck den Süden-Wirt«. »Damit wollen wir die Qualität der Produkte sowie der Verarbeitung nach außen zeigen und uns auch kontrollieren lassen.« Schließlich steht »Schmeck den Süden« für Qualität. Wann das Zertifikat in den Gasträumen hängt, kann der umtriebige Wirt nicht sagen. Den Gästen kann es recht sein. »Die ersten Monate waren gut«, berichtet Seywald. Die Umstellung auf den größeren Betrieb hat der Schwabe gut gemeistert und seine Berufung gefunden in der er sich austoben kann. Mit verschiedenen Aktionen übers Jahr hinweg wollen die Wirtsleute kulinarisch punkten und immer wieder neue Gäste in den Sportpark locken.

Auf jeden Fall wird es im Herbst ein Schlachtplattenfest geben und Wildspezialitäten kommen auf den Tisch. Die will Seywald sogar selbst schießen. Den Jagdschein machen steht als nächstes auf seinem Wunschzettel. Das will er kommendes Jahr angehen.


Restaurant Sportpark
es liegt ideal für Ausflüge ins Grüne. Vom Restaurant Sportpark an der Kreuzeiche »bietet sich ein herrliches Panorama auf unsere heimatlichen Berge ... eingebettet in das Grün der Wiesen und Wälder umgeben von einer Bergkette. Eine Stätte der Freude udn Erholung, ein Geschenk an unsere Jugend und die ganze Einwohnerschaft.«
So schwärmte der GEA nach der Eröffnung des Kreuzeichestadions 1953.
Die Sportparkgaststätte kam in den Siebziger Jahren dazu. Das Lokal bietet 140 Menschen Platz, 60 dazu in einem Nebenraum. Zwei Kegelbahnen laden zu einem beliebten Freizeitvergnügen ein. Im Biergarten finden mindestens 130 Personen Platz und genießen den Blick auf das prachtvolle Stadion oder die Berge der Umgebung. Natürlich ist die Sportpark Gaststätte geprägt durch den Sport respektive Fußballbetrieb auf dem großen Gelände drumherum.
Vor einem SSV-Spiel kommen eingefleischte Fans, vespern einen leckeren Rostbraten udn kommen danach zur Analyse zurück. Aber auch für Hochzeiten, Geburtstage oder Familienfeiern ist genügend Raum vorhanden. Parkplätze gibt es in großer Zahl direkt am Haus. Ein Ausflug ins Grüne ist doppelt schön, wenn man danach einkehren kann.

WEINTIPP
Grunbacher Wartbühl 2009
Für sein Kalbsvögele wählt der ambitionierte Koch Daniel Seywald als Begleiter einen leckeren Tropfen aus dem Ländle. Ein Grunbacher Wartbühl Riesling 2009 von der Remstalkellerei passt perfekt zum schwäbischen Gericht. Der Riesling duftet nach Zitrusfrüchten und ist leicht und erfrischend. Die Weinbaufläche der Remstalkellerei beträgt 650 ha. Damit ist sie der fünftgrößte Weinbaubetrieb in Deutschland. –diet



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Dieter Reisner

29.09.2011 - aktualisiert: 13.02.2013 17:33 Uhr

 






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