Interview der Woche
 

Unruhen in der Türkei

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Sonntagsbraten

 
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Schweinelendchen an Kirschsoße

Dieter Reisner

30. September 2010
 

Schweinelendchen in
Kirschensoße mit Hand geschabte Spätzle


Zutaten für 4 Personen:
12 Stück Schweinelendchen
á 60 Gramm
Zutaten für die Soße:
250 gr. entsteinte Kirschen
30 gr. Zwiebeln, fein geschnitten
30 Gramm Karotten, in klein Würfel geschnitten
1 EL Butter
1 EL Tomatenmark
0,25 Liter Kalbsfond
0,05 Liter Rotwein
Gewürze: Salz, Pfeffer und Zucker
Zutaten Spätzle:
200 gr. Mehl,
4 Eier
Salz, wer mag Muskat

Zubereitung:
150 g Kirschen, Zwiebel und Karotten in Butter anschwitzen, Tomatenmark zugeben und kurz mitschwitzen
mit Rotwein ablöschen
Brühe zugeben und alles weich kochen, würzen mit Salz, Pfeffer und Zucker im Mixer pürieren. Zum Schluss die restlichen 100 g Kirschen halbieren und der Soße zugeben. Nebenbei Schweinelendchen würzen und mehlieren und in heißer Pfanne von beiden Seiten anbraten. Nach ca. 5 bis 6 Minuten Lendchen an warmem Ort ruhen lassen, auf dem Teller anrichten und mit der fertig abgeschmeckten Soße umgießen.

Handgeschabte Spätzle:
Mehl, Salz und Eier zu einem nicht zu festen Teig kneten oder schlagen. Dann übers Holzbrett in siedendes Wasser schaben. Dazu verwendet man einen Küchenspatel oder Palette.

Der Sonntagsbraten
Der Name ist Symbol. Früher stand der Sonntagsbraten auf fast jedem Tisch. Die Familie versammelte sich zum Essen, das sich vom Rest der Woche unterschied. Die Zeiten ändern sich. Heute soll der Sonntagsbraten für das Besondere im Alltäglichen stehen. Und muss nicht zwingend am siebten Tag der Woche serviert werden. Der WOCHENBLATT-Sonntagsbraten will Anregungen geben, sich selbst an den Herd zu stellen oder das Angebot der hervorragenden Küche aus der Region zu testen. Dazu geben ausgezeichnete und erfahrene Küchenmeister Einblick in ihre Kunst und stellen immer am Anfang des Monats einen »Sonntagsbraten« vor.

Gasthaus Waldhorn
Es hat eine lange Tradition. Otto Harter führt das Waldhorn in Glems in der vierten Generation. Vor 130 Jahren übernahm sein Urgroßvater das Wirtshaus. Die Schankerlaubnis geht auf das Jahr 1760 zurück. Das Waldhorn liegt im Herzen des größten Obstanbaugebietes der Region im Ermstal. Birnen, Mirabellen, Zwetschgen und vor allem Äpfel und Kirschen gedeihen hier prächtig. So nutzt Otto Harter die Früchte seiner Wiesen für seine kulinarischen Feinheiten. 100 Obstbäume hegt und pflegt die Familie gemeinsam. So betreibt der Küchenmeister vollkommene Wertschöpfung.

Mit Leib und Seele
Er wollte schon immer Koch werden und ist sehr heimatverbunden. Da lag es auf der Hand für Otto Harter, den elterlichen Betrieb, das Waldhorn in Glems, zu übernehmen. Nach seiner Lehre im Metzinger Schwanen zog es ihn zuerst in die Welt hinaus. Auf Stationen in Garmisch-Partenkirchen, Augsburg und in der Schweiz (Davos, Laax, Montreux) verfeinerte der Glemser seine Kochkunst. 1982, nach demder der heute 53-Jährige seine Meisterprüfung abgelegt hatte, trat er in den elterlichen Betrieb ein. Nach einem größeren Umbau setzte Harter seine Philosophie einer regionalen, frischen und kreativen Küche, die auf die Produkte der Umgebung zurückgreift, nach und nach um. So kreierte er etwa ein Apfelschnitzel. Die Panade ist eine Mischung aus dem getrockneten und fein gemahlenen Trester von Apfelmost, den er mit Paniermehl mischt. Heraus kommt dabei ein leckeres, fruchtiges Schnitztel, das sich nicht nur im Herbst großer Beliebtheit erfreut.

Weintipp:
Hofsteige Lemberger
Zu seinem fruchtigen Gericht empfiehlt Küchenmeister Otto Harter einen kräftigen und fruchtigen Wein natürlich aus der Umgebung. Die Metzinger Hofsteige liegt nur einen Steinwurf entfernt von Glems. Die dortige Weingärtnergenossenschaft kreiiert seit Jahren elegante und schöne Weine. Ein Lemberger von der Hofsteige 2009 passt mit seinem fruchtigen Duft und dem Kirscharoma bestens zum Sonntags-Gericht.






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Dieter Reisner

30.09.2010 - aktualisiert: 13.02.2013 17:30 Uhr

 






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