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Eine Daseinsfunktion für die Bürger

Das neue Katastrophenschutzzentrum.
Foto: Anja Chmielewski

9. SEPTEMBER 2010
 

Ab morgen ist der Landkreis Reutlingen für den Ernstfall gerüstet. Mit 300 geladenen Gästen wird das neue Katastrophenschutzzentrum des Deutschen Roten Kreuz, DRK, an der Zeilstraße 25 in Pfullingen feierlich eingeweiht.

Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech, Landrat Thomas Reumann sowie zahlreiche Bürgermeister aus dem Landkreis werden ebenfalls erwartet. Am Sonntag gibt es von 10 bis 17 Uhr für die Öffentlichkeit einen Tag der offenen Tür. Hier können sich die Besucher nicht nur über das neue Gebäude informieren sondern auch über das vielseitige Hilfsangebot des DRK.

Ein Jahr haben die Arbeiten für den Neubau gedauert. Entstanden ist ein Gebäude mit rund 2 200 Quadratmetern Fläche. Am neuen Standort sind damit alle Materialien und Einheiten zentral zusammengelegt worden, die bei einem Katastrophenalarm benötigt werden. Dazu gehören die Fahrzeughalle, in der derzeit 24 Fahrzeuge stehen, sowie die Rettungshundestaffel, das Kreisauskunftsbüro, die Feldküche und das Schulungszentrum.

"So ein zentraler Standort, an dem das meiste eingelagert ist, ist nach meiner Meinung nach einzigartig", betont DRK-Geschäftsführer Michael Tiefensee. Damit erfülle das neue Katastrophenschutzzentrum eine wichtige "Daseinsfunktion für die Bürger im Landkreis". Der Landkreis Reutlingen beteiligt sich mit einem Zuschuss von 300 000 Euro an dem Projekt. Insgesamt belaufen sich die Investitionskosten auf rund 1,9 Millionen Euro. "Für uns ein großer Kraftakt", betont Tiefensee.

Nach Abzug von Spendengeldern, dem Landkreis-Zuschuss und dem Erlös aus dem Verkauf des ehemaligen Zentrums in Rommelsbach, muss das DRK rund 900 000 Euro fremdfinanzieren, erklärt Tiefensee. Herausforderung Die Herausforderung bestand für die zuständige Architektin Katrin Langansky vom Architekturbüro Riehle + Assoziierte darin, die Fahrzeughalle mit dem angrenzenden konventionellen Bau geschickt zu verbinden.

Die Fahrzeughalle wurde als Fertighalle in Stahlkonstruktion mit Alu-Sandwichpaneelen errichtet. Das angrenzende Schulungszentrum wurde durch eine zurückgesetzte Gebäudefuge optisch abgelöst. Der eingeschossige Bau besteht aus Stahlbeton und kann bei Bedarf um ein weiteres Geschoss aufgestockt werden.

In der Fahrzeughalle befinden sich außerdem eine Werkstatt sowie Lagerräume. Im angrenzenden Schulungsbau sind neben den Schulungsräumen die Einsatzzentrale, Küche, Bereitschaftsraum sowie die sanitären Anlagen untergebracht.
 
 

Anja Chmielewski

09.09.2010 - aktualisiert: 09.09.2010 09:43 Uhr

 

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