2. SEPTEMBER 2010
PFULLINGEN. "Ich habe mich richtig wohl gefühlt, weil ich mit viel Freude und Wärme begrüßt worden bin", sagt Melek Kara, eine Auszubildende der Stadtverwaltung Pfullingen. Die 20-jährige zukünftige Verwaltungsangestellte erinnert sich gern an Irmela Senner, die sie einmal in der Woche im Samariterstift besucht hat.
Ihre Besuche fanden im Rahmen des Projekts "Freundschaft auf Zeit" statt. Unter der Schirmherrschaft von Hans-Joachim Sonntag hat das Projekt "Freundschaft auf Zeit" mit einer Auftaktveranstaltung im Herbst 2009 begonnen. In der Zwischenzeit sind zwei Gruppen von Auszubildenden aus Pfullinger Betrieben im Samariterstift aktiv gewesen.
Jung und Alt haben sich einiges zu erzählen. Bettina List bemerkt erstaunt, dass sie für viele Themen die gleiche Begeisterung aufgebracht hat wie Elise Zepf, die einstige Nachbarin, der sie im Rahmen des Projekts im Samariterstift Pfullingen wieder begegnet.
Erfahren haben die fünf Auszubildenden viel über sich selbst, im Umgang mit anderen Lebenswelten und wie sie diese Erfahrungen in ihren Berufsalltag übertragen können. Katrin Grießinger, die jüngste der fünf Auszubildenden hat entdeckt, dass sie deutlich mehr Geduld aufbringen kann als sie gedacht hätte.
Im Samariterstift haben sich für die Auszubildenden Lernfelder gezeigt, denen sie sich im Alltag nicht immer stellen müssen: Berührungsängste überwinden, mit ganz fremden Menschen in engeren Kontakt kommen oder auch mit Gefühlen und den Reaktionen anderer Menschen umzugehen, sind Herausforderungen, die junge Menschen wachsen lassen. "Die Zeit hier im Haus hat mir gefallen. Sie hätte länger sein können", ist ein Fazit in der Auswertungs- runde.