26. AUGUST 2010
BAD URACH. Am kommenden Wochenende findet bereits zum 50. Mal das hochkarätig besetzte Frauenhandball-Turnier, der Sika-Cup, in Bad Urach statt. Titelverteidiger sind die Russinnen von Zvesta Zvenigorod. Kleiner Wermutstropfen für die Veranstalter nach der Absage des spanischen Teams CB Sagunto Valencia gehen in diesem Jahr nur sieben Teams an den Start.
Ab Freitag steht wieder Frauenhandball der Spitzenklasse in der Uracher Ermstalhalle auf dem Programm mit der 50. Auflage feiert der Sika-Cup sein Jubiläum. Nach der Absage des spanischen Teams CB Sagunto Valencia messen sich allerdings nur sieben Teams. Aber diese Teams haben es wieder mal in sich. Als da wären Titelverteidiger Zvesta Zvenigorod.
Die Russinnen haben in jüngster Vergangenheit ziemlich viele Titel abgeräumt. Sie wurden 2008 Champions-League-Sieger und holten sich 2007 den EHF-Pokal und die russische Meisterschaft. Mit Hypobank Niederösterreich kommt das Aushängeschild im österreichischen Frauenhandball erneut in die Bäderstadt. Seit 1977 sind sie immer österreichischer Meister geworden. Dazu kamen acht Siege im Europacup der Landesmeister.
Eher ein unbeschriebenes Blatt ist da der polnische Vertreter SPR Lubin. Einziger Titel der Mannschaft ist bislang die polnische Landesmeisterschaft in diesem Jahr. Mit Oltchim Valcea nimmt auch der aktuelle rumänische Meister am Turnier teil. Darüber hinaus standen die Rumäninnen in der vergangenen Saison auch im Champions-League-Finale und verloren dort gegen das dänische Team aus Viborg.
Aus Skandinavien kommen die Norwegerinnen von Byasen IL nach Urach. Die beiden größten Erfolge der Nordeuropäer waren der EHF-Cup-Sieg 2007 und der Sieg im norwegischen Pokal ein Jahr später. Komplettiert wird das Teilnehmerfeld von zwei deutschen Mannschaften. Neben dem zwölffachen deutschen Meister und achtfachen Pokalsieger Bayer Leverkusen nimmt auch Frisch Auf Göppingen am Sika-Cup teil.
Die Göppingerinnen sind erst 2008 in die Erste Bundesliga aufgestiegen, standen aber 2010 immerhin schon im Finale des Europa-Cups. Der Startschuss des Turniers fällt am Freitag um 16.30 Uhr mit der Partie zwischen Hypo Niederösterreich und Byasen IL. Am Samstag beginnt die erste Paarung bereits um 10.30 Uhr und am Finaltag, dem Sonntag, um 9 Uhr.
Richtig um das Eingemachte geht es in den Play-off-Spielen der ersten vier Mannschaften ab 11.40 Uhr. Die beiden Finalspiele sollen dann ab 14.30 Uhr über die Bühne gehen. Eine absolute Besonderheit des Turniers ist, dass alle sieben Mannschaften gegeneinander spielen. Das ist einmalig in der internationalen Turnierszene.
Für die Mannschaften und ihre Trainer bietet sich so eine optimale Möglichkeit sich gegen viele verschiedene Gegner und damit auch viele verschiedene Spielsysteme den letzten Schliff für die anstehende Meisterschaftsrunde zu holen. Für spannenden Handball und beste Unterhaltung ist also auf alle Fälle gesorgt.