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Riesenfreude: In Bad Urach feierte der FC Rottenburg am letzten Spieltag den Aufstieg in die Landesliga.
pr
19. August 2010
Diese Meisterschaft vergessen sie so schnell nicht. In einem Herzschlagfinale beim FV Bad Urach verlor der FC Rottenburg und feierte trotzdem den Aufstieg in die Landesliga.
Denn zeitgleich hatte der schärfste Konkurrent, der SSV Reutlingen II, verloren. So feierten die Bischofsstädter frenetisch den Titelgewinn in der Bezirksliga und somit die Rückkehr in die Landesliga. Vor acht Jahren verabschiedete sich der FCR aus dieser Klasse und dümpelte seither in der Bezirksliga umher. Immer mit der Ambition, wieder nach oben zu kommen. Mit Spielertrainer Martin Wagner schafften sie es dann.
Mit dem ehemaligen Kicker des SSV Reutlingen legten die Bischofsstädter eine furiose Vorrunde hin. »Das war das Fundament für den Aufstieg«, ist sich der 35-Jährige sicher.
Die Rückrunde war nicht mehr so überzeugend, aber »wir hatten bis zum letzten Spieltag alles selbst in der Hand«, so der Spielertrainer. Dass es dann so kurios ablief, bleibt ein extra Kapitel in den Geschichtsbüchern des Vereins. »Die Euphorie war groß und wird uns noch ein bisschen begleiten«, glaubt Wagner. Der einzige Spieler, der bislang Landesliga-Luft geschnuppert hat, ist Evangelos Aroutsidis. Der Routinier wird auch in der neuen Saison wieder das FCR-Trikot überstreifen und »uns mit seiner Erfahrung helfen«, so der Coach. Für die neue Saison plant Wagner mit 25 Mann.
Neun Zugänge und nur zwei Abgänge vermeldet der Aufsteiger, der mit seiner eingespielten Truppe bestehen will. »Das ist ganz klar unser Vorteil«, sagt Wagner, der auch wieder gegen das runde Leder treten wird. Fabian Grammer (SV Seebronn), Top-Torjäger aus der Kreisliga A soll den Stürmern Beine machen.
Nikola Silic (TuS Ergenzingen), Roman Teufel ( FC Internationale Rottenburg), Steffen Wiech (SV Nehren), Gregor Allgaier (SV Weissach) sowie die A-Jugendlichen Michael Quasthoff, Mario Martin, Lukas Fuchs und Eren Yazici verstärken die Truppe. Bei der Frage, wo der FC Rottenburg am Ende steht, legt sich Wagner noch nicht ganz fest.
»Ich sag mal das, was alle Aufsteiger sagen: Wir wollen mit dem Abstieg nichts zu tun haben.« Doch der Spielertrainer zeigt sich auch selbstbewusst. »Von der Qualität her können wir sicher mithalten. Ein Platz knapp im einstelligen Bereich von Rang sieben bis neun ist möglich.