Gemeinschaftsschule: Baden-Württemberg bekommt eine neue Schulform: Die Gemeinschaftsschule, bei der Kinder von der 1. bis zur 10. Klasse gemeinsam unterrichtet werden. Was halten Sie von diesem Schulkonzept?
Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch (Dritte von rechts) und Gestütsleiterin Astrid von Velsen-Zerweck packten kräftig mit an. pr
12. AUGUST 2010
»Mit den nun beginnenden Baumaßnahmen setzt die Landesregierung ein starkes, positives Signal für die Weiterentwicklung und Stärkung des Haupt- und Landgestüts Marbach. Wir wollen die Funktion Marbachs als überregionales Aus- und Weiterbildungszentrum für die Berufe in der Pferdewirtschaft langfristig und nachhaltig sicherzustellen«, sagte die Staatssekretärin im baden-württembergischen Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, am 4. August beim Spatenstich für die neuen Baumaßnahmen am Haupt- und Landgestüt Marbach.
GOMADINGEN. An den Standorten des Gestüts in Marbach, in Offenhausen und in St. Johann werden nun die Bauarbeiten beginnen. Die Bauvorhaben werden mit rund 7,3 Millionen Euro aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm (ZIP) des Bundes finanziert.
Zahlreiche Gebäude des Gestüts genügten den heutigen Anforderungen eines modernen Pferdezucht- und Ausbildungsbetriebs nicht mehr, sagte Gurr-Hirsch. Der ehemalige Querstall im Gestütshof Marbach wird bis zum Projektende im Jahr 2011 ein Informations- und Schulungszentrum aufnehmen. In einem neuen Lehrgangsstall werden zukünftig 24 Pferdeboxen, eine Geschirrkammer und eine Kutschenremise bereitgestellt.
»Als Ausbildungsbetrieb mit zahlreichen Lehrgängen ist das Gestüt auf ein Gästehaus angewiesen. Das geplante Unterkunftsgebäude für Schulungsteilnehmer stellt eine zeitgemäße Unterbringung in 18 Zweibettzimmern und zwei behindertengerechten Appartements sicher«, ergänzte Gurr-Hirsch.
In Offenhausen wird eine neue Reithalle entstehen. Dort stehen die wertvollsten Deckhengste des Gestüts. Die historische und denkmalgeschützte Reithalle ist sanierungsbedürftig. Sie, so Gurr-Hirsch, genüge nicht den Anforderungen einer modernen europäischen Zucht- und Ausbildungsstätte.
Im Gestütshof in St. Johann entsteht eine weitere Reithalle, welche die sehr kleine, ebenfalls stark sanierungsbedürftige Bewegungshalle, ersetzen solle. »Bei den Neubauten setzt das Land auf ein nachhaltiges Baukonzept. Zum Einsatz kommen vorrangig regionale Materialien«, betonten Staatssekretärin Gurr-Hirsch und Ministerialdirigent im Finanzministerium Thomas Knödler. Abgerundet werde das Programm durch ein Konzept zum Einsatz erneuerbarer Energien in Marbach. Die Neubauten Infozentrum und Gästehaus sowie zahlreiche bestehende Gebäude des Betriebs sollen an ein Nahwärmenetz angeschlossen werden.
Dafür werde eine neue zentrale Heizungsanlage errichtet, die mit Holzhackschnitzeln befeuert werde. Da die Holzhackschnitzel im eigenen Betrieb als Abfallprodukt anfallen, erreiche man damit nicht nur eine deutliche Senkung der Betriebskosten, sondern auch im Endausbau eine CO2-Einsparung von 50 Tonnen pro Jahr. »Es ist erfreulich, dass die Baumaßnahmen nun realisiert werden und damit die Zukunft des Gestüts auf eine sichere Grundlage gestellt wird«, so die Staatssekretärin.