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Christian Erbe beerbt Eberhard Reiff

Im Amt
Foto: Anja Chmielewski

22. JULI 2010
 

REUTLINGEN. Christian O. Erbe ist seit vergangenen Freitag neuer IHK-Präsident. Der 1961 geborene geschäftsführende Gesellschafter der Erbe Elektromedizin GmbH aus Tübingen tritt damit die Nachfolge von Eberhard Reiff an, der einstimmig zum Ehrenpräsidenten gewählt wurde.

Für Christian O. Erbe war es ein "bewegender Moment", als er neben dem Geschäftsführer der IHK, Dr. Wolfgang Epp, Platz nahm und die Fotos seiner Amtsvorgänger an den Wänden betrachtete. Die IHK-Vollversammlung hatte ihn am Nachmittag bei 45 Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen zum neuen IHK-Präsidenten gewählt. Einen Gegenkandidaten gab es nicht. Seine Amtszeit geht bis 2015.

Auf Christian O. Erbe warten jetzt einige Aufgaben, "denen ich mich stellen muss." Davor ist ihm aber nicht bange. Die Kammer sei "gut aufgestellt" und sein Vorgänger habe ihm ein "gut bestelltes Haus übergeben". Die Arbeit der nächsten Jahre stehe unter dem Einfluss einiger "Mega-Trends".

Als Beispiele nannte Erbe Globalisierung, Internationalisierung und demografischer Wandel. Die Region sei in Berlin schon sehr gut aufgestellt. In Brüssel müsse sie aber "mehr Gewicht bekommen", so Erbe. Eine "wichtige Kernkompetenz" für die IHK sei die Kooperation mit Hochschulen. Dieses Projekt wolle man vorantreiben. Weiteren Handlungsbedarf sieht Erbe bei der Bildung.

Den unter Eberhard Reiff begonnenen Prozess "Kinder ­ Jugend ­ Wissen" wollen wir "fortsetzen und ausbauen." Außerdem wolle man gerade kleineren und mittleren Unternehmern helfen, erfolgreich zu sein und die Mitglieder weiter vernetzten. Angedacht ist, das Beratungsangebot für Existenzgründer auszubauen.

Außerdem habe man die Gründung zweier Gremien beschlossen, einmal für Mitglieder, die im Dienstleistungsangebot tätig sind, das sind 48 Prozent. "Die können wir besser betreuen, wenn wir sie mehr in den Fokus nehmen", erklärt Erbe. Und dann eins für Kleinstunternehmen. "Auch die müssen wir besser mitnehmen." Eine radikale Änderung der Politik gebe es unter ihm nicht, sagte Erbe abschließend. Vielmehr wolle er Dinge weiterentwickeln. ­
 
 

Anja Chmielewski

22.07.2010 - aktualisiert: 22.07.2010 09:34 Uhr

 

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