Gemeinschaftsschule: Baden-Württemberg bekommt eine neue Schulform: Die Gemeinschaftsschule, bei der Kinder von der 1. bis zur 10. Klasse gemeinsam unterrichtet werden. Was halten Sie von diesem Schulkonzept?
Bald könnten touristische Kleinode wie die Salmendinger Kapelle besser beworben werden. satbu
22. JULI 2010
Die bessere Vermarktung der Schwäbischen Alb hält die Tourismusexperten der regionalen Industrie- und Handelskammern auf Trab. Max Richard Freiherr Rassler von Gamerschwang fordert »eine schnelle Umsetzung«.
REGION. Jetzt kommt die Marketing-Maschinerie vielleicht doch noch ins Rollen. Die seit langem öffentlich diskutierte Vermarktungskrise der Tourismusregion Schwäbische Alb könnte bald der Vegangenheit angehören. Jüngster Vorstoß in Sachen Tourismus ist ein Positionspapier der IHKs Reutlingen, Bodensee-Oberschwaben, Ostwürttemberg, Schwarzwald-Baar-Heuberg und Ulm. Sie sprechen sich in zehn Empfehlungen für eine bessere Vermarktung, einen einheitlichen Außenauftritt von Tourismusverbänden und -unternehmen sowie die Bündelung der vorhandenen Ressourcen aus.
»Mit dem neuen Marketingkonzept hat der »Schwäbische Alb Tourismusverband« einen wichtigen Schritt zur besseren Vermarktung getan«, sagt Max Richard Freiherr Rassler von Gamerschwang, Vorsitzender des Tourismus-Ausschusses der IHK Reutlingen. »Jetzt muss schnell die Umsetzung kommen.«
Zustimmung für das Positionspapier kommt auch vom Tourismusverband Schwäbische Alb (TVSA). Landrat Thomas Reumann lobt: »Erfreut bin ich darüber, dass die Industrie- und Handelskammern in ihrem Positionspapier den vom TVSA eingeschlagenen Weg bestätigen«, betont der Verbandsvorsitzende.
Die IHKs fordern vor allem ein Ende des Kirchturmdenkens. »Wenn wir unsere Mittel besser bündeln, am besten in einen Topf geben, dann erreichen wir mehr Aufmerksamkeit und steigern die Besucher- und Übernachtungszahlen«, so Freiherr Rassler von Gamerschwang. Davon sei die Schwäbische Alb aktuell weit entfernt. Der letzte Tourismusbericht des Statistischen Landesamts hätte ihr mit einer Auslastung von
2 200 Übernachtungen pro
1 000 Einwohner eine unterdurchschnittliche touristische Bedeutung attestiert.
Mit ihren Empfehlungen wollen die IHKs dazu beitragen, das Reiseziel Schwäbische Alb erfolgreicher zu machen. »Dazu müssen die Unternehmen, die mit ihren Angeboten für die Wohlfühlatmosphäre und die Begeisterung der Gäste sorgen, stärker als bisher eingebunden werden«, lautet die Forderung von Dr. Wolfgang Epp, Hauptgeschäftsführer der Reutlinger IHK. »Die Betriebe sind nah dran und wissen aus erster Hand, was sich die Kunden wünschen.« Dabei setzen die IHK auf professionelle Unterstützung. Das operative Geschäft solle in Zukunft unabhängigen Tourismusmanagern übertragen werden.