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Für die Würde des Menschen

Auch Sport gehört zum vielfältigen Angebot der KBF.
Foto: Kbf

15. Juli 2010
 

Respekt vor der Würde des Menschen sowie vor der Einzigartigkeit jeder Person ist der Grundgedanke auf dem die KBF Mössingen gebaut ist. Seit 40 Jahren betreut, pflegt, therapiert und hilft die Einrichtung Menschen mit Behinderung, Alten und Bedürftigen.
 

Den runden Geburtstag feiert der Verein am 17. Juli mit einem Tag der offenen Tür. Unter dem Motto "Bunt wie das Leben" gewährt die KBF von 10 bis 17 Uhr der Öffentlichkeit Einblick in ihr Innenleben. Dann können sich Interessierte selbst ein Bild davon machen, was in vier Jahrzehnten gewachsen und verwirklicht worden ist. Einen großen Anteil am Erfolg hat Thomas Seyfarth. Seit 34 Jahren arbeitet und lebt der Geschäftsführer für die KBF.

Der Diplom-Psychologe begann seine Karriere in der sozialen Einrichtung als Zivildienstleistender. Er war Heim- und Internatsleiter und führt seit 15 Jahren die Geschäfte. Angefangen hat die KBF recht klein mit Kindergärten. Schnell wurde erweitert auf Schule, die Beförderung kam dazu, betreutes Wohnen, Essen auf Rädern, Beratungsangebote sowie auch ambulante Hilfe. Heute zeigt sich die KBF als moderne zukunftsorientierte Einrichtung mit 1 450 festangestellten Fachkräften. Sie betreuen rund 1 500 Menschen, die in den Einrichtungen leben sowie 1 500 die zuhause versorgt werden.

Ergänzungskräfte bilden dabei einen wichtigen Grundpfeiler für die Betreuung. 600 (rund 350 Zivis und 250 FSJler) von ihnen leisten jährlich ihren Dienst. "Sie bringen Humor und frischen Wind in die Häuser", freut sich der Geschäftsführer an den jungen Mitarbeitern, die vor allem in der individuellen Betreuung zum Einsatz kommen. Jede der vielen Einzeleinrichtungen hat unterschiedliche Ziele. Um die Identität einer Person, ihr Wachstum und ihre Entwicklung zu unterstützen und zu fördern, hält die KBF eine geborgene und angstfreie Atmosphäre, einen Raum für kreatives und eigenverantwortliches Handeln, die Gelegenheit zu sozialem Lernen und eine fundierte Entwicklungsförderung mit einem individuellen Behandlungs- und Pflegeplan für erforderlich.

"Wir sind für viele der von uns betreuten Menschen nicht nur ein Platz für Pflege, Förderung und Therapie, sondern deren Lebensraum und damit wesentlich mitbestimmend für ihre Lebensqualität", so Seyfarth. Wege zum selbstbestimmten Leben lassen sich leichter finden, wenn Hilfe aus einer Hand gewährt wird, Sicherheit und Geborgenheit diesen Weg begleiten und es in jedem Lebensabschnitt unterschiedliche Fördermöglichkeiten gibt.

Dieter Reisner

15.07.2010 - aktualisiert: 15.07.2010 09:59 Uhr

 






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