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Geschmorter Kalbstafelspitz

reisner

Sonntagsbraten, 4. Juni 2009
 

Der Name ist Symbol. Früher stand der Sonntagsbraten auf fast jedem Tisch. Die Familie versammelte sich zum Essen, das sich vom Rest der Woche unterschied. Die Zeiten ändern sich. Heute soll der Sonntagsbraten für das Besondere im Alltäglichen stehen.
 

Und muss nicht zwingend am siebten Tag der Woche serviert werden. Ein gemeinsames Essen mit Freunden, Verwandten oder im engsten Familienkreis kann Anlass sein, sich etwas Leckeres zu gönnen.

Der WOCHENBLATT-Sonntagsbraten will Anregungen geben, sich selbst an den Herd zu stellen oder das Angebot der vielfältigen hervorragenden Küche der Region zu testen.

Dazu geben ausgezeichnete und erfahrene Küchenmeister von Rottenburg bis Münsingen, von Metzingen bis Trochtelfingen Einblick in ihre Kunst und stellen immer am ersten Donnerstag des Monats einen "Sonntagsbraten" vor. Joachim A. Göhner, Inhaber de traditionsreichen Restaurants Krone in Ofterdingen schmort diesmal einen feinen Kalbstafelspitz und kombiniert ihn mit der Königin der Küche dem Spargel.

Der Küchenchef des Restaurants, Daniel Förderer hat das Gericht fürs WOCHENBLATT zubereitet.

ZUBEREITUNG:

1. Am Vortag Spargel unterhalb der Köpfe der Länge nach schälen und die Enden abschneiden. Spargel mit Küchengarn zu 8 Bündeln binden und in feuchte Tücher gewickelt in den Kühlschrank legen.

2. Am nächsten Tag die Möhren schälen, Sellerie putzen. Möhren, Sellerie und Zwiebeln in 1 cm große Würfel schneiden. Tomaten vierteln und die Stielansätze herausschneiden.

3. Tafelspitz kalt abspülen, trocken tupfen und mit Salz und Pfeffer würzen. Das Öl in einem Bräter mit Deckel erhitzen, das Fleisch darin rundherum kräftig anbraten, herausnehmen und beiseitestellen. Möhren, Zwiebeln und Sellerie in den Bräter geben und unter Rühren goldbraun braten. Wein dazugießen, Tomaten und Lorbeerblätter dazugeben. Fleisch mit der Hautseite nach oben in den Bräter geben und zugedeckt zum Kochen bringen. Im vorgeheizten Ofen bei 160 Grad (Umluft 140 Grad) 1 Stunde zugedeckt garen, dabei zweimal wenden.

4. Inzwischen Salzwasser mit Butter und einer kräftigen Prise Zucker und Zitrone in einem ausreichend großen Topf zum Kochen bringen. Spargel dazugeben und bei mittlerer Hitze 13-15 Minuten bissfest garen. Danach das Ganze gut abgetropft auf eine Platte legen.

5. Den Braten herausnehmen, in Alufolie wickeln und bis zum Servieren ruhen lassen. Den Bratensaft durch ein feines Sieb gießen und eventuell mit Salz und Pfeffer abschmecken. Braten in Scheiben schneiden und mit dem Bratensaft beträufeln.

6. Den Braten kann man auch am Vortag zubereiten: Dafür den gegarten Braten im passierten Fond vollständig auskühlen lassen. Über Nacht abgedeckt im Kühlschrank kalt stellen. Am nächsten Tag den Braten in Scheiben schneiden, in einen flachen Topf geben und mit dem Fond bedecken. Zum Kochen bringen und 20 Minuten bei mittlerer Hitze zugedeckt aufwärmen.

Tipp:
Zum Spargel und Tafelspitz passen neue Kartoffeln. Man rechnet etwa 220 g pro Person. Neue Kartoffeln nicht schälen, sondern kräftig abbürsten. Kalt mit Salzwasser aufsetzen, zum Kochen bringen und 22-25 Minuten garen.

ZUTATEN für 4 Personen:
1 kg weißer Spargel
100 g Möhren
50 g Staudensellerie
100 g Zwiebeln
150 g Tomaten
1 Kalbstafelspitz
Salz
Schwarzer Pfeffer
2 El Öl
250 ml trockener Weißwein
1 Lorbeerblatt
10 g Butter
Zucker


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reisner

04.06.2009 - aktualisiert: 13.02.2013 17:38 Uhr

 






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