DUßLINGEN. Schon seit zehn Jahren bietet die Agentur für Klimaschutz ihre Dienste im Landkreis Tübingen an. 2008 starteten die ersten Beratungsgespräche in punkto erneuerbarer Energien und Energieeffizienz.

Rückblick

»Uns war es wichtig, mit einer neutralen Beratung zu starten«, so Landrat Joachim Walter. Um von vorne herein Fehler bei der Planung von Hausbau, Sanierung oder Heizungserneuerung zu vermeiden, bot die Agentur Erstgespräche an.

Den Bürgern ein Vorbild

Das Konzept wurde gut angenommen und mit der Zeit weiter ausgebaut. War am Anfang noch das Kerngeschäft die kostenlose Energieberatung für Bürgerinnen und Bürger sowie für Handwerk und Dienstleister, zählen mittlerweile auch Kommunen wie Dußlingen zu den Kunden der Agentur. Die Gemeinde Dußlingen sieht sich in Sachen Klimafreundlichkeit auf einem guten Weg. Neben Bücherei, Mediothek und Feuerwehrhaus ist auch die neue Kultur-und Sporthalle ein Beispiel für Klimafreundlichkeit. So ist auf dem Kulturhallendach eine Photovoltaikanlage installiert, welche das Gebäude mit Energie speist. Momentan plant die Gemeinde, im Rahmen des energetischen Quartierskonzepts das Sanierungsgebiet »An der Steinlach« mithilfe eines Blockheizkraftwerkes mit Nahwärme zu versorgen.

Ausblick

In Zeiten des fortschreitenden Klimawandels und der Energiewende setzt die Agentur weiterhin auf die Vermittlung von Erfahrung und Wissen, um den Klimaschutz im Landkreis Tübingen zu fördern. Für die Zukunft möchte man sich allerdings noch breiter aufstellen. Zum einem soll die Expertenplattform für Kunden weiter aufgebaut werden, die Fördermittel noch effizienter genutzt und die Aufklärung der Jugendlichen an den Schulen weiter vorangetrieben werden.

Denn Strom und Wasser sparen - das geht auch schon im Kleinen, ohne dass man überhaupt Geld für Investitionen in die Hand nehmen muss. Nicht jeder kann sich gleich eine Photovoltaik-Anlage aufs Hausdach setzen. Oft reicht es schon aus, das Verhalten zuhause ein wenig zu verändern. Das Licht auszuschalten, wenn man den Raum verlässt und nicht unbedingt notwendige Geräte vom Strom zu nehmen, da diese auch im Standby-Modus immer noch Energie verbrauchen. Da freut sich Umwelt und die eigene Haushaltskasse. –boe