ROTTENBURG. Hell und freundlich sind die Räume im neuen Rathausanbau. Der Rottenburger Verwaltungssitz ist dank eines Aufzugs nun endlich barrierefrei zu erreichen. Räume hat neben dem Standesamt und dem Archiv auch das Landratsamt, das hier im neuen Anbau eine Familienberatung anbieten wird. Fünf Geschosse des Anbaus werden von der Stadt belegt, hier werden rund 30 städtische Arbeitsplätze eingerichtet. Die Kosten sind während der Bauphase explodiert, daher musste der Gemeinderat vier Mal nachfinanzieren. 7,3 Millionen Euro sind somit verbaut worden, doch diese Investition hat sich gelohnt. Die Obere Gasse hat wieder ein schönes Gesicht, und der Anbau besticht durch seine Farbakzente an der Außenfassade.

Herbst 2011 Beginn

Seit Herbst 2011 wird gebaut. Zunächst erfolgte im September 2011 der Abriss einiger Gebäude in der Oberen Gasse. 2015 gab es einen Architektenwettbewerb, gebaut wurde der Anbau dann von den Architekten Ackermann und raff. Im November 2017 erfolgte die Grundsteinlegung, und im Juni 2018 wurde schließlich Richtfest gefeiert. Ende März 2019 zog das Stadtplanungsamt und auch das Landratsamt in den Rathausanbau ein, der am Samstag, 18. Mai ab 11 Uhr mit einem Tag der offenen Tür eingeweiht wird. Zuvor eröffnet die Stadtverwaltung den Anbau feierlich mit einem Festakt. Dann kann sich auch die Bevölkerung ein Bild machen vom gelungenen Rathausanbau, der durch einen Gang mit dem Rathausfoyer verbunden ist. Der Erweiterungsbau wurde notwendig, da man zum einen den neuen Sitzungssaal nicht mehr als Trauzimmer, sondern als Besprechungsraum künftig nutzen will.

Archive überfüllt

Zudem werden durch die Zunahme an Stammpersonal bei der Stadt mehr Büroräume mit Arbeitsplätzen benötigt. Vor allem im Dachgeschoss des historischen Rathausgebäudes sind die Arbeitsplätze bislang sehr beengt. Dieser Mangel wurde auch in der Mitarbeiterbefragung thematisiert und auch kritisch hinterfragt. Die Archive der Stadt sind überfüllt, und es wird eine Kompaktanlage und Lagerräume benötigt. Zudem mietet die Familienberatung des Landratsamtes die beiden obersten Geschosse des Rathausanbaus. Entstanden sind insgesamt 1555 Quadratmeter Nutz- und Verkehrsfläche. Probleme während des Baus waren das steile Gelände, in welches der Anbau eingefügt werden musste. Zudem bereitete die schlechte Bausubstanz der beiden Bestandsgebäude Probleme, es wurden Schadstoffe entdeckt. Zudem mussten archäologische Funde gesichert werden. Doch dies ist alles gemeistert worden, und auch der Zeitdruck konnte ebenso wie die hohen Baukosten geschultert werden. Das gesamte Rathaus mit Verwaltung ist stolz auf den neuen Anbau, der viele positive Aspekte mit sich bringt. Neben mehr Platz sicherlich auch die Barrierefreiheit des Gebäudes.                                                                                                              –aba