ROTTENBURG. Es war ein emotionaler Moment, aber nicht wegen der Niederlage. Die Bundesligavolleyballer des TV Rottenburg haben ihr Auswärtsspiel bei den Berlin Recycling Volleys mit 3:0 (25:21,25:17,25:17) verloren. Der TVR hielt zu Beginn gut mit und setzte das Vorgenommene in die Tat um: Im Lauf der Woche kündigte Richard Peemüller an, dass sich die Mannschaft vornahm, beim Meister zeigen zu wollen, dass die junge Rottenburger Mannschaft gutes Volleyball spielen kann. »Es hat sich heute Abend ein schöner Bogen geschlossen«, sagte ein spürbar nachdenklicher TVR-Coach Hans Peter Müller-Angstenberger nach der Begegnung.

Der Übungsleiter wurde im Nachgang an die Begegnung von den Offiziellen verabschiedet und geehrt. »Das Spiel wurde für mich zu einem besonderen, gerade weil ich von dieser Aktion überrascht wurde. Es hat immer wahnsinnig viel Spaß gemacht, hier vor dieser Kulisse zu spielen. Mein Dank geht besonders an Kaweh Niroomand.« Dann erinnerte Müller-Angstenberger daran, dass noch eine letzte Trainingswoche vor ihm liege, in der er seine Mannschaft auf die kommende Begegnung gegen Herrsching vorbereiten müsse. Schließlich gab er aber zu: »Ich würde eigentlich gerne mit leisen Tönen gehen und hoffe, dass mich meine Gefühle am kommenden Wochenende nicht übermannen werden. Es fühlt sich alles gut an, das Glück überwiegt, Teil dieses Projekts zu sein.«                                                                                                                                                                                                       –tw