ROTTENBURG. Die vergangenen Tage und Wochen haben die Verantwortlichen der Bundesligavolleyballer des TV Rottenburg genutzt, um die Weichen für die Zukunft zu stellen. Eine weitere Entscheidung ist gefallen: Sie betrifft die Trainerposition.

»Eigene Verantwortung gesehen und intensiv reflektiert«
Die wohl schwierigste Saison überhaupt liegt hinter den Bundesligavolleyballern des TVR. Nur einen Sieg konnten die Schwaben in der zurückliegenden Spielzeit verbuchen. Klar, dass da auch grundlegende Fragen gestellt wurden – auch in Bezug auf die agierenden Personen. Nach seiner 16. Saison beim TVR habe sich Hans Peter Müller-Angstenberger so viele Rückfragen gestellt, wie noch nie: »Ich sehe meine eigene Verantwortung und habe die Lage intensiv reflektiert.«

Volle Rückendeckung von Vereinsspitze, Beirat und Management
Bereits vor der Bedenkzeit des Trainers war klar, dass die Verantwortlichen des Vereins mit »dem Rottenburger Volleyball-Gesicht« auch in die kommende Spielzeit gehen wollen. Manager Philipp Vollmer: »Vereinsspitze, Beirat und ich haben geschlossen Hans unser Vertrauen ausgesprochen. Wenn es einer schafft, neuen Schwung reinzubringen, Dinge zu verändern und aus Fehlern zu lernen, dann ist es er.« Nach langen Überlegungen steht fest: Hans Peter Müller-Angstenberger bleibt auch im kommenden Jahr Trainer beim TV Rottenburg. 

»Fünf nach Zwölf«
»Im Grunde genommen ist es fünf nach Zwölf«, erläutert der alte und neue Coach die Lage: »Fünf nach Zwölf ist aber, wenn man es genau betrachtet überhaupt nicht so negativ, wie es scheint. Die Saison ist vorbei, also Geschichte. ‚Fünf nach Zwölf’ soll also auch einen Neuanfang symbolisieren. Ich bin überzeugt davon, dass ich meinen Beitrag dazu leisten kann, ganz neu anzufangen und Dinge neu aufzurollen.« Seine Verbundenheit und Leidenschaft für den Klub und die Menschen darin sei zwar groß, sie hätte aber allein nicht ausgereicht, um erneut auf der Trainerbank Platz zu nehmen. »Ich mache weiter, weil ich die volle Motivation verspüre, die notwendig ist, um mit frischem Wind das Projekt voranzutreiben. Wir können das alle besser.«

»Der richtige Mann an dieser Stelle«
Im Management der Domstädter ist man froh, ob der Zusage Müller-Angstenbergers. Vollmer: »Die Entscheidung von Hans ist das Beste, was uns passieren konnte. Ich freue mich sehr, mit ihm weiter zu arbeiten. Wir sind uns unserer Aufgabe bewusst und wollen gemeinsam neu angreifen. Hans ist definitiv der richtige Mann an dieser Stelle.«

Weitere Entscheidungen in den nächsten Wochen
Nachdem eine der wichtigsten Stellschrauben im Team für die kommende Bundesligasaison fixiert wurde, gilt es jetzt weiter am Kader zu arbeiten.
Das Duo Vollmer/Müller-Angstenberger spricht derzeit mit allen Spielern und der Markt wird sondiert. Mit weiteren Entscheidungen darf in den kommenden Tagen und Wochen gerechnet werden.                                                                                                                                                                                   –tw