PFULLINGEN. Das war beeindruckend. Das war ein Ausrufezeichen. Wenn der VfL Pfullingen so in der Liga auftritt, wie beim DHB-Pokal, dann entfacht das Team von Frederick Griesbach ziemlich schnell wieder ein Handballfieber wie in alten Zeiten. Zur Sache: Der Drittligist empfing am Wochenende zwei Bundesligisten im DHB-Pokal. Die Sensation gelang am Samstag. Mit einem 29:28 (14:16) Sieg schockten die Pfullinger um Florian Möck die Eulen aus Ludwigshafen und zogen ins Finale des Vierer-Turniers gegen den Bergischen HC ein. Bei der 22:35 (12:18) Niederlage am Sonntag in der Kurt-App-Halle schlug sich der VfL achtbar und machte beste Werbung für die anstehende Saison. Diese beginnt am Samstag mit einem Heimspiel und das ist ein besonderes Spiel. Ecki Nothdurft, alter VfL-Recke, Urgestein, Spieler und Trainer an der Echaz, kehrt mit seinem Team, dem TSV Neuhausen/Filder, heim in alte Gefilde. Los geht’s zur klassischen Handballzeit um 20 Uhr in der Kurt-App-Halle. Dann will der VfL gut in die Saison starten. Eine gute Hilfe dabei kann der Sieg gegen Ludwigshafen sein, »das gibt auf jeden Fall Selbstvertrauen«, wie Frederick Griesbach sagt. Den Triumph wertet der Trainer nüchtern, natürlich freut es ihn. »Bei uns hat alles gepasst, auch weil wir uns das hart erarbeitet haben. Es ist die Konsequenz aus der konzentrierten Vorbereitung, wo die Jungs super mitgezogen haben. Wir haben sechs Wochen am Limit gearbeitet.« Dem Gegner sei dabei nicht alles gelungen, so der 29-Jährige.
Gleichwohl, gewonnen ist gewonnen. So kann die Saison beginnen. Allerdings steckt darin auch eine Gefahr, wie der Kornwestheimer warnt. »Wenn wir sagen, wir sind gut und lassen es schleifen, dann wird der Erfolg ausbleiben.Die Erkenntnis aus diesem Coup laute: mit stetiger konzentrierter Arbeit und guter Vorbereitung zahlt sich aus und führt zum Erfolg«. Das will Griesbach seinen Jungs nach dem starken Auftritt gegen Ludwigshafen vermitteln und einimpfen.
Der TSV Neuhausen/Filder soll es am Samstag zu spüren bekommen. Allerdings wird dann auch weiterhin Axel Goller fehlen, der erst am Montag von der EM zurückgekommen ist und »das Recht hat ein paar Tage Urlaub zu haben«. Christian Jabot wird ebenfalls ausfallen und hinter Micha Thiemanns Einsatz steht ein Fragezeichen. Dafür rechnet der Trainer mit Frieder Nothdurft. Nothdurft? Da war doch was. Der ehemalige Spieler Ecki Nothdurft kommt als Trainer an seine alte Wirkungsstätte. Dort trifft er dann auf ein Familienmitglied. Frieder ist der Sohn von Eckis Bruder Mark.
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