METZINGEN. Es hätte schlimmer kommen können. Denn trotz des Dauerregens und des wolkenverhangenen Himmels sollen es doch 40 000 Besucher gewesen sein, die beim ersten verkaufsoffenen Sonntag dabei sein wollten. Allerdings hatte sich die Schar der Shoppingwilligen erst am Nachmittag eingefunden. Wer gegen Mittag einen Parkplatz suchte, fand selbigen problemlos – gegen 14 Uhr war die Situation nahezu aussichtslos. Am ersten verkaufsoffenen Sonntag haben sich 90 Outlets, 30 Einzelhändler und zehn Gastronomiebetriebe beteiligt.   

Motto passte trotzdem: »Den Frühling mit allen Sinnen genießen« oder »Refresh Your Lifestyle« lautete das Motto. Für Dorothee Wörner von der Stadtverwaltung Metzingen passte das Motto trotzdem. Wörner sagte: »Durch den etwas frischen Frühlingstag blieb die Außenbestuhlung meist leer, aber in den Gaststätten waren die Tische besetzt und die vielen Tüten aus der Outletcity weisen darauf hin, dass die Kunden den Weg in die Innenstadt gefunden haben. Auch zeigten Massen an Besuchergruppen, die im Eilmarsch über den Kelternplatz zum Lindenplatz strebten, die Ankünfte der Züge aus Stuttgart an. Gut geklappt hat der Shuttlebus von und zu den Parkplätzen in der Peripherie. Viele Nutzer schienen das System schon zu kennen und stiegen souverän in die Linie, die zum jeweiligen Parkplatz führte«. Wörner ärgerte sich allerdings, dass wieder einige Geschäfte offen hatten und auch Kunden bedienten, die sich nicht an der Umlage beteiligten. »Diese Trittbrettfahrer sind der MMT und dem GHV ein ziemlicher Dorn im Auge«. 

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Nadine Fuhrmann von der Holy AG ergänzte: »Generell sind wir sehr zufrieden mit dem verkaufsoffenen Sonntag. Neben vielen regionalen Kunden besuchten uns dieses Mal deutlich mehr internationale Kunden. Darunter Schweizer, Franzosen aber auch vermehrt Araber und einige Chinesen. Dabei merken wir, dass es die richtige Entscheidung war, dieses Mal die Kommunikation auf Deutsch und Englisch zu halten. Dies werden wir auch weiterhin ausbauen«. Ihrer Meinung nach nutzten die Besucher vor 13 Uhr gerne die gastronomischen Angebote, ab 13 Uhr füllten sich dann die Stores rasch.


Und bei nachlassendem Regen wurde auch das Rahmenprogramm in Anspruch genommen. Eines der Highlights war ganz sicher die Kletterwand auf dem Lindenplatz. Die wurde rege vom jüngeren Publikum getestet. Ein paar Schritte weiter in Richtung Innenstadt ging es am Nachmittag ebenfalls etwas lebhafter zu. Hauptsächlich Einheimische nutzten die Gelegenheit, um sich mit Freunden und Bekannten am Stand der Weingärtnergenossenschaft zu treffen. Normalerweise stehen die Herrschaften meistens auf dem Lindenplatz, doch diesmal mussten sie wegen eines 40 Quadratmeter großen Sporttrucks ausweichen.