BAD URACH. Das gibt’s auch nicht alle Tage: Bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt und eisigem Ostwind zog der Wasserfall richtig viele Menschen an. Das kam schon einer kleinen Völkerwanderung nahe, was letzte Woche dort geschah. Natürlich hatten die meisten ihr Smartphone einsatzbereit, um schnell und unkompliziert die durchaus beeindruckenden Bilder mit aller Welt in den sozialen Netzwerken zu teilen. Unser Fotograf Dieter Reisner hat sich logischer Weise auch auf den Weg gemacht, wenngleich auch seine Motivation ein wenig anders aussah: Die seltsamen und teils surrealen Gebilde festzuhalten und zwar für die Ewigkeit. Und da war er nicht allein. Viele Hobbyfotografen, dick eingepackt und mit rutschsicherem Schuhwerk ausgestattet, trotzten der Kälte und »legten« sich auf die Lauer. Dass das Ganze nicht ganz ungefährlich war, bewies auch die Anwesenheit von Feuerwehr und Rettungskräften - zu schnell können sich ganze Eisblöcke, die eben noch als sicher geglaubtes »Trittbrett« galten, lösen. Und dann kann die Expedition »Eis-Schnappschuss« ganz schnell nach hinten losgehen. Aber zum Glück ist nichts passiert. Die »Gunst der Stunde« wie es so schön heißt, haben sehr viele Menschen genutzt. Das war auch gut so: Wer weiß, wann sich solch ein Naturschauspiel wieder bietet.    
 
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