DETTINGEN. Die Hoffnung auf eine schnelle Lösung der Verkehrsprobleme am Wasserschlösschen zwischen Metzingen und Dettingen hat einen Dämpfer erhalten. Während in den letzten Monaten stets von einem Baubeginn Mitte dieses Jahres ausgegangen wurde, scheint sich der gesamte Umbau der gefährlichen Kreuzung um fast ein Jahr zu verzögern. Vergangene Woche trafen sich die Experten des Straßenbauamts mit Vertretern des Landkreises und des Regierungspräsidiums sowie der beteiligten Kommunen Dettingen und Metzingen. Im Mittelpunkt der Diskussion stand der Zeitplan.

Längere Sperrung befürchtet

Die Straßenbauer befürchten, dass die Bauarbeiten bis in den Winter hineinreichen könnten, da neben dem Umbau der Kreuzung auch der Straßenbelag saniert werden muss. Ein langer und harter Winter könnte dazu führen, dass dann einer von den drei Verkehrsästen - Zufahrt zur B 28, Straße nach Neuhausen und Straße nach Dettingen - längerfristig gesperrt wäre. Dies würde für die Autofahrer längere Umwege über einen größeren Zeitraum bedeuten. Um dem Ganzen vorzubeugen, soll der Umbau Anfang 2020 starten, so dass bis Spätherbst dann die Baumaßnahme beendet wäre.

Entschärfung der Einmündung

Es geht zum einen um eine Entschärfung der Einmündung, zum anderen um die Berücksichtigung von veränderten Verkehrsströmen. Die nicht ungefährliche Kreuzung hat einen Zubringer zur neuen B 28. Gedacht war dieser zur Entlastung des Metzinger Ortsteils Neuhausen. Der Verkehr sollte direkt auf die neue B 28 umgeleitet werden. An die Dettinger wurde weniger gedacht. Die mussten nämlich an der Kreuzung anhalten und scharf nach links abbiegen, um auf den Zubringer zu kommen. Seit das Gewerbegebiet im Dettinger Westen mit dem Neubau von Elring-Klinger beständig wächst, steuern viele Autofahrer, Richtung Schlössleskurve, um dort auf die B 28 aufzufahren. Dies führt mittlerweile zu Rückstaus in Dettingen bis zum Kreisverkehr Metzinger-/Nürtinger Straße. Hinzu kam und kommt, dass der Anteil des Schwerlastverkehrs relativ hoch ist und die Lastwagen bei der Einfahrt Richtung B 28 große Schwierigkeiten wegen der engen Radien, der starken Querneigung nach außen und der relativ starken Steigung haben. Gerade diese Fahrzeuge streben zwar dem überörtlichen Straßennetz zu, benutzen aber in tatsächlich zur Vermeidung der Schwierigkeiten oft die Ortsdurchfahrten Neuhausen und Metzingen.

Einigung erzielt

Angesichts dieser Verlagerung waren sich die Dettinger und Metzinger schon länger einig, dass eine andere Vorfahrtsregel notwendig wäre. Einen Kreisverkehr wollten weder Dettingen noch Metzingen, da ein Kreisel den Verkehr beliebig lenkt. Der Wunsch ist und bleibt eine vorfahrtsberechtigte Regelung für die aus Dettingen kommenden Fahrzeuge. Mittlerweile hat der Dettinger Gemeinderat den Satzungsbeschluss für den Umbau gefasst, der Neuhäuser Ortschaftsrat und der Metzinger Gemeinderat werden nachziehen. Einwände von der Öffentlichkeit gab es keine, die Grundstücke, die benötigt werden, stellen die Bürger zur Verfügung. Die beiden Gemeinden bezahlen für die Planung, die unter Metzinger Federführung abläuft. Das sind jeweils 58 000 Euro für Dettingen und Metzingen. Die Kosten in Höhe von einer Million Euro werden dagegen von Land und Bund getragen. –ber