Das gibt Hoffnung für die Zukunft: Das Eugen-Bolz-Gymnasium Rottenburg ist Deutscher Volleyballschulmeister. Im Finale setzten sich die Rottenburger gegen das Sportgymnasium Schwerin mit 2:0 durch. Der TV Rottenburg freut sich mit: Alle Spieler tragen auch auf Vereinsebene das Rottenburger Trikot.

ROTTENBURG. Eigentlich ist Niko Schneider der Trainer der Jungs, die sich in Thüringen in der vergangenen Woche gegen 13 andere Schulen durchgesetzt haben. Zusammen mit Fabian Kohl bilden die beiden das hauptamtliche Trainerteam beim Turnverein, das die Talentförderung in der Jugendabteilung des Klubs vorantreiben soll. »Auf Schulebene trainieren wir nicht zusätzlich, die Jungs sehen sich regelmäßig im Training beim TVR«, meint Fabian Kohl, der gleichzeitig Referendar am Rottenburger Eugen-Bolz-Gymnasium ist. Als Lehrer und Trainer begleitete Kohl seine sechs Schüler zum Turnier. 
Den »Wettkampf IV«, wie es in der Fachsprache heißt, gibt es noch nicht lange: »Die Endrunde wird erst seit drei oder vier Jahren ausgetragen. Wir waren das erste Mal dabei, umso mehr freut uns der Sieg bei unserer Premiere«, so Kohl weiter. Alle seine Schützlinge lernen das Volleyballspiel beim TV Rottenburg.

Ohne Satzverlust
In der Klasse »Jahrgang 2003 und jünger« kristallisierten sich im Turnierverlauf neben dem Rottenburger Gymnasium das Carl-Humann-Gymnasium Essen und das Sportgymnasium Schwerin als Konkurrenz für den Titelgewinn heraus. Kohl: »Das Sportgymnasium Schwerin genießt einen sehr guten Ruf. Sie sind traditionell eine der besten Schulen im Volleyball. Auf der ‚Deutschen’ im U14 Bereich haben wir gegen sie noch verloren, diesmal haben wir uns durchgesetzt. Das freut mich wirklich sehr!« In der Endrunde, bei der die Landessieger aus 14 Bundesländern antraten, setzte sich der Rottenburger Nachwuchs ohne Satzverlust durch und feiert nun die Deutsche Volleyballschulmeisterschaft bei der ersten Teilnahme überhaupt.
Grund zur Freude gibt es auch beim TVR: Mit dem Sieg auf Bundesebene haben die Nachwuchssportler bewiesen, dass der TVR mit seinem Jugendkonzept auf dem richtigen Weg ist und dass der Verein in der Zukunft auf starke Talente für den Aktiven-Bereich hoffen kann. Hans Peter Müller-Angstenberger, Bundesligatrainer und Lehrer am Eugen-Bolz-Gymnasium ist stolz: »Das ist Wahnsinn! Ich bin wirklich stolz auf die Jungs und freue mich für den TVR und das EBG gleichermaßen.«         –diet/rw