Das war ein Krimi. Gewonnen, verloren und dann in das entscheidende Spiel daheim gegen Solingen. Der TV Rottenburg spannte seine Fans und auch sich selbst auf die Folter. Doch nun ist der Klassenerhalt geschafft – in letzter Sekunde.

ROTTENBURG. Die Bundesligavolleyballer haben ihr letztes Heimspiel der Saison mit 3:1 (25:22,21:25, 28:26,25:19) gegen die Solingen Volleys gewonnen. In einem guten Volleyballspiel dominierte der TVR, angeführt von einem stark aufspielenden Moritz Karlitzek, in drei von vier Sätzen. Kurz nach 19 Uhr am Samstagabend gab es kein Halten mehr. Die Emotionen nahmen ihren Lauf. Rund
2 000 Fans und den Verantwortlichen wie auch Spielern plumpste gemeinsam ein Riesengebirge vom Herzen, es flossen Tränen. Mit einem Kraftakt vereitelte das Team von Hans Peter Müller-Angstenberger den Abstieg und damit das Ende der Bundesliga-Ära im Rottenburger Volleyball. Moritz Karlitzek, am Ende mit 21 Punkten MVP und erfolgreichster Angreifer, zeigte zum Schluss der langen Saison noch einmal sein ganzes Können und verzückte die Fans in der Paul Horn-Arena. Sven Metzger sorgte schließlich für den letzten Punkt in dieser Spielzeit zum 25:19. Er hatte für seinen Kollegen auf Außen ein Extralob parat: »Wie das Moritz am Ende macht, ist natürlich bockstark. Es war heute eine geile Stimmung in der Halle, aber auch ein richtig harter Kampf. Am Ende konnten die Zuschauer den Klassenerhalt bejubeln, die Erleichterung ist daher groß.«
Somit könnte rein sportlich gesehen die elfte Saison folgen, wenn da nicht die Finanzen wären. Bis Samstag, 1. April müssen die Verantwortlichen um Manager Philipp Vollmer die Unterlagen für das Lizenzierungsverfahren bei der Deutschen Volleyball-Liga (DVL) abgegeben haben.     –diet/rw