METZINGEN. Es war ein nie gefährdeter Sieg, aber ganz und gar zufrieden war der Trainer nicht. 30:24 (15:10) gewann die TuS Metzingen beim Saisonauftakt bei der Neckarsulmer Sportunion. Zuerst das Positive: Gutes Tempo und die nötige Präzision im Spiel lobte Trainer Andre Fuhr. Doch genau diese Präzision fehlte häufig am Ende eines jeden Spielzuges, wenn es um den Abschluss ging. Beispiel erste Halbzeit. Da treffen die Mädels um Julia Behnke 15 Mal, versieben aber 14 weitere Chancen, darunter auch hochkarätige. Das ist natürlich ein nicht unwichtiges Manko, kommentierte der Kommandogeber. Nach der Pause lagen die TuSsies teils mit sieben Treffern in Führung, doch so richtig vorwärtsging es nicht. Die Konsequenz hat gefehlt, seine Mädels haben das Spiel nur noch verwaltet, bemängelte der Trainer. Gleichwohl probierte Fuhr auch einiges aus. Er ließ mit Patricia Kovacs und Delaila Amega zeitweise mit zwei Spielmacherinnen agieren und neben Julia Behnke tummelte sich Tamara Haggerty am Kreis. Das macht das Team unberechenbar. Geärgert hat sich der Trainer aber über das Überzahlspiel, »irgendjemand hat da immer gepennt«. Marlene Zapf fasst es so zusammen: »Wir haben über weite Strecken ziemlich guten Handball gezeigt. Natürlich sind wir noch nicht zufrieden und haben sehr viele Chancen liegen lassen, aber wir wissen, woran wir arbeiten müssen. Für das erste Spiel, was bekanntlich nicht ganz einfach ist, lief es im Großen und Ganzen ziemlich gut für uns.« Nun geht es international los mit einem Doppelspieltag im EHF-Cup am Freitag, 14. und Samstag, 15. September gegen HZRK Grude (Bosnien-Herzegowina). Los geht’s jeweils um 20 Uhr in der Öschhalle. –diet/rw