METZINGEN/BIETIGHEIM. Es sollte nicht sein. Die Handballerinnen der TuS Metzingen krönten eine sehr gute Saison nicht mit dem Sieg im DHB-Pokalfinale. Im Endspiel in Bietigheim unterlagen sie dem Buxtehuder SV denkbar knapp mit 23:24 (12:14) und ließen die Köpfe hängen, als die Nordlichter zu feiern begannen. Nun also schon wieder Zweiter.
In der Vorsaison standen die TuSsies in der Meisterschaft wie auch im EHF-Pokal auf dem Silberplatz. So gesehen zeigt es eine gewisse Konstanz, doch sie wollten eindeutig mehr. Das Halbfinale gegen den Thüringer HC entschieden sie im Siebenmeterwerfen für sich, 3:2 hieß es, nachdem die beiden Teams in der regulären Spielzeit mit 20:20 auseinandergegangen waren.
Der Finalgegner Buxtehude war das einzige Team im Final Four, das keine Europokal-Einsätze gehabt hatte. Ob das den Unterschied am Ende ausgemacht hatte? Bis zur 50. Minute durften die TuSsies von einer langen Feiernacht und dem Pokal träumen, denn bis dato hatten sie den Vorsprung der Nordlichter egalisiert und sich einen Ein-Tore-Vorsprung erarbeitet.
Das 20:19 in der 49. Minute markierte die scheidende Tonje Löseth, danach allerdings zeigte sich einmal der Unterschied des Abends.
Die Torfrau des neuen Pokalsiegers, Antje Lenz hielt entscheidende Bälle und wurde zur Spielerin des Turniers und beste Torhüterin ausgezeichnet. Doch es gibt keinen Grund, den Kopf zu tief zu hängen oder gar in den Sand stecken.
Die TuS Metzingen hat sich zu einem Top-Team entwickelt, mit diesem zweiten Platz haben sie das erneut bewiesen. Dritter sind sie in der Liga geworden, das Team von Edina Rott, die Interimstrainerin reiht sich in der kommenden Saison hinter dem Dänen René Hamann-Boeriths wieder als Co ein, hat bewiesen, dass es zur Spitze gehört. Vor allem nach dem personellen Umbruch ist die Leistung nicht hoch genug einzuschätzen.
Die Mannschaft hat Potenzial und wird gut verstärkt, wir dürfen uns noch auf viele spannende Momente freuen.
Diesmal hat es mit dem ersten Titel nicht gereicht, doch Manager Ferenc Rott und sein Team haben die Weichen gut gestellt. Es scheint nur noch eine Frage der Zeit, bis die TuSsies an der Reihe sind.     –diet 
 
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