METZINGEN. Zwei frohe Botschaften verkündeten die Verantwortlichen der TuS Metzingen diesmal früh in der Saison. Zwei Leistungsträgerinnen des Frauenhandball-Bundesligistenhaben ihre Verträge vorzeitig verlängert und bleiben in Metzingen. Es herrscht doppelt große Freude im Lager der TuS Metzingen, denn mit Delaila Amega konnte eines der größten europäischen Talente auf der Rückraummitteposition um weitere zwei Jahre an den Verein gebunden werden. Zudem verlängerte mit Marlene Zapf eine aktuelle deutsche Nationalspielerin.

Delaila Amega
Vor drei Jahren kam die heute 21-jährige von Quintus ins Ermstal und war zu Beginn hinter Anna Loerper die Nummer zwei auf der Spielmacherposition. Inzwischen ist die 1,69 m große Niederländerin aus dem Spiel der Tussies nicht mehr weg zu denken. Vor allem ihre dynamische Spielweise und der explosive Unterarmwurf macht sie für die Gegenspielerinnen in der Bundesliga und auf internationalem Parkett unberechenbar. Zuletzt konnte sie nicht nur ihre Mitspielerinnen immer wieder exzellent in Szene setzen, sondern trug mit ihren 4,7 Treffern pro Spiel maßgeblich zum Erfolg der TuSsies bei. »Del«, wie sie genannt wird, unterschrieb einen neuen Vertrag bis zum Jahr 2021. »Es ist großartig und wir freuen uns über ihre Entscheidung. Wir haben Delaila hier in Metzingen aufgebaut und für sie diesen Weg geebnet, was sie uns nun mit ihren guten Leistungen zurückgibt. Ihre Vertragsverlängerung ist ein wichtiges Zeichen und zeigt, dass sie mit uns noch einiges erreichen will«, so Ferenc Rott. Amega begründet ihre Entscheidung vor allem auch mit dem Wohlfühlfaktor in Metzingen. »Gerade in dieser Saison macht es mir besonders Spaß. André ist ein guter Trainer und macht ein sehr anspruchsvolles Training, was ich gut finde. Ich brauche das, um mich stetig zu verbessern. Auch das in mich gesteckte Vertrauen tut mir und meinem Spiel gut und ich hoffe, dass dies noch lange anhält. Außerdem sind die Fans und unsere Heimspiele etwas Besonderes, diese Stimmung erlebt man nicht in vielen Handballhallen.«

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Marlene Zapf
Mit Marlene Zapf verlängert eine Leistungsträgerin und aktuelle deutsche Nationalspielerin Ihren Vertrag in Metzingen um zwei weitere Jahre. Die 28-Jährige wechselte 2014 vom Ligakonkurrenten aus Leverkusen an die Erms und ist seit dieser Zeit an den Erfolgen der Ermstälerinnen maßgeblich beteiligt. Neben ihrer Rolle bei den TuSsies ist Zapf aber auch abseits des Feldes fest mit der Region verankert.
Als Grundschullehrerin arbeitet die gebürtige Pfälzerin an der Siebenkelternschule in Metzingen. In der Torschützenliste der Handball Bundesliga Frauen steht sie mit 42 Treffern auf Platz 7 und ist damit die beste Torschützin im pinken Dress. Auch in der Nationalmannschaft ist sie wieder gesetzt und hat dies nach den konstant guten Leistungen in Metzingen mehr als verdient.
Zapf ist in den Plänen des Trainers ein fester Baustein und soll weiterhin eine Führungsrolle übernehmen. »Wir freuen uns, dass Marlene für zwei weitere Jahre bei uns verlängert hat. Sie hat in den letzten Jahren stets gute Leistungen gezeigt und in der vergangenen Saison war sie unsere beste Spielerin. Marli ist inzwischen in Metzingen stark verwurzelt und für uns und das Team ein sehr wichtiger Bestandteil«, so Ferenc Rott. 
Für die 28-Jährige sprach nichts für einen Wechsel. »Es hat alles für einen Verbleib in Metzingen gesprochen. Ich fühle mich unglaublich wohl. Der Verein, das Team, der Trainer, das Umfeld, die Fans und mein Beruf, alles passt einfach richtig gut zusammen. Wir haben als Team unter André einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht und ich bin überzeugt davon, dass wir uns noch weiter steigern werden. Daher bin ich sehr froh und dankbar, auch die nächsten zwei Jahre pink zu tragen.«     –rw