METZINGEN. Bis drei Minuten vor Schluss sah es nach dem angestrebten Auswärtssieg aus. Doch die Spielerinnen der TuS Metzingen hatten bei ihrem Auftritt bei der HSG Wildungen die Aggressivität in der Kabine gelassen. So folgte auf eine schwache zweite Hälfte das logische Resultat: Der Vier-Tore-Vorsprung schmolz dahin, so wie die Konzentration der TuSsies am Ende und aus einem 27:29 in der 57. Minute machten die Gastgeber noch schnell ein 29:29. So produzierten Shenia Minewskaja und Co fast eine Doublette zum Duell von vor einer Woche gegen Blomberg-Lippe, mit dem Unterschied, in Wildungen noch einen Punkt gerettet zu haben. Die Ermstälerinnen ließen die Köpfe hängen, die HSG feierte ihre Punkte wie eine Meisterschaft. »Ich weiß nicht, warum es genauso gelaufen ist wie gegen Blomberg. Wir kamen ohne Aggressivität aus der Halbzeit, standen viel zu defensiv«, sagte Trainer René Hamann-Boeriths, den auch die zehn Fehlwürfe nach der Halbzeit ärgerten. Marlene Zapf brachte es auf den Punkt: »Leider scheitern wir wieder an uns selbst. Wir kommen verschlafen aus der Halbzeit und lassen wieder viel zu viele Chancen liegen.« Die TuSsies liegen nun mit 23:11 Punkten auf Rang drei nach 17 Spielen. Am Samstag, 17. März, kommt es in der Öschhalle zum Spitzenspiel gegen den Thüringer HC, der mit 28:2 Punkten aus 15 Partien die Liga anführt. Wenn die TuSsies was reißen wollen im nächsten Heimspiel, dann müssen sie sich enorm steigern vor allem in der zweiten Halbzeit.     –diet