METZINGEN. Die Saison war alles andere als traurig, darüber musste niemand Tränen vergießen. Doch beim Abschlussfest nach einer grandiosen Spielzeit bekam die ein oder andere Spielerin von Frauenhandball-Bundesligist TuS Metzingen feuchte Augen. Vizemeister, eine Zeit lang auch Tabellenführer, Einzug ins Finale des Europapokals: viel haben die TuSsies nicht falsch gemacht in den vergangenen neun Monaten. Das wurde in der Öschhalle gefeiert und dabei sagte eine Große Servus. Insgesamt 16 Jahre lang dauerte das Engagement von Patricia Stefani beim TuS Metzingen. Die Kapitänin beendet ihre aktive Karriere und verabschiedete sich unter Tränen von den Fans. Ohne sie sei dieser Verein nicht vorstellbar, lobte Manager Ferenc Rott das Metzinger Urgestein, das sämtliche Höhen und Tiefen mitgemacht hat.
Unter anderem die Beinahe-Insolvenz sowie den Aufstieg in die Bundesliga. Auch ihre Wegbegleiterin, Alexandra Kubasta legt die Handballschuhe in die Ecke. Zudem verabschiedete die TuS Sabine Stockhorst, Bernadett Temes, Nicole Dinkel, Saskia Putzke und Marie-Christine Beddies. Anna Loerper wurde zur Spielerin des Jahres gewählt, auf Platz zwei folgte Julia Behnke, dahinter Tonje Löseth. Es war der Abend der besonderen Augenblicke. Das Team durfte sich in das Goldene Buch der Stadt Metzingen eintragen, weil sie für unvergessliche Moment gesorgt haben, so OB Dr. Ulrich Fiedler. Die 800 Zuschauer sahen auch noch ein Handball-Spiel. Die niederländische Juniorinnen-Nationalmannschaft war der Gegner. Die TuSsies siegten mit 32:22 (16:9). Das war an diesem emotionalen Abend aber eine Randnotiz. Die Gänsehautmomente waren spannender.     

–diet 

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