METZINGEN. Auch in diesem Jahr nahm die TuS Metzingen am traditionsreichen Stadtwerk Cup in St. Gallen teil. Ohne fünf WM-Teilnehmerinnen reisten 13 Pink Ladies in die Schweiz, wo neben den etatmäßigen Bundesligaspielerinnen drei TusSies aus der zweiten Mannschaft Einsatzzeiten bekommen sollten. Am Ende verlor man im Finale zwar gegen das russische Top-Team aus Lada, belegte damit aber einen hervorragenden zweiten Turnier-Platz. Im ersten Spiel des Tages 25:20 besiegten die TuSsies Michalovce souverän. Allerdings verletzte sich in dieser Partie Kreisläuferin Annika Ingenpaß und musste von da an zusehen. Erste Diagnose ist ein zweifacher Bänderriss im rechten Knöchel. Damit war die Rumpftruppe der TuS Metzingen nun noch mehr gefordert und musste am Kreis umbauen, da Julia Behnke aufgrund der WM-Teilnahme nicht mit dabei war.
In der zweiten Partie traf das Team von Trainer René Hamann-Boeriths auf die Gastgeberinnen des LC Brühl. Der Schweizer Meister machte den TusSies das Leben über die gesamte Spielzeit von 30 Minuten schwer. Am Ende zeigte die Anzeigentafel ein hauchdünnes 17:16 für die Ermstälerinnen und man konnte die Punkte drei und vier einfahren.
Im ersten Zwischenrundenspiel wartete Slavia Prag. Gegen den tschechischen Vertreter gewann Isabell Roch und Co mit 19:12, gegen die Neckarsulmer Sport Union mit 21:16. Im Endspiel traf die TuS auf den aktuellen Tabellenführer der russischen Liga. In einer Partie auf Augenhöhe hielt die TuS Metzingen gegen den HC Lada bis zum 7:8 mit, musste aber dann dem kräftezehrenden Turnierprogramm Tribut zollen. Am Ende hieß es 12:17. Neben dem zweiten Platz gab es zwei weitere Auszeichnungen für die TuS Metzingen. Isabell Roch wurde zur besten Torfrau des Turniers gekürt und auch in der Fair-Play-Wertung standen die Pink Ladies ganz oben.
»Für uns war es ein sehr wichtiges Turnier, war wir uns nach einer längeren Spielpause in St. Gallen wieder Spielpraxis holen konnten. Leider haben wir etwas Verletzungspech gehabt. Auch wenn wir am Ende ohne neun Bundesligaspielerinnen antreten mussten, bin ich stolz, dass wir ins Finale eingezogen sind und freue mich, dass wir uns über die beiden Tage sehr kämpferisch gezeigt haben«, fasste der Trainer zusammen.     –tw