METZINGEN. Solche Bilder gibt’s normalerweise nur nach einer gewonnenen Meisterschaft. Die Spielerinnen der TuS Metzingen feierten ihren Sieg gegen Nellingen ausführlich und überglücklich mit den Fans. 24:23 endete die Partie, die auch schon als Schicksalsspiel durch die Köpfe der Frauenhandball-Fans geisterte. Im Viertelfinale des DHB-Pokals beendete das Team von Trainer René Hamann-Boeriths die Niederlagenserie zuvor, die zu Verunsicherung und einer Krise geführt hatte. Mit dem knappen Auswärtsieg zogen Anna Loerper und Co in das Finale der besten vier Klubs im DHB-Pokal ein. Die Finalspiele, die die TuSsies auch schon im vergangenen Jahre erreicht hatten, finden am Wochenende 19./20. Mai in der Porsche-Arena in Stuttgart statt. Neben den Ermstälerinnen haben sich auch Meister SG BBM Bietigheim, HSG Wildungen sowie der VfL Oldenburg (alle Bundesliga) qualifiziert.
Im Spiel verfielen die TuSsies in alte Muster.
Die erste Halbzeit zeigten sie sich dominant, in der zweiten fiel die Leistung ab. Ein Fünf-Tore-Vorsprung schmolz so auf ein 21:21 zusammen und die Schlussekunden mutierten zum Nervenkitzel. »Das ist doch eigentlich ganz gut gelaufen, sieht man einmal davon ab, dass wir am Ende wieder verkrampft sind. Ziel war das Final Four. Das haben wir erreicht«, fasste es am Ende die großartig aufspielende Marlene Zapf zusammen, die in Überzahl und 45 Sekunden vor Feierabend das vorentscheidende 23:21 warf. Gleichwohl, die Zusammenfassung lautet: Nervenprobe bestanden, Ziel erreicht. Die Aufgaben allerdings werden nicht geringer. Am Samstag, 20. Januar kommt es in der Öschhalle zur Generalprobe gegen einen der Final-Four-Gegner. Der VfL Oldenburg kommt aus dem hohen Norden ins Schwabenland und gibt seine Visitenkarte ab. Die Niedersächsinnen stehen momentan auf Rang zehn.     –diet