METZINGEN. Zur neuen Spielzeit gibt es bei der TuS Metzingen auch auf der Torfrauenposition Veränderungen. Mit Madita Kohorst wechselt eines der größten deutschen Talente zwischen den Pfosten in den Süden der Republik. Seit zwei Jahren steht sie im Bundesligateam des VfL Oldenburg und hat bereits ihre Klasse bei Spielen in der Öschhalle gezeigt. Dagegen verlässt Jasmina Jankovic nach vier Jahren das Ermstal.
Kohorst lernte das Handballspielen in ihrem Heimatverein, dem TV Dinklage bevor sie im Alter von 17 Jahren in die A-Jugend des VfL Oldenburg wechselte. Bereits eine Saison später gehörte sie fest der Drittliga-Mannschaft des VfL Oldenburg II an. Ihr Bundesligadebüt folgte am 19. Januar 2016 gegen die HL Buchholz 08-Rosengarte und seit der Bundesligasaison 2016/2017 gehört sie fest dem Kader der Bundesligamannschaft des VfL Oldenburg an.
Für die deutsche Juniorinnen-Nationalmannschaft bestritt Kohorst insgesamt 30 Spiele. Sie nahm an den Junioren-Europameisterschaften 2015 in Valencia sowie an der Junioren-Weltmeisterschaft 2016 in Moskau teil. Wie bereits bei der Europameisterschaft 2016 gehörte sie auch bei der Weltmeisterschaft 2017 dem erweiterten Kader der Deutsche Frauen-Handballnationalmannschaft an. In Metzingen trifft die junge Torfrau mit Aleksandar Vorontsov auf einen alten Bekannten. Vorontsov war in Oldenburg Maditas Förderer und Trainer und schaffte unter ihm den Durchbruch zur nationalen Größe.


»Madita Kohorst gehört in Deutschland zu den größten Talenten zwischen den Pfosten und wird zusammen mit Dinah Eckerle in den kommenden Jahren sicherlich das Gespann der Deutschen Handball-Nationalmannschaft bilden. Sie besitzt eine enorme körperliche Präsenz und wird eine neue Art von Torhüterspiel nach Metzingen bringen«, so Geschäftsführer Ferenc Rott. »Natürlich möchte ich mich in erster Linie persönlich weiterentwickeln und ich sehe in Metzingen großes Potenzial. Die TusSies machen seit Jahren eine gute Arbeit und der Verein hat ambitionierte Ziele, zu denen ich gerne meinen Teil beitragen möchte. Auch wenn ich in meiner bisherigen Karriere immer nur nahe meiner Heimat gespielt habe, freue ich mich auf Team sowie das Umfeld. Ich hatte gute Gespräche mit dem Trainer und dem Management und Aleksandar Vorontsov kenne ich noch aus der gemeinsamen Zeit in Oldenburg.«


Nach vier Jahren im pinken Dress wird Jasmina Jankovic die TuS Metzingen verlassen. Die niederländische Nationaltorhüterin war in den vergangenen Jahren eine Stütze des Metzinger Spiels und stets ein wichtiger Rückhalt der Pink Ladies. In Gesprächen über eine weitere Zusammenarbeit haben beide Seiten beschlossen den bestehenden Vertrag nicht verlängern zu wollen. Wohin Jasmina Jankovic wechselt, wird sie zu gegebener Zeit mitteilen. »Wir haben zusammen mit JJ viele schöne wie auch bittere Momente erlebt und möchten uns für die Leistungen in den letzten vier Jahre herzlich bedanken. Wir haben uns nicht gegen Jasmina, sondern mit Madita für die Zukunft im Metzinger Tor entschieden. JJ war auf, aber auch abseits des Feldes stets ein Vorbild und wird immer eine TuSsie bleiben. Wir wünschen ihr alles Gute und hoffen auf ein Wiedersehen in der Öschhalle«, erklärt Ferenc Rott. »Auch ich möchte mit beim Verein und beim überragenden Umfeld bedanken und freue mich über die nächsten sportlichen Schritte in meinem Leben. Natürlich werde ich bis zum Saisonende noch alles geben und am liebsten würde ich mich mit einem Titel aus Metzingen verabschieden«, so die WM-Bronzemedaillengewinnerin aus 2017.