ASTRACHAN/METZINGEN. Die ersten zehn Minuten suchten sie noch nach einem Rezept, doch danach zeigte die TuS Metzingen ein gutes Spiel. Im EHF-Pokal gewannen die TuSsies im Hinspiel in Astrachan mit 28:27. Marlene Zapf ließ es beim russischen Vizemeister zehn Mal krachen. Im Hexenkessel von Astrachan hat die TuS Metzingen vor 2 500 entfesselten Zuschauern kühlen Kopf bewahrt.
Der 28:27-Sieg ist eine gute Grundlage fürs Weiterkommen in Runde drei des EHF-Pokals. Trotzdem wird es ein hartes Stück Arbeit, denn die Russinnen haben gezeigt, dass sie in Europa zu den Topteams zu zählen und sehr unangenehm werden können. Das wiederum wertet den Sieg der TuS Metzingen noch ein bisschen auf, die vieles richtig, manches hervorragend gemacht hat.
Es ging aber auch noch einiges daneben, wie im bisherigen Saisonverlauf immer wieder zu sehen war. Die Konstanz über 60 Minuten wird noch gesucht.

»Wir haben ein hochintensives Spiel gesehen, in dem wir kämpferisch nie nachgelassen haben und aufgrund der besseren Physis und des größeren Willens am Ende auch knapp gewonnen haben«, resümierte Trainer Andre Fuhr. »Auch wenn wir den einen oder anderen Fehler zuviel gemacht haben, ist der knappe Sieg eine gute Ausgangsposition. Trotzdem ist es erst Halbzeit und der Gegner ist brandgefährlich«, so der Trainer.
Isabell Roch zeigte eine großartige Leistung und entschärfte 16 Würfe. Für die Torfrau war es ein Spiel auf Augenhöhe. »Auch wenn unsere Quote bei den Siebenmetern besser werden muss, war es ein gutes Spiel von uns.« Am Samstag, 20. Oktober findet in der Öschhalle das Rückspiel statt. Anpfiff ist um 20 Uhr. –rw