METZINGEN. Was ist nur mit den TuSsies los, fragen sich nicht nur die Zuschauer. Schon zum wiederholten Mal verspielte die TuS Metzingen einen Vorsprung. In diesem Fall waren es vier Tore gegen den heißesten Meisterschaftsanwärter. Doch am Ende stand ein 27:31 (17:13) auf der Anzeigetafel in der Öschhalle und über den Spielerinnen ein großes Fragezeichen. Die Fassungs- und auch Ratlosigkeit dominierte nach dem Abpfiff gegen den Thüringer HC, es kann nur eine reine Kopfsache sein. Schließlich spielten die Tussies in der ersten Halbzeit wenigstens eine viertel Stunde lang auf Augenhöhe mit dem designierten Deutschen Meister und zeigten, was sie drauf haben. Doch dann der Einbruch. Unerklärlich. »Zu Beginn der zweiten Halbzeit waren wir wieder mental unsicher. Es ist sehr enttäuschend, dass wir nicht so weitermachen konnten«, sagte TuS-Trainer René Hamann-Boeriths. »Ihr könnt das nehmen, was ich nach dem Blomberg-Spiel gesagt habe«, war TuS-Kreisläuferin Julia Behnke nach dem Spiel ziemlich gefrustet, um dann aber Klartext zu reden: »Wir scheitern wieder an uns selbst. Eine schöne Halbzeit reicht eben nicht. Ein Spiel geht 60 Minuten.« Nach dieser Niederlage ist die TuS auf Rang fünf abgerutscht und muss aufpassen, nicht die Qualifikation für den internationalen Wettbewerb zu verpassen. Am Samstag, 31. März, kommt es zum Vergleich gegen Borussia Dortmund, die einen Rang vor den Tussies stehen.     –diet