METZINGEN. In Wien, der Zentrale der Europäischen Handball Föderation, wurden die beiden ersten Runden des EHF-Cup ausgelost. Mit der HSG Blomberg–Lippe tritt bereits in der ersten Runde eine deutsche Mannschaft an und trifft bei einem erfolgreichen Abschneiden in Runde zwei auf die TuS Metzingen. Blomberg muss sich dabei gegen den belgischen Meister HB Sint Truiden durchsetzen, um das Deutsch-Deutsche Duell gegen die Pink Ladies zu erreichen.

Zuerst Heimrecht
In der zweiten Runde hätten die Ermstälerinnen zuerst Heimrecht und müssten dann im Rückspiel entweder im Lipperland oder in Belgien antreten. Somit steht bereits jetzt schon fest, dass mindestens ein deutsches Team nicht über die
2. Runde des europäischen Wettbewerbs hinauskommen wird. »Es ist schade, dass ein Vergleich gegen ein deutsches Team bereits so früh möglich ist und somit nicht alle drei deutschen Vertreter die dritte Runde erreichen können. Trotzdem werden wir als Final- und Halbfinal-Teilnehmer der letzten beiden Spielzeiten als Favorit in diese Begegnungen gehen. Ich gehe davon aus, dass Blomberg sich durchsetzen wird und wir dann spannende und schwere Spiele zu erwarten haben. Wir werden kein Spiel auf die leichte Schulter nehmen und freuen uns auf unseren Start in den EHF-Cup«, so Ferenc Rott.
Torhüterin Jasmina Jankovic ist sehr gespannt auf die »neue« Mannschaft von Bloomberg. »Natürlich ist es immer schön Erfahrungen außerhalb von Deutschland zu sammeln, wenn man im EHF-Cup antritt. Aber ein Wiedersehen mit Celine würde mich natürlich auch sehr freuen«.     
Vorbereitung
Gleich zu Beginn der zweiten Vorbereitungsphase wartete mit dem Spiel gegen die Neckarsulmer Sportunion ein erster Härteste auf die Pink Ladies. Rund 300 Zuschauer wollten die Premiere der neu formierten TuS Metzingen sehen und fanden sich in der Öschhalle ein. Ohne die angeschlagenen Stina Karlsson und Dorina Korsos präsentierten sich die TusSies ihrem Publikum.
Die Ermstälerinnen gewannen mit 35:28 (20:11). Auch wenn ein Spiel so früh in der Saison nur wenig Schlüsse zulässt, hat die TuS Metzingen über die gesamte Spielzeit konzentriert agiert. Alle TusSies bekamen ihre Spielanteile und konnten sich an diesem Abend auszeichnen und sich den Fans im Wohnzimmer Öschhalle zeigen. René Hamann-Boeriths:
»Ich bin mit diesem ersten Auftritt sehr zufrieden. Wir habe heute in der Abwehr und im Angriff viele taktische Dinge getestet. Gegen Ende des Spiels hat man anhand der vermehrten technischen Fehler gemerkt, dass die Spielerinnen etwas müde sind«, zeigte sich Trainer René Hamann-Boeriths zufrieden. Kelly Vollebregt freute über ein schon schön anzusehendes Spiel der TuS. »Wir haben im Großen und Ganzen recht gut gespielt und es ist schön zu sehen, dass unterschiedliche Formationen im Angriff wie auch in der Abwehr schon jetzt gut harmonieren.«

Termine:
Am Wochenende wartet auf die TuSsies ein erster echter Härtetest. Beim Wittlicher Handballcup am 5. und 6. August trifft das Team von Hamann-Boeriths auf Spogon Stettin sowie den Buxtehuder SV. Mögliche Gegner in der Endrunde sind der SG BBM Bietigheim, Bayer Leverkusen oder Metz Handball. Anschließend reist die Mannschaft weiter zum zweitägigen Trainingslager nach Bitburg, wo am Dienstag, 8. August um 18 Uhr ein Vergleich mit dem russischen Topteam Rostov Don ansteht.     –diet/rw