Bayern Münchens Mittelfeldstar Franck Ribéry soll sich einen weiteren Eklat erlaubt haben. Nach der Partie des FC Bayern gegen Bayer 04 Leverkusen am 15. September soll sich der Franzose vor der Allianz-Arena eine handfeste Auseinandersetzung mit einem Journalisten geliefert haben. Bisher war nur ein Vorfall vom 10. November bekannt geworden, als Ribéry nach dem 2:3 in Dortmund den französischen TV-Experten Patrick Guillou geohrfeigt hatte. Ribéry hat sich inzwischen für seinen Fehltritt entschuldigt. »Es war natürlich falsch, was ich gemacht habe. Es ist immer schwierig nach einem Spiel, weil ich sehr emotional war. Ich habe zu Patrick Entschuldigung gesagt, auch an seine Familie«, sagte Ribéry in einer Videobotschaft, die der FC Bayern verbreitet hat. 
Tübingens OB Boris Palmer soll sich einen weiteren Eklat erlaubt haben. Der Schwabe soll sich eine Auseinandersetzung mit einem Studenten geliefert haben. Bisher war nur ein Vorfall vom 4. Juni 2016 bekannt geworden, als Palmer während eines Festivals von einer Frau mit einem Getränk überschüttet und darauf handgreiflich wurde. Der OB hat sich inzwischen für seinen Fehltritt entschuldigt. »Es war natürlich falsch, was ich gemacht habe. Es ist immer schwierig nach einem anstrengenden Tag, weil ich sehr emotional war. 
Ich habe zu dem Studenten Entschuldigung gesagt, auch an seine Familie«, sagte Palmer in einer Videobotschaft, die er in eigener Sache verbreitet hat.
Duplizität der Ereignisse? Ach woher! Denn Ersteres beruht auf Tatsachen, das aus Tübingen - auch! Bis auf die Entschuldigung des Oberbürgermeisters samt Begründung - die frei erfunden sind. 
Was ist geschehen? Vor einigen Tagen hat der OB, eigenen Angaben zu Folge, nächtlings einen aggressiv und laut auftretenden Studenten aufgefordert, sich auszuweisen. Nachdem dieser das Weite gesucht habe, sei Palmer dem Geflüchteten gefolgt um ihn zu fotografieren. Der 33-jährige Student, rechnerisch könnte er im 29. Semester sein, gibt vor, von dem Grünen bedrängt worden zu sein. Als Leiter der Ortspolizeibehörde ist der OB übrigens berechtigt, eine Personenkontrolle durchzuführen. Etliche Münchener Spielerfrauen glaubten, sich zu Wort melden zu müssen und nutzten Instagram als Ventil. Wahiba Ribéry (die Ehefrau von Franck Ribéry) ärgerte sich offenkundig über die Pleite des FB Bayern gegen Borussia Dortmund und pöbelte per Post gegen den Schiri der Partie, Manuel Gräfe: »Echt widerlich.« Zuletzt hatte sich Lisa Müller, verheiratet mit Bayern-Urgestein Thomas Müller, während des Spiels Bayern gegen Freiburg über Nico Kovac ausgelassen. Von fehlenden Geistesblitzen war die Rede. Später entschuldigte sich zumindest Lisa Müller bei dem Bayern-Trainer.
Zurück nach Tübingen. Auch hier glaubten zwei emotional involvierte Augenzeuginnen, sich zu Wort melden zu müssen und nutzten lokale Medien als Ventil. Eine Anonyma, die den Studenten begleitete, hat den OB inzwischen nach reiflicher Überlegung angezeigt. Eigentlich wollte sie noch am selben Abend die Polizei rufen, sagt sie. Eine weitere Zeugin des Vorfalls, Medizinstudentin, will gegen Palmer Fachaufsichtsbeschwerde einlegen. Begründung: Er habe sein Amt missbraucht und aus privaten Beweggründen gehandelt. Später entschuldigten sich die Zeuginnen beim OB.
Duplizität der Ereignisse? Ach woher! Denn Ersteres beruht auf Tatsachen, das aus Tübingen - auch! Bis auf die Entschuldigungen der Zeuginnen - die frei erfunden sind. Eine Stadt spielt verrückt. Die öffentlichen Foren kennen derzeit fast nur das eine Thema. Jeder schwingt die Meinungskeule. Was würde eigentlich passieren, wenn Merkel in Berlin einen randalierenden Studenten zusammenstauchen würde? Vermutlich nicht viel, nur Seehofer würde meckern. 
Palmer polarisiert, das ist nicht neu. Die meisten wissen das, sie schätzen den OB aber dennoch, weil er politisch viel bewirkt und bewirkt hat. Nicht zuletzt auch wegen seiner Geradlinigkeit und Unverblümtheit, seine Meinung zu vertreten. Gleichwohl vergreift er sich zuweilen im Ton und agiert ungeschickt. Das ist und war manches Mal nicht entschuldbar. Apropos: Wie wäre es, wenn sich die beteiligten Akteurinnen und Akteure einfach entschuldigten und die Hand reichten? Dann wäre getreu dem Motto »Ball flachhalten« eine peinliche Provinz-Posse zum glücklichen Ende gebracht. 
 

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