TÜBINGEN. Da schlugen die Herzen der Pferde-Liebhaber höher beim Anblick der prächtigen Vierbeiner, die sich zusammen mit ihren Reitern auf ihre großen Auftritte beim Tübinger Reitturnier vorbereiteten. So auch Bleu Boy, der von seinem Reiter Mohamad Mogheeth Alshehab aufgesattelt wurde und bewarb sich in der Youngster-Springreitprüfung um den Preis des Tübinger WOCHENBLATTES. Insgesamt gab es, verteilt über die drei Tage, 35 Prüfungen. Natürlich nahmen nicht alle Pferde an allen Prüfungen teil. Da hätten die Organisatoren um Turnierleiter Klaus Kellhammer ja noch mehr zu tun gehabt, als ohnehin schon anlag. 

Ein riesiger Aufwand
Der Platz, auf dem die Springreitprüfungen ausgetragen wurden, musste schon seit Mittwoch bewässert werden, damit er für die Wettbewerbe optimal präpariert war. Die Hindernisbauerin Christa Jung beschäftigte sich seit zwei Wochen mit nichts anderem, als mit den Plänen für die verschiedenen Parcours, die sie mit zahlreichen Helfern auf die Beine stellen musste. Da hier am Wochenende mehrere Prüfungen ausgetragen wurden, standen die Helfer zum Teil 14 Stunden auf dem Platz. Immer wieder umbauen und die Hindernisse wieder herrichten, wenn eine Stange zu Boden gegangen ist.

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Zufriedene Kunden
Ihr fleißiges Engagement blieb aber nicht unbemerkt. Erfahrene Springreiter, wie Andy Witzemann und auch Mohamad Mogheeth Alshehab lobten die Arbeit von Christa Jung und ihrem Team in höchsten Tönen. Sie beide haben sichtlich profitiert von den guten Bodenverhältnissen und dem gut abgestimmten Parcours. Andy Witzemann konnte mit einer hervorragenden Leistung zusammen mit seinem Pferd Cassadero den begehrten Großen Preis von Tübingen gewinnen. Bleu Boy sicherte sich mit seinem Reiter Mohamad Mogheeth Alshehab nach bestandener Qualifizierung den Siegertitel in der Youngster-Prüfung. Danach gab es für Bleu Boy eine Extra-Portion Heu. Und auch das wurde von den Organisatoren bereitgestellt. Schließlich galt es über 750 Pferde zu versorgen. Auch für die Zweibeiner gab es reichlich zu futtern. Da der Verein das selbst nicht mehr stemmen konnte, wurden Catering-Profis damit beauftragt für das leibliche Wohl zu sorgen.

Einfach schön anzusehen
Doch die vielen Besucher kamen sicher nicht nur wegen des guten Essens hierher, sondern um die besten Nachwuchspferde aus Baden-Württemberg zu sehen. Schließlich handelte es sich um ein Landeschampionat. Auf dem Dressurplatz hatte das Publikum die Gelegenheit den graziösen aber auch kraftvollen Tieren bei den zahlreichen Prüfungen im Dressurreiten zuzuschauen. Das sorgte gerade bei den Kindern für große Augen.

Kurzum: Ein Fest für alle Pferdesportbegeisterte und Pferdefans und für alle die es noch werden wollen oder nach diesem schönen Wochenende endgültig geworden sind. Auch im nächsten Jahr wird sich wieder die Gelegenheit bieten den Erfolg versprechenden Pferde-Nachwuchs in Tübingen bewundern zu können.     –boe