TÜBINGEN. Mit etwa 200 Gästen wurde in Tübingen beim Neujahrsempfang der Linken in der Aula der Uhlandstraße das Wahljahr eingeläutet. Und das natürlich nicht ohne Prominez aus der Linkspartei: Dietmar Bartsch, der Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag und Spitzenkandidat zur Bundestagswahl, trat als Gastredner auf. Er wurde von der Tübinger Bundestagsabgeordnete Heike Hänsel und Stadträtin Gerlinde Strasdeit begrüßt.
Bartsch stellt die hauptsächlichen Themen seiner Partei für den bevorstehenden Wahlkampf vor – es sei eine wichtige Aufgabe, den Sozialstaat wieder herzustellen und endlich die Auslandseinsätze der Bundeswehr zu beenden. Der Gastredner kritisierte, dass knapp zwei Millionen Kinder in Deutschland in Armut lebten – seiner Ansicht nach die Folge einer ungerechten Politik: »Vermögensmillionär wird man nicht durch eigene Arbeit, das geschieht nur durch die Ausbeutung anderer«. Die Lösung, die der Spitzenkandidat vorschlägt, klingt einfach – eine stärkere Besteuerung von hohen Vermögen und hoher Einkommen und eine Entlastung von Normal-und Geringverdiener. Im Übrigen stehe seine Partei nicht für eine Wiederwahl von Angela Merkel zur Bundeskanzlerin – so der Gastredner.    –tw