TÜBINGEN. Rund acht Prozent der Tübinger Straßenbeleuchtung hat bereits die moderne LED-Lichttechnik. Bis Ende August kommen weitere fünf Prozent dazu. Die Stadtwerke Tübingen (swt) beginnen damit, im Auftrag der Universitätsstadt Tübingen rund 500 Straßenlampen auf LED umzurüsten. Das spart über 70 Prozent Energie, umgerechnet rund 240 000 Kilowattstunden jährlich. Etwa 140 Tonnen CO2 können pro Jahr vermieden werden. Bei der Beleuchtungsstärke orientieren sich die Stadtwerke an der bisherigen Beleuchtung.

LED-Module mit 20 bis 45 Watt Leistung ersetzen die alten Natriumdampf-Hochdrucklampen, die noch 100 bis 150 Watt Leistung aufweisen. Die gebündelte Umrüstung von 500 Leuchten in verschiedenen Straßenzügen Tübingens beseitigt einen wesentlichen Teil der größten Energieverbraucher unter den bestehenden Straßenlampen. Die swt arbeiten an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet am Austausch. Unter anderem am Berliner Ring, Waldhäuser Straße, im Steinlachwasen, Wilhelmstraße und Gmelinstraße. Rund 10 500 Lichtpunkte gibt es im Tübinger Stadtgebiet. Mit der Umrüstung der 500 Leuchten erhalten somit gut fünf Prozent der gesamten Straßenbeleuchtung Tübingens die moderne LED-Technik. Acht Prozent der Straßenbeleuchtung war bereits umgerüstet, sodass im Sommer rund 13 Prozent auf dem aktuellsten Stand der Straßenlampentechnik sein werden. Ein weiterer Vorteil der LED-Technik ist die Langlebigkeit. Ausfälle der Straßenlampen wird es dann seltener geben. 

Dimmbare LED-Beleuchtung orientiert sich an bisheriger

Vorbehalten gegenüber zu heller LED-Straßenbeleuchtung begegnen die swt mit einer konsequenten Nutzung der technischen Möglichkeiten. Denn der Lichtstrom der LED-Module kann eingestellt und damit die Helligkeit dosiert werden. Bewusst haben sich Universitätsstadt und Stadtwerke für eine Abweichung von der oft als zu hell kritisierten Norm für Straßenbeleuchtung entschieden. Sie legen Wert darauf, das gewohnte gleichmäßig dezente Beleuchtungsambiente auch mit der Modernisierung auf LED zu erhalten. Deshalb orientieren sich die swt an der bisherigen Beleuchtung in der jeweiligen Straße und stellen die Leuchtstärke der neuen Module passend ein. Die neuen Leuchten sind dimmbar. Das bietet zusätzliche Anpassungsmöglichkeiten für die Zukunft. Beispielsweise, falls sich in den nächsten 25 Jahren – so die Lebenserwartung für LED-Module – die Anforderungen für Straßenausleuchtung verändern. Nach dieser größeren Austauschaktion steht für die swt dieses Jahr noch der Austausch von 100 älteren Quecksilberdampflampen an.     –tw