Umgezogen. Es gibt doch immer wieder Dinge, die besonders aus dem Alltag herausragen: Die Buchhandlungen Osiander hat nach mehr als 90 Jahren ihren Stammsitz in der Wilhelmstraße aufgegeben und ist ganz in die Metzgergasse umgezogen. »Wir folgen immer dem Kunden«, heißt es von der Firmenspitze, was so wahrscheinlich gar nicht sein dürfte. Denn vielen Kunden ist der Gang in das jetzt ehemalige Hauptgeschäft nach wie vor so vertraut, dass man erst vor der verschlossenen Tür bemerkt, dass man dort eigentlich nicht hätte hingehen sollen. Freilich: Der schrumpfende Buchmarkt muss dem Kunden den Weg eben hin zum Buch erleichtern.
Aufgehalten. Auch im Stau von Pfrondorf in Richtung Tübingen-Stadtmitte am Wochenende während der Katastrophenschutzübung unterwegs gewesen? Während die Rettungsdienste im Schönbuch Notsituation übten, wie jemand sagte, staute sich an der Adler-Kreuzung Auto an Auto, wenn man so will kilometerweise. Tübingen ist seinem Ruf treu geblieben und hat sich auf die aktuelle Situation wieder mal nicht einstellen können und den Autofahrern zu einem zeitraubenden Stelldichein verholfen, weil die Ampel der gespielten Katastrophe mal wieder nicht gewachsen war.
Windstill. Da wird man doch mal was machen können. Recht häufig gab es in den vergangenen Jahren an dem Tag, auf den das Drachenfest am Österberg angesetzt war, zwar Sonne, dafür fehlte der Wind. Vielleicht schafft man es im kommenden Jahr, den Wetterbericht so abzuhören, dass man den Kindern nicht den Spaß verdirbt und den Termin an einem windreicheren Tag ansetzt. Oder die Organisatoren machen den Wind selbst.     –tw