TÜBINGEN. Beim Jahresempfang des Landkreises Tübingen stand die künftige Partnerschaft mit dem Kreis Arad in Rumänien im Mittelpunkt. Bevor Landrat Joachim Walter und der Präsident von Arad, Iustin Cionca, die Urkunden unterzeichneten, unterstrich Walter in seiner Begrüßungsrede die Bedeutung der Arbeit des Kreistages in den vergangenen vier Jahren. 

»Manches ist noch nicht vollendet, aber auf einen guten Weg gebracht«, erklärte er vor den Gästen, darunter Staatsministerin Annette Widmann-Mauz, Regierungspräsident Klaus Tappeser und Vertreter der Politik, Justiz, Verbände, Behörden und viele Bürger.

Starke Infrastruktur wichtig
Walter ließ wichtige Entscheidungen des Kreistages, dessen Wahlperiode im kommenden Jahr endet, Revue passieren: zum Ausbau des Schienenverkehrs, zur Förderung von Straßenbau, zur Flüchtlingsunterbringung, zu der Einrichtung von Jugend- und Familienberatungszentren, Pflegestützpunkten, neuen Schularten und Kindertagesstätten sowie zur Förderung der Erinnerungskultur. »Eine starke Wirtschaftsregion, wie die unsere, braucht eine starke Infrastruktur«, betonte er. Der rumänische Kreispräsident Cionca sagte: »Ich wünsche mir für unsere Partnerschaft, dass sie sich in vielen Bereichen der Gesellschaft und des Alltags aufbaut.« Er lobte die gute wirtschaftliche Kooperation: »Die deutschen Unternehmen sind wichtige Arbeitgeber, die in den letzten Jahren entscheidend dazu beigetragen haben, Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern.« Walter erklärte: »Wir sind uns einig, dass wir mit dieser Partnerschaft einen wichtigen Beitrag zur interkulturellen Verständigung, zum gegenseitigen Verständnis und vor allem auch zur Stärkung Europas beitragen können.«
Der Partnerschaftsvertrag zwischen den Kreisen Arad und Tübingen sieht vor, die Zusammenarbeit und die Freundschaftsbeziehungen zu festigen und einen regen Austausch in den Bereichen Kultur, Wirtschaft, Verwaltung, Tourismus, Soziales, Gesundheit, Bildung und Umwelt zu pflegen. Arad liegt im Westen Rumäniens, dort, wo sich der Osten und der Westen Europas berühren.

Neubürger begrüßt
Im Rahmen des Staatsbürgerempfangs begrüßte Landrat Walter die anwesenden neu eingebürgerten Kreiseinwohner mit ihren Familien. »Wir brauchen Menschen, die sich einbringen – nutzen Sie die Möglichkeiten, die Sie haben«, erklärte er. Im Landkreis Tübingen wurden im Jahr 2017 419 Personen eingebürgert, 50 weniger als im Jahr zuvor. 
In einer Talkrunde interviewten Jessica Wirsing und Ann-Kathrin Kocher, Auszubildende des Landratsamts, auf der Bühne einige Tübinger Neubürger.
Das Musikprogramm steuerte das Verbandsjugendblasorchester unter der Leitung von Arno Hermann bei.     –jos