Ursprünglich hatten die Stadtwerke Tübingen (swt) die Wiedereröffnung für Oktober geplant. Voraussetzung: Die Untersuchungen der Bausubstanz in den noch nicht sanierten Deckenbereichen hätten keine Besonderheiten ergeben. 
Eine spezielle Untersuchungsmethode hat nun jedoch genau solche zum Vorschein gebracht – in Form von „Kiesnestern“ im Beton. Die Ergebnisse machen eine Ausweitung der Sanierung unausweichlich. Das Hallenbad Nord wird dadurch voraussichtlich erst im Februar 2020 wieder öffnen. Das  Freibad wollen die Stadtwerke möglichst lange geöffnet halten und das Uhlandbad bietet nach dem Freibad-Saisonende erweiterte Öffnungszeiten.

Hohlräume im Beton

Bei den Untersuchungen, die über den gesamten Sommer 2019 andauerten, setzten die Fachprüfer erneut die Untersuchungsmethode der Magnet-Streufeldmessung ein, um den Spannstahl auf mögliche Korrosion zu untersuchen. 
Zusätzlich wurden Ultraschallmessungen durchgeführt, um mögliche verborgene Hohlstellen in den Trägern identifizieren zu können. Dabei stießen die Fachprüfer  in der großen Schwimmhalle bei sechs Spannbetonträgern auf die  „Kiesnester“: kleine, von außen nicht sichtbare Ansammlungen von Hohlräumen im Beton. An sechs betroffenen Trägern besteht nun weiterhin ein neuer, ungeplanter, jedoch technisch aufwendiger Sanierungsbedarf.                  -tw