Der Tübinger Jonglier- und Kleinkunstverein Jonglaria vergab erstmals den Adi Pius Kläger Kleinkunstpreis »Tübinger Fröschle«. Der erste Platz des international, mit Nachwuchstalenten sowie mit renommierten Künstlern besetzten Galaabends ging an das Künstlerduo Compagnia PourÇa von der Accademia Teatro Dimitri im schweizerischen Tessin.

TÜBINGEN. Was Salzburg, das schweizerische Thun und die deutsche Bundesstadt Bonn können, können wir auch. Das dachten sich die Mitglieder des Jonglaria e.V. - und initiierten kurzerhand in Tübingen einen Kleinkunstpreis. Mit dem »Tübinger Fröschle« sollten in der Universitätsstadt erstmals nicht nur herausragende KünstlerInnen ausgezeichnet, sondern sollte auch dem verstorbenen Jonglaria-Gründungsmitglied Adi Pius Kläger Ehre erwiesen werden.

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Bei der ausverkauften Galaveranstaltung am vergangenen Samstag fieberten rund 500 Gäste aus ganz Baden-Württemberg der Entscheidung der Jury entgegen, die unter anderem mit Entertainment Artistin Verena Rau, Frank Schröder (Vorstand Jonglaria e.V.; Clownwerkstatt Saltimbanco), Karin Kontny (Journalistin, Kulturmanagement) und Alex Bopp (Zirkuspädagoge) fachkundig besetzt war.
Jurymitglied Boris Palmer, Tübingens Oberbürgermeister, musste seine Teilnahme am Abend aufgrund von Verpflichtungen im Rahmen der UN-Vollversammlung in New York kurzfristig absagen. Und verpasste ein fantastisches Spektakel mit allen Facetten der Kleinkunst: Den mit 500 Euro dotierten ersten Platz beim »Tübinger Fröschle« belegte das Künstlerduo Compagnia PourÇa bestehend aus Jakob Sambeth (21) und Jean-David L’Hoste-Lenherr (28) von der Accademia Teatro Dimitri im schweizerischen Tessin. Die jungen Künstler begeisterten mit einer technisch versierten als auch kreativen Show aus Jonglage und Artistik. »Unsere Motivation für die Teilnahme am Tübinger Fröschle war in erster Linie Feedback für unsere gemeinsame Arbeit zu bekommen«, so der ursprünglich aus Tübingen stammende Jakob Sambeth. »Der Preis der Jury verdoppelt die positive Rückmeldung, die wir auch vom Publikum bekommen haben natürlich ungemein.«
Drei Preise wurden von der Jury nach den insgesamt eineinhalb Stunden dauernden, verschiedenen Acts aus den Sparten Jonglage, Clownerie, Tanz und Akrobatik vergeben. Der zweite Preis (300 Euro) ging an den Rola-Bola-Künstler Tobias Baesch. Drittplatzierter wurde der Tänzer, Performer, Regisseur und Choreograph Günter Klingler mit seinem Solo-Artistik-Comedy-Programm »Heinz Hermann«. 
Das Kleinkunst-Event wurde von der Tübinger Gebärdensprachdolmetscherin Rita Mohlau übersetzt und von Corina Ramona Ratzel moderiert.
Der Jonglaria e.V. kümmerte sich um die Finanzierung der gesamten Veranstaltung als auch um deren Organisation. Zahlreiche Mitglieder engagierten sich - genauso wie die Jury - ehrenamtlich für das Projekt.    –tw