Die Lichterstube kommt doch noch zustande, dank eines engagierten Wirtes. Am 26. Dezember von 12 bis 16 Uhr lädt die Bahnhofsmission in die Rose nach Lustnau ein. 

TÜBINGEN. Sie hat ihren festen Platz im Terminkalender, nicht nur der Stadt Tübingen, sondern vor allem bei vielen Bedürftigen. Die Lichterstube an Weihnachten erfreute sich in den vergangenen Jahren immer größerer Beliebtheit. Als Ioannis Fotiou durch einen Zeitungsartikel mitbekommen hat, dass es in diesem Jahr keine Lichterstube geben soll, weil die Bahnhofsmission an ihre finanziellen und personellen Grenzen gekommen ist, horchte er auf. Der Grieche hat sich bereit erklärt, die Lichterstube gemeinsam mit der Bahnhofsmission auszurichten – in seinen Räumlichkeiten. Er übernimmt auch einen Teil der Kosten, wie Daniela Stumpe berichtet. Der Leiterin der Bahnhofsmission fiel ein Stein vom Herzen, als sie von der Bereitschaft hörte. Denn es gibt eine Vielzahl von Bedürftigen, für die diese Veranstaltung, zu der Menschen, die über ein geringes Einkommen verfügen und an Weihnachten allein sind, Kranke und Behinderte, eingeladen sind, weit mehr ist als das Entgegennehmen einer warmen Mahlzeit. Es ist ein Ereignis im Jahreslauf, an dem diese Menschen vor allem auch Wärme und Geborgenheit erleben. Das ist sehr viel Wert.
In diesem Jahr brauchen sie auch keinen Gutschein, keine Essensmarke und keine Wartenummer, einfach hingehen und genießen. 
Erstmals ist die Lichterstube nun außerhalb von Tübingen, doch das sei kein Problem. Die Gaststätte ist direkt an der Bushaltestelle Dorfstraße in Lustnau gelegen, die Buslinien 1 und 22 fahren vier Mal in der Stunde ab Hauptbahnhof. Die Bahnhofsmission selbst lädt an beiden Feiertagen von 10.30 bis 16 Uhr in ihre Räumlichkeiten am Bahnhof ein. An Heiligabend gibt’s von 17 bis 20 Uhr im Gemeindezentrum St. Johannes eine Lichterstube.     –diet