TÜBINGEN. Das Zimmertheater ist jetzt ein Stadttheater und Mitglied im Deutschen Bühnenverein. »Ein Geschenk der Stadt«, sagte OB Boris Palmer beim Festakt im Ratssaal zum 60. Geburtstag der kleinen Altstadtbühne.
Der neue Status als Stadttheater bringt nicht nur mehr Reputation. Er führe, so Palmer, insbesondere auch zu besseren Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter des Hauses. Denn die Stadt, sie ist mit fast 100 Prozent Hauptgesellschafterin des Zimmertheaters, werde künftig verbindliche Konditionen erfüllen müssen: Mindestgage, Entlohnung nach Tarif und verbesserte Sozialleistungen.
Zahlreiche Gäste waren gekommen, um dem Theater zu gratulieren. Ulrich Khuon, Bühnenvereins-Vorsitzender und Intendant des Deutschen Theaters Berlin, lobte in seiner Festrede die »kulturpolitische Entscheidung des Beitritts zum Bühnenverein«. »Es gab noch nie so viele ästhetische Ansätze in den Theatern, wie heute. Baden-Württemberg ist eine privilegierte Gegend in der Theaterlandschaft«, führte er weiter aus. Der 89-jährige Werner Johst und der 81-jährige Tom Witkowski, als private Initiatoren und Mitbegründer des Zimmertheaters Männer der ersten Stunde, erinnerten an die schwierigen Anfangsjahre.
Die Ex-Intendanten Siegfried Bühr, Klaus Metzger und Axel Krauße ließen Vergangenes anekdotisch Revue passieren. Der derzeitige Co-Intendant Dieter Ripberger freute sich für sein neues Stadttheater. »Das ist eine saugute Nachricht«, sagte er.     –jos